Unsere Zukunft wird echt abgefahren

Als sechstgrößter Wirtschaftszweig Österreichs beschäftigt die Automotive-Branche rund 71.000 Personen. Die Halbleiterkrise und der forcierte Umstieg auf Elektromobilität führen zu heftigen Umbrüchen und verstärken die Abhängigkeit Europas. Doch das weitaus größere Problem: die vermeintliche Umweltfreundlichkeit ist reine Augenauswischerei.

Redaktion: Angelika Gabor.

Geht es um die Klimakrise, ist zu 99% von CO2 Reduktion die Rede – oder moderner: Reduktion des COXNUMX-Fußabdrucks. Dieser
umfasst den gesamten Kohlenstoff, der während des Herstellungsprozesses und Verbrauchs eines Produktes emittiert wird. Immerhin stammte im Jahr 2018 – leider ist kein aktuelleres Zahlenmaterial verfügbar – rund ein Viertel sämtlichen weltweit emittierten CO2s aus dem Transportsektor, stolze 6,09 Milliarden Tonnen davon entsprangen dem Straßenverkehr (privat und gewerblich).

Könnte man diese Menge komplett einsparen, wären wir dem Stoppen der Erderwärmung einen gewaltigen Schritt nähergekommen. Darum wird oft im selben Atemzug der Umstieg auf Elektromobilität (auch im Güterverkehr) als der Weisheit letzter Schluss gepriesen. Es stimmt: ausgehend von einem Strommix auf Basis der EU-Klimapläne berechnete das International Council on Clean Transportation (ICCT), dass ein mittelgroßes Elektrofahrzeug im Betrieb rund zwei Drittel weniger schädliche Treibhausgase freisetzt als ein Verbrennungsmotor.

Eine Bilanz des deutschen Automobilclubs ADAC ergab, dass ab Fahrleistungen von 50.000 bis 100.000 Kilometern der CO2-Nachteil von Batterieautos ausgeglichen sein soll. Die Analyse der Umwelt-Dachorganisation Transport & Environment (T&E) im Jahr 2020 ergab sogar, dass ein Elektroauto in Europa über seinen Lebenszyklus hinweg rund zwei Drittel weniger CO2 verursacht als ein vergleichbares Diesel- oder Benzinfahrzeug. Ähnliche Ergebnisse erzielte auch das Fraunhofer-Institut für Innovations- und Systemforschung im Jahr 2019, wobei hier Autos mit Akkus über 80 kWh und geringer Fahrleistung deutlich schlechter abschnitten. Allerdings greift jede Bilanz zu kurz, wenn nur die lokalen Emissionen beim Antrieb inkludiert werden, nicht allerdings jene Schadstoffe, die in der Produktion sowie beim Abwracken bzw. Recycling entstehen. Hinzu kommt, dass die tatsächliche Lebensdauer eines E-Auto-Akkus und die Anzahl der möglichen Ladezyklen sehr individuell sind. Welchen Wert nimmt man also zur Berechnung?

Problem #1: Batterien.
Der andere Grund, warum Elektromobilität aus meiner Sicht nicht der heilige Gral der CO2-Problematik ist: Lithium-Ionen-Batterien bestehen aus Rohstoffen wie Lithium (nomen est omen), Nickel, Kobalt, Aluminium, Kupfer, Zinn, Graphit und Mangan. In heute verwendeten E-Autobatterien kommen vornehmlich Nickel-Kobalt-Aluminium (NCA) und Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) Modelle zum Einsatz. Als Beispiel: die Kathode der in Mittelklassewaren üblichen NMC111-Batterie mit 30 kWh Leistung besteht aus 11 Kilogramm Mangan, 4,5 Kilogramm Lithium und jeweils 12 Kilogramm Kobalt und 12 Kilogramm Nickel.

Mit Ende 2020 gab es weltweit 7,2 Millionen Elektroautos, die natürlich alle zumindest eine Batterie besitzen. Sehen wir uns das namensgebende Lithium genauer an, so befinden sich die größten (bekannten) natürlichen Vorkommen in Chile (8 Mio. Tonnen) gefolgt von Australien, Argentinien und China. In Europa finden sich lediglich in Portugal kleine Abbaugebiete.

In Australien, Nordamerika, China und Europa findet sich das Lithium in sogenannten Pegmatiten, also Lavagestein. Für die Gewinnung eines Kilos Lithium müssen etwa 100 Kilo Gestein abgebaut und verarbeitet werden. So soll beispielsweise in Portugal ein oberirdischer Tagebau errichtet werden. Die Tagebaulöcher haben einen Durchmesser von bis zu 800 Metern und sind bis zu 300 Meter tief, macht sich toll in der Landschaft, hat bestimmt Potential als Touristenattraktion. Im Unterschied dazu wird das Material in Nord-Chile im Salar der Atacama gefördert. Hierbei wird das stark mineralhaltige Grundwasser der Salzseen in riesige künstliche Becken gepumpt, wo es verdunstet und das Lithium zurückbleibt.

Pro Jahr werden aktuell mehr als 63 Milliarden Liter Salzwasser hochgepumpt. Das Problem: Süßwasser, das von der Bevölkerung, Flora und Fauna dringend zum Überleben gebraucht wird, sickert dadurch nach und geht verloren. Laut Bergbau-Kommission der chilenischen Regierung wurde der Atacama in den Jahren 2000 bis 2015 viermal so viel Wasser entzogen, wie auf natürliche Weise in Form von Regen- oder Schmelzwasser in das Gebiet gelangte. Morgan Stanley prognostiziert einen Lithiumcarbonat-Weltbedarf von einer Million Tonnen bis zum Jahr 2025, aktuell werden jährlich 350.000 Tonnen produziert. Eine Verdreifachung innerhalb von 4 Jahren wäre der Todesstoß für die Landwirtschaft und die Bevölkerung in den Abbaugebieten. Doch nicht nur der Wasserverbrauch ist ein schwieriges Thema, auch Kinderarbeit ist eng mit den Batterien verknüpft. So kommt beispielsweise Kobalt in großer Menge aus der Demokratischen Republik Kongo.

Dass die Führungsriege dort nicht unbedingt das gleiche Demokratieverständnis hat wie hierzulande, dürfte inzwischen weithin bekannt sein. Auch sind die Sicherheitsstandards im Bergbau nicht überall gleich hoch, wenngleich es nicht jedes „kleine“ Unglück in die internationalen Schlagzeilen schafft. Doch keine Sorge, die Lösung naht: die Global Battery Alliance (GBA), die immerhin 70 internationale Mitglieder zählt, plant bis Ende 2022 die Entwicklung und Einführung eines Qualitätssiegels für faire Batterien – den „Battery Pass“. Dieser soll die Einhaltung festgelegter Umwelt-, Sozial-, Governance- und Lebenszyklusanforderungen beweisen. Bestechung natürlich ausgeschlossen.

Problem #2: Halbleiter.
Wer noch nicht von der Problematik der weltweit mangelnden Halbleiter/Chips gehört hat, lebt entweder unter einem Stein oder hat eine Wahrnehmungsstörung. Halbleiter sind Hauptbestandteil von Mikroprozessoren, die in Autos beispielsweise dem Steuern von Antrieb, Airbags oder Assistenzsystemen dienen. Gibt es keine Chips, steht also die Automobilproduktion und mit einer Entspannung ist Brancheninsidern zufolge erst in 2023 oder 2024 zu rechnen. Aber warum eigentlich?

Es gibt mehrere Gründe. Chips braucht man nicht nur für Autos, sondern auch für andere Elektrogeräte. Dank Corona-Pandemie kauften Menschen vermehrt Unterhaltungselektronik und machten so der Automobilbranche Konkurrenz, die teilweise zu voreilig Bestellungen stornierte. Hinzu kommt, dass die kleinen Teile (man glaubt es kaum) eine Art MHD besitzen und darum nicht auf Vorrat gehalten werden. Fehlt noch ein geopolitisch besonders brisanter Grund: einer der größten Chipproduzenten sitzt in Taiwan. Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) ist weltweit die Nummer drei hinter Samsung und Intel und gleichzeitig der größte Auftrags-Fertiger von Chips und Wafern (Grundplatten für elektronische Halbleiter, Anm.) weltweit. Das international noch immer nicht anerkannte Taiwan durfte auf Betreiben Chinas keine eigenen Lieferverträge für Covid-Impfstoffe abschließen und kämpft daher mit den Folgen der Pandemie. Um international Druck aufzubauen, kündigte das Unternehmen an, keine Aufträge mehr annehmen zu können…

Zwar wurde inzwischen eine Lösung auch ohne Zustimmung Festland-Chinas für die Lieferung von Impfstoffen nach Taiwan gefunden, die Produktionsausfälle wirken aber noch nach. Die Konsequenz des Chipmangels: das globale Beratungsunternehmen AlixPartner prognostiziert einen Rückgang der internationalen Automobilproduktion um vier Millionen Fahrzeuge fürs Jahr 2021. Aus Klimapolitischer Sicht eine gute Nachricht – aus wirtschaftlicher natürlich ein herber Verlust. Immerhin lag der Branchenumsatz bei den Halbleitern im Jahr 2019 bei rund 412
Milliarden US-Dollar.

Chips aus Europa?
Niemand ist gerne abhängig, und die Pandemie hat deutlich gemacht, dass Produzenten in Österreich, Deutschland – eigentlich ganz Europa – ohne Lieferungen aus Asien und den USA „aufgeschmissen“ sind. Das möchte die Europäische Union natürlich nicht auf sich sitzen lassen und treibt die digitale Unabhängigkeit im Zuge ihres „2030 Digital Compass“ voran. Das ambitionierte Ziel: bis 2030 ein Fünftel der weltweiten Halbleiter zu produzieren und zudem binnen der nächsten fünf Jahre einen eigenen Quantencomputer zu entwickeln. Quantentechnologie gilt u.a. als Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und schnellerer Genomsequenzierung. So kündigte am 15. September 2021 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Aufbau eines eigenen europäischen Wirtschaftssystems für Mikrochips an, um den Mangel auszugleichen und die Unabhängigkeit zu stärken.

In Zukunft fahren wir also Elektroautos mit Chipbauteilen aus Europa und zertifizierter Batterie aus kinderarbeitsfreien Rohstoffen. Zumindest bis zum nächsten Supermarkt, denn so wie der Ausbau der nötigen Lade-infrastruktur voranschreitet, sollte man von einer Spritztour quer durch die EU eher absehen. Aber das ist wieder ein ganz anderes Kapitel…. (AG)

 

LOGISTIK express Journal 4/2021

Re:Think – mit dem 28. Österreichischen Logistik-Tag

Viele Auftragsbücher sind voll, aber der Schein trügt: die Wirtschaft, wie wir sie kennen, steht auf der Kippe. Aktuelle und künftige Probleme lassen sich nicht mit bekannten Maßnahmen lösen, ein Umdenken ist nötig. Auf dem Future Lab und dem Logistiktag am 28. und 29. September werden neue Wege aufgezeigt, die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Natürlich darf auch die Gala zur Verleihung des Österreichischer Logistik-Preises 2021 nicht fehlen.

Einen Blick in die Zukunft werfen, und das ganz ohne Glaskugel… wer wünscht sich das nicht? Beim Logistik-Future-Lab am 28. September 2021 im Design Center Linz findet nicht nur die Start-up-Lounge für frische Geschäftsideen statt, auch das Vortragsprogramm kann sich sehen lassen. Das Schöne am Future-Lab ist, dass es keine Denkverbote gibt. „Beim Future-Lab geht es um Themen, die konkrete Beiträge zur Weltverbesserung und bald umsetzbar sind“, erklärt Franz Staberhofer, Obmann VNL Österreich und Leiter Logistikum, der die Begrüßungsrede halten wird.

Live aus Mountain View, Silicon Valley, wird Andreas Wendel für den ersten Vortrag zugeschaltet: „Fahrerlose LKW – Traum oder Realität?“ Als VP of Engineering, Kodiak Robotics, ist er Experte für die Verwirklichung autonomen Fernverkehrs. Stellt sich die Frage, ob sich das Konzept von den Highways in den USA auch auf Österreich ummünzen lässt.

Ab 14 Uhr hat man die Wahl zwischen verschiedenen Themenschwerpunkten, die in den Sälen A und B sowie im Kinosaal parallel behandelt werden. Beim Themenschwerpunkt „Just-in-Real-Time: Echtzeit-Daten für bessere Entscheidungen und resiliente Lieferketten“ (Kinosaal) moderiert Markus Gerschberger, Head of Research Department Supply Chain Management, Logistikum. Angesichts der erst kürzlich vorgefallenen, schmerzhaften Lieferkettenunterbrechungen – Stichwort Suezkanalblockade oder auch Corona – könnte Concurrent Planning die Erlösung bringen. Aber auch Machine Learning hilft, die Vorhersehbarkeit zu steigern. Die Beiträge dazu: „Warum gleichzeitige Planung zu mehr Resilience führt als Planungsgenauigkeit“ von Hans Georg Kaltenbrunner, Industry Principal EMEA, Kinaxis, sowie „Crisis Management & Supply Chain Resilience“ von Darko Belic, Geschäftsführer DHL Supply Chain Automotive GmbH Germany. Zweiter Themenschwerpunkt im Kinosaal: „Österreich – ein aktiver Gestalter des Straßengüterverkehrs der Zukunft?“ moderiert von

Matthias Neubauer, Professor für Logistikinformationssysteme | Hyperconnected Logistics Systems, Logistikum. Als Beiträge dazu: „Chancen und Grenzen alternativer LKW-Antriebstechnologien im Praxiseinsatz“ von Jürgen Bauer, Mitglied der Geschäftsleitung, Gebrüder Weiss GmbH sowie „Testregion Digitrans – Wir bringen die Zukunft des autonomen Transportes auf die Straße“ von Eva Tatschl-Unterberger, DigiTrans GmbH, „AWARD – Hochautomatisierter Gütertransport unter widrigen Wetterbedingungen“ von Armin Humer, DB Schenker und „ESRIUM – Intelligente und vernetzte Straßeninfrastruktur für den hochautomatisierten Güterverkehr“ von Bernd Datler, ASFINAG Maut Service.

In Saal A lautet der Themenschwerpunkt „Emissionsreduktionen in Transportketten: Von der Analyse zu Optimierungsmaßnahmen“ moderiert von Oliver Schauer, Studiengangsleiter Digitales Transport- und Logistik-Management am Logistikum. Beiträge dazu: „Bevor man managen kann, muss man messen“ von Jakob Muus, Founder CEO Track GmbH; „Modal shift – ein Beitrag zum Green Deal?“ von Karl Schauer, Direktor LKW WALTER; „Sustainability, CO2 Emissions & Inland Waterways“ von Lisa-Maria Putz, Professor for Sustainable Transport am Logistikum und Alan Lewis, Technical Director, Smart Freight Centre. Beim zweiten Themenschwerpunkt nach der Pause geht es um „Das Lieferkettengesetz: Worauf müssen sich Unternehmen in Supply Chain und Beschaffung vorbereiten?“, moderiert von Gerald Schönwetter, Professor für Logistik am Logistikum. Beiträge dazu: „Was passiert in meiner Lieferkette? Predicitive Riskmanagement“ von Harald Nitschinger, Co-Founder & Managing Director, Prewave – predictive risk intelligence from social media data sowie „Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen“ von Elisabeth Lohmayer, Account Executive Mid-Market, EcoVadis.

Auch in Saal B gibt es Themenschwerpunkte. Der erste lautet „future factories brauchen eine Revolution in der Intralogistik“, moderiert von Martin Riester, Geschäftsbereich Logistik und Supply Chain Management, Fraunhofer Austria Research GmbH. Beiträge dazu: „flexible intralogistics for future factories“ von Roland Sitar, Technology & Automation Manager flex und Patrick Bernauer, Motion & Laboratory Engineer flex sowie „Quantensprung in der Intralogistik durch eine integrierte, KI-basierte Optimierung von mobilen Robotern und Gabelstaplern“ von Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer, SYNAOS GmbH. Themenschwerpunkt zwei: „Shopping von morgen: Logistik zwischen POS (Point-of-Sale) und POD (Point-of-Delivery)“ moderiert von Oliver Schauer, Studiengangsleiter Digitales Transport- und Logistik-Management am Logistikum. Gleich vier Beiträge warten in diesem Bereich: „Global.Web.Shop – Das erste reale Handelshaus in der virtuellen Welt“ von Michael Stockinger, Sales Stranzinger Gruppe; „OmniStore – Neue Wege zu den Kunden“ von Peter Prisching, Director of Shopconsult Umdasch Venture und Michael Schedlbauer, Industry Manager Grocery, TGW Logistics; „Die letzte Meile 2.0“ von Johannes Braith, CEO & Co-Founder, Storebox Holding GmbH und Roland Sitar, Technology & Automation Manager, flex; „WienBox – Ein Service der Wiener Stadtwerke“ von Nadine Adensam, Projektmanagement Wien – Out Of The Box und Stefan Tichacek ,WIENER LOKALBAHNEN GmbH.

Im Rahmen der anschließenden Abendgala im Palais Kaufmännischer Verein in Linz wird der Österreichische Logistik-Preis 2021 verliehen, zuvor wird Wolfgang Lehmacher, Globaler Vordenker und Praktiker der Logistik, Direktor Emeritus Supply Chain & Transport Industries beim Weltwirtschaftsforum über „USA und China im Wettlauf: Auswirkung auf Europa und die globalen Lieferketten“ referieren.

Am 29. September findet dann der eigentliche Österreichische Logistiktag im Design Center Linz statt. Pünktlich um 9 Uhr wird Franz Staberhofer die Eröffnung vornehmen. Hoffentlich hat niemand zu lange beim Networking der Abendveranstaltung gefeiert, denn für die Keynote „Supply Chain: a key to unlock RHI Magnesita’s Transformation“ von Stefan Borgas, President & CEO RHI Magnesita, sollte man wirklich ausgeschlafen sein. Wie schon am Vortag geht es dann dreigeteilt weiter, mit parallelem Programm in den Sälen A, B sowie im großen Saal.

Im großen Saal lautet das erste Thema „Visibility im Transportnetzwerk: Welchen Nutzen ziehen die verladende Wirtschaft und Dienstleister daraus?“, moderiert von Andreas Breinbauer, Leiter der FH-Studiengänge Logistik und Transportmanagement, Fachhochschule des BFI Wien. Die Beiträge dazu: „Integriertes Transportmanagement – Digitale Transformation im Inbound Liefernetzwerk“ von Alfons Dachs-Wiesinger, Director Logistics Network, MAGNA STEYR FAHRZEUGTECHNIK AG & CO KG;

„Sappi‘s fully transparent supply chain powerd by Shippeo“ von Christian Weber, Head of Supply Chain, Service Management, Sappi Europe und Marcel Prengel, Strategic Account Executive, Shippeo; „Vertrauen, Transparenz und Kontrolle – Rezept für eine erfolgreiche Partnerschaft im erfolgskritischen Schlüssel-Prozess der Ersatzteil-Logistik“ von Harald Wegerer, Vice President Customer Service Division, ENGEL Austria GmbH.

In Saal A stehen „Frische und Convenience als Treiber innovativer Handelslogistik“ im Fokus – moderiert von Oliver Schauer, Professor für Logistik am Logistikum. Beiträge dazu: „Gurkerl.at – Wiens innovativster Online-Supermarkt“ von Maurice Beurskens, CEO gurkerl.at sowie „UNIBOX – Kleinstformat in der LEH-Supply Chain“ von Robert Knöbl, Geschäftsführer, UNIMARKT GRUPPE GmbH. Im Saal B dreht sich alles um „Flexible und skalierbare Intralogistik für die Materialbereitstellung und künftige Produktionsanforderungen“ moderiert von Eduard Wünscher, CEO WEGIP GmbH, ehem. CEO KNAPP. Beiträge dazu: „Logistik für eine flexible und wandlungsfähige Produktion“ von Robert Schulz, Institutsleiter, Institut für Fördertechnik und Logistik Universität Stuttgart; „Innovative Lager- und Kommissionierlösungen für Groß- und Kleinteile in der Automobilindustrie“ von Werner Josef Frissenbichler, Geschäftsführender Gesellschafter, FB Automation und Gerhard Krauser, Head of Supply Chain Engineering, Global SCM, MAGNA STEYR FAHRZEUG-TECHNIK AG & CO KG.

Auch nach der Mittagspause muss man sich für einen der drei Säle entscheiden. Schwerpunkt im großen Saal: „Unterschiedliche Kundenerwartungen an verschiedene Absatzkanäle erfordern differenzierte Supply Chain-Strategien für Handel und Produzenten“, moderiert von Klaus Venus, Geschäftsführender Gesellschafter, Ifl Consulting GmbH. Beiträge dazu: „Der Kunde im Fokus – Wertschöpfungskette der Zukunft“ von Michael G. Huber, Head of Global Supply Chain – Demand Supply Intelligence, BSH Hausgeräte sowie „Trends, Strategien & Konzepte für mehr Kundenorientierung in der Handelslogistik“ von Michael Lauer, Prokurist, Group Head of Logistics, MediaMarktSaturn Deutschland.

Spannender Schwerpunkt in Saal A: „Supply Chain-Risk-Management: Sicherung der Warenversorgung und der Liefertreue“ moderiert von Martin Hofer, Geschäftsführer, valantic Supply Chain Excellence GmbH. Beiträge dazu: „Risikomanagement in Halbleiter-Lieferketten – wie globale Flexibilität und andere Maßnahmen Risiken mindern und Chancen nutzen“ von Hans Ehm, Senior Principal Engineer Supply Chain, Infineon sowie „Von den unsichtbaren zu den gewichteten und transparenten Logistikketten – Wie die Zentralität durch Kosten und Verfügbarkeit verändert wird“ von Jürgen Gumpinger, Vice President Group Logistics, KTM AG. In Saal B geht es um „Digitale und automatisierte Supply Chain-Prozesse als Effizienztreiber in traditionellen Unternehmen“ moderiert von Veit Kohnhauser, Fachbereichsleiter Logistik & Operations Management, FH Salzburg. Beiträge dazu: „Wie Digitalisierung Supply Chain-Prozesse im traditionellen Handel optimiert“ von Sabine Thaler, Project Manager, Unser Lagerhaus Warenhandels GmbH sowie „Wie können digitale E2E Supply Chain-Prozesse den Kundennutzen in der Baustoffindustrie steigern?“ von Günther H. Gfrerrer, Head of Supply Chain Management, Wienerberger Building Solutions Wienerberger AG. Ehe sich dann alle aufs Logistik-Bier treffen, lockt noch eine interessante Keynote alle zusammen in den großen Saal: „Chaos in den Lieferketten. Mikro- und makroökonomische Auswirkungen“ von Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel.

An beiden Tagen gibt es zudem eine spannende Fachausstellung und eine Start-up-Lounge. Für den Einlass kommt die 3G-Regel zum Einsatz, natürlich gibt es auch ein umfassendes Hygienekonzept für eine sorgenfreie Teilnahme.

 


 

Im Vorfeld der Veranstaltung wollten wir vom Vereinsobmann Franz Staberhofer wissen, wie es den Mitgliedern aktuell so geht: „Die Umsätze sind teilweise auf Rekordkurs, in vielen Bereichen sind Unternehmen ausgelastet bis ins zweite Quartal 2022. Eines der Hauptthemen ist natürlich das Personal, beispielsweise in der Gastronomie. Natürlich wird COVID uns weiter beschäftigen, aber wir sind in den letzten 1,5 Jahren gut damit umgegangen, und so wird es auch weiterhin sein. Bei der Veranstaltung bietet wir durch 3G maximale Sicherheit, wie es das Gesetz und auch die Vernunft uns vorschreiben.“ Wie sieht er die aktuellen Bemühungen hinsichtlich Klimaschutz? „Ich stimme der Feststellung des Rechnungshofes zu und bin persönlich davon überzeugt, dass einschneidende, heftige Maßnahmen nötig sind, um eine Änderung zu erzielen. Allerdings sind die Wünsche der Beteiligten oft widersprüchlich und die Konsequenzen und deren Umsetzung sind zu kurz gedacht. So passen der Green Deal und das Lieferkettengesetz teilweise nur schlecht zusammen. Denn wenn Elektroautos die Lösung der Co2 Problematik sein sollen, Lithium aber beispielsweise aus Afghanistan kommt, passt das einfach nicht. Maßnahmen zum besseren Umgang mit Ressourcen sind wichtig, und die Logistik und die Supply Chain müssen ihren Beitrag leisten, aber wir wollen keine sinnlosen Aktionen mittragen. Angenommen, man würde 6 Millionen LKW durch Elektrofahrzeuge austauschen, dann wäre das keine nachhaltige Lösung – besser ist es, weniger LKW einzusetzen, beispielsweise durch neue Transportkonzepte. Es braucht dringend ein Re-Think: wenn man es ernst meint, dann muss man den Themen mit neuen Zugängen begegnen anstatt mit zu kurz gedachten Maßnahmen. Hier fehlt aktuell die Nüchternheit. Darum unser Veranstaltungsmotto, hier werden Beispiele für reale Beiträge aufgezeigt, die sich auch umsetzen lassen.“

 

LOGISTIK express Journal 4/2021

Innovationsvorreiter in der Logistik

Die Stranzinger Gruppe kann auf 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Logistics, Packaging, Transport, Storage, Fulfillment und Mobility zurückblicken. Der Leitsatz – „LOGISTIK NEU GEDACHT!“ steckt in jeder einzelnen Kundenlösung.

Beitrag: Redaktion.

Die weiter anhaltende Nachfrage an individuellen Lösungen im Online-Handel bestätigt die konsequente Weiterentwicklung der Stranzinger Gruppe. Digitalisierung und Ökologisierung sind in der heutigen Zeit maßgebliche Innovationstreiber, welche unsere Lebens- und Verhaltensweisen nachhaltig ändern. Diese Entwicklungen und Veränderungen gestalten wir mit unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern aktiv mit.

Mit dem Leistungsbereich Fulfillment bietet die Stranzinger Gruppe individuelle Logistiklösungen für die Welt im E-Commerce. Regional oder global werden alle notwendigen Schritte nach der Produktion von A (ab Rampe) bis Z (wie Zustellung) übernommen, bis das reale Paket dem Kunden übergeben wird. Als Logistikexperte werden auch Zusatzleistungen, Retourenabwicklung, Veredelungen und vieles mehr angeboten.

E-Commerce 3.0 – Die Welt des E-Commerce!
Mit der Initiative E-Commerce 3.0 wurde in Kooperation mit Global.Web.Shop die Lösung für mitteleuropäische KMU´s geschaffen, ihren Absatz auf den globalen Markt auszubreiten. Dabei wird auf regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit gesetzt. Klein- und Mittelbetriebe werden bei der Marktplatzierung, dem Logistikkonzept sowie bei allen weiteren Rahmenbedingungen unterstützt. Für jedes Produkt werden die passenden Marktplätze in den geeigneten Ländern erarbeitet. Unter rund 15.000 verschiedenen Online-Marktplätzen weltweit wird eine selektive Auswahl getroffen. Mit dem Ziel ein gesundes Wachstum zu generieren und regionale Arbeitsplätze zu sichern. Die Abwicklung aus einer Hand von Supply Chain Management, Marketing und Vertrieb gewährleistet einen erfolgreichen E-Commerce Auftritt unabhängig von der Unternehmensgröße.

Mag. Alexander Stelzer LL.M. LL.M., Managing Director, Stranzinger Gruppe: Die Stranzinger Gruppe legt ganz klar ihren Fokus auf Innovation, Digitalisierung, Ökonomie und Ökologie. Wir sind der Outsourcing Partner für alle Unternehmen mit Logistikbedarf. Vorrauschauend agieren und die Zukunft selbst gestalten, sichert uns einen wesentlichen Wettbewerbsvorsprung. Mit unserem Dienstleistungsangebot stellen wir uns den Herausforderungen in der Logistikbranche und generieren neue Denkmuster.

Dominik Stranzinger, Managing Director, Stranzinger Gruppe: Der exponentiell steigende Onlinehandel, verbunden mit ständig wechselnden Wirtschaftslagen führte die Stranzinger Gruppe vor 3 Jahren zu dem Thema Fulfillment. Gemeinsam mit unserem Partner Global.Web.Shop gelang es uns die Initiative „E-Commerce 3.0“ zu starten, um KMU´s eine Alternative zum stationären Geschäft zu bieten. Wir sind stolz auf unsere Partnerschaften mit der FH OÖ, Fraunhofer Austria und dem Handelsverband Österreich als Unterstützer und Projektbegleiter, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten.

SCORE – „Scouting the Future of Retail“
Um weiterhin die Trends und Entwicklungen im Kontext des Handels der Zukunft zu erkennen, erweitert die Stranzinger Gruppe ihr Partnernetzwerk mit der FH Oberösterreich durch die „SCORE“ Mitgliedschaft. Wir sind dadurch aktives Mitglied im Netzwerk „logistikum.RETAIL“. „SCORE“ ist eine Initiative des Netzwerkes „logistikum.RETAIL“ und verfolgt als Zusammenschluss von Wirtschaft und Wissenschaft das Ziel, Trends und Entwicklungen im Kontext des Handels der Zukunft zu erkennen. Eine Trend-Analyse dient als Ausgangsbasis für eine unternehmensinterne Use-Case-Definition. Die Mission ist, Unsicherheiten zu reduzieren und zielgerichtet den Handel der Zukunft und seine Implikationen greifbarer und transparenter zu machen.

Prof. Dr. Oliver Schauer, Professor für Verkehrslogistik & Mobilität, FH Steyr: „Der Handel und die Disziplin Logistik sind aktuell zunehmend gefordert, sich neuen Herausforderungen zu stellen: Digitale Transformation, geänderte Customer Journey sowie neue Technologien fordern ein teils radikales Um- und Neudenken. Neue Beziehungen zwischen Handel, Kunden und Dienstleister entstehen. Durch SCORE, mit seinem aktiven Corporate Foresight und Trendmonitoring Ansatz, sind die Unternehmenspartner gerüstet, um auf aktuelle Entwicklungen proaktiv zu reagieren.“

„PhysICAL“ – Physical Internet through Cooperative Austrian Logistics.
Das Leitprojekt „PhysICAL“ mit Fraunhofer Austria als Konsortialführer und insgesamt 17 Projektpartnern verfolgt ein Ziel: „Gemeinsam gegen den Klimawandel!“ Forschung und Entwicklung in den Bereichen kooperative Logistik und Physical Internet können einige Herausforderungen im Gütertransport minimieren. Dies bringt nicht nur der Transportwirtschaft einen ökonomischen Vorteil, sondern auch der Gesellschaft einen sozioökonomischen Nutzen.

In den nächsten 4 Jahren arbeiten die Projektpartner aus Transportwirtschaft und Logistik an Verkehrsverlagerung und Emissionsminderung und können auf diese Weise den Energieverbrauch um mindestens 30% reduzieren. Die Stranzinger Gruppe ist in „PhysICAL“ mit dem eigenen Use Case „Supply Chain 3.0“ vertreten, der eine der wesentlichen Säulen des Forschungsprojektes darstellt. Lagerung, Transporte und IT-Lösungen für produzierende KMU´s sollen gemeinsam abgewickelt und der E-Commerce dadurch höchst effizient gestaltet werden. Damit verspricht man sich eine Effizienzsteigerung in der gesamten Logistikkette um bis zu 30%.

Dr. Sandra Stein, Forschungskoordinatorin, Fraunhofer Austria Research GmbH: Die Fallstudie mit der Stranzinger Gruppe ist besonders spannend, denn hier geht es ganz konkret darum, Kunden für kooperative Logistik zu gewinnen und diese kooperative Logistik auch durchzuführen. Wir sind gespannt, welchen Herausforderungen wir uns dabei stellen werden und welche Chancen wir mit den Kunden gemeinsam identifizieren können!

Ing. Mag. Rainer Will, Geschäftsführer, Handelsverband Österreich: Wir finden in jedem Supermarkt Bananen und Avocados, das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Kaum jemand denkt darüber nach, wie weit sie gereist sind. Ohne moderne Logistik gäbe es keine Globalisierung. Mittlerweile ist Österreich der Logistikstandort für Zentral-, Südost- und Osteuropa mit mehr als 11.000 Unternehmen und 160.000 Beschäftigten. Heute gelten Kollaboration und Supply Chain Management zurecht als best practice und bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit vieler Händler.

Der E-Commerce-Boom hat die logistischen Abläufe enorm komplex und anspruchsvoll gemacht. Jeder einzelne Verbraucher hat eigene Vorlieben. Dasselbe gilt auch für die Trends zu Social Delivery, der Zustellung per Drohne und der Entwicklung der Einkaufsstraße zum Distributionszentrum. Das ist eine komplett neue Version der traditionellen Logistik und hierfür braucht es kompetente Dienstleister wie die Stranzinger Gruppe. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 6/2020

Würth Industrie Service und Fraunhofer lassen Systeme kommunizieren

Digital. Real. Transparent. Innovation durch Kooperation.

Beitrag: Redaktion.

Innovationsprozesse in Unternehmen finden in einem Umfeld steigender Kundenanforderungen, hoher Innovationsgeschwindigkeiten sowie eines sich stetig verändernden Wettbewerbs- und Marktumfeldes statt. Dieser Umstand fordert ein Höchstmaß an strategischem und längerfristigem Handeln. Als Schlüssel zum Erfolg und somit als einer der Lösungswege zunehmender Komplexitätssteigerung sehen Unternehmen die Schließung von Kooperationen. Auch die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG nutzt verstärkt Innovationskooperationen und -netzwerke, um durch die Zusammenarbeit kompetenter Partner ihre Innovationsfähigkeit zu stärken, die eigenen Kompetenzen zu erweitern sowie neue Marktsegmente zu erschließen.

Vordergründig geht es um den Ausbau des Unternehmens in seiner Rolle als einer der umfassenden Partner im C-Teile-Management. Dabei gilt die digitale Transformation als wegweisende Triebfeder. Insbesondere in herausfordernden Zeiten zeigt sich die Wichtigkeit digitaler sowie automatisierter Geschäftsprozesse. Mit innovativen Lösungen setzt die Würth Industrie Service konsequent auf ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit.

Mit über 20 Jahren Expertise auf dem Markt hat sich die Würth Industrie Service innerhalb der Würth-Gruppe auf modulare Beschaffungs- und Logistikkonzepte für Industriekunden spezialisiert. Maximale Prozess- und Versorgungssicherheit sowie eine größtmögliche Sicherheit der System- und Produktqualität, passgenau auf die Anforderungen jedes einzelnen Kunden zugeschnitten, bilden dabei die Basis für ein effizientes C-Teile-Management.

Nicht nur im Bereich der Logistik wird die Würth Industrie Service ihrer Rolle als Innovationsführer gerecht. Digitale, vernetzte Systeme und Automatisierungstechnologien finden schon seit vielen Jahren Einsatz. Gemeinsam mit über 20.000 Kunden weltweit werden innovative Versorgungslösungen für eine automatisierte und sichere C-Teile-Versorgung konzipiert und Ideen in Innovationen umgesetzt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Forschung und Industrie kennt die Würth Industrie Service die Problemstellungen produzierender Unternehmen und schafft Innovationen, die den resultierenden Anforderungen von Industrie 4.0 gewachsen sind. „Wir sehen uns nicht nur in der Pflicht, neue Entwicklungen umzusetzen, sondern auch aktiv voranzutreiben“, erklärt Stefan Reuss, Geschäftsleitung Digital Solutions und IT der Würth Industrie Service. Vor allem im C-Teile-Management gewinnen heute und auch in Zukunft digitale Lösungen an Bedeutung.

Kooperation mit dem Fraunhofer IML: Hand in Hand zum Erfolg!
Bereits seit 2013 leistet die Würth Industrie Service zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML erfolgreiche Entwicklungsarbeit an intelligenten Zukunftslösungen. Durch die aktive Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist das Unternehmen dazu imstande, Technologietrends rund um ein effizientes C-Teile-Management frühzeitig und punktgenau zu realisieren. Somit ist die Würth Industrie Service maßgeblich und langfristig Teil an der Entwicklung der Logistik von morgen. Stefan Reuss ist überzeugt: „Als junges innovatives Unternehmen profitiert die Würth Industrie Service von der leistungsstarken Fach- und Methodenkompetenz in allen Bereichen. Wir können auf das gesamte Know-how des Fraunhofer-Netzwerks zurückgreifen. Neue Ideen können strukturiert in Lösungskonzepte und darauf basierende praxisorientierte Systeme sowie anwendungsspezifische Produkte überführt werden. Die Kooperation zwischen dem Fraunhofer IML und der Würth Industrie Service bietet dazu die notwendige
Flexibilität.“

Digitalisierung als wegweisende Triebfeder im modernen C-Teile-Management.
Vernetzte und aufeinander abgestimmte Systeme bilden den Ausgangspunkt für Industrie 4.0 im modernen C-Teile-Management. Es sind Systeme, die gleichzeitig Unmengen von Daten generieren. Dies betrifft auch die digitalisierte Bestellung, Verwaltung und das Handling von Produktions- und Betriebsmitteln. Millionen von Datensätzen fallen pro Monat in einem mittelständischen Industrieunternehmen an. Gleichzeitig wird es immer wichtiger die Wertschöpfungskette und Intralogistikabläufe zu harmonisieren und effizient auszurichten.

Erst ein maßgeschneidertes Geschäftsmodell macht aus dem Datenvorrat der Würth Industrie Service einen potenziellen Umsatz-Garanten. Genau hier setzt das Unternehmen mit der Neukonzeption von rein datenbasierten Geschäftsmodellen im Rahmen der Kooperation an und leistet aktiv Entwicklungsarbeit. Denn eines steht fest: Für Industriekunden ist die Transparenz und Nachvollziehbarkeit über ihre Bestände ein wichtiger Erfolgsfaktor.  Deshalb legt die Würth Industrie Service den Fokus auf eine konsequente Weiterentwicklung der Technologien, und das in
Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Dabei lautet die Devise: Hand in Hand zum Erfolg!

Dem Anspruch „Systeme vernetzen sich – Digital. Real. Transparent.“ wird das iDISPLAY in seiner vollumfänglichen Funktionalität gerecht. Entwicklungsarbeit an der Studie leistet das Unternehmen in Kooperation mit dem Fraunhofer IML. Das Ergebnis des Prototypens: Ein weiterer Meilenstein im C-Teile-Management in Richtung Industrie 4.0. Über das iDISPLAY, einem multifunktionalen Regaletikett, welches autark am Lagerort funktioniert, können produzierende Unternehmen direkt am Lagerort interagieren und verschiedene Prozesse innerhalb ihrer Wertschöpfungskette unmittelbar anstoßen. Es gelingt zum ersten Mal nicht nur ein Austausch von der digitalen in die reale Welt, sondern auch eine Kommunikation von der Wirklichkeit in die Virtualität. Das sorgt für ein Höchstmaß an Daten- und Informationstransparenz!

Mit dem Versprechen maximaler Transparenz überzeugt auch die Studie zum iBin®: Der erste intelligente Kanban Behälter.  Die Würth Industrie Service präsentiert als erster C-Teile-Partner ein optisches Bestellsystem, das die gesamte Materialwirtschaft nachhaltig revolutioniert. Zum ersten Mal ist es gelungen, auf Behälterebene eine Füllstands-, Zähl- und Bestellinformation der Artikel per integrierter Kamera über RFID-Technologie automatisiert an das Warenwirtschaftssystem zu übermitteln. Damit ist eine verbrauchsgesteuerte Lieferung von Kleinteilen für den Produktionsbedarf nicht nur Just-in-time möglich, sondern die C-Teile-Versorgung erfolgt per Echtzeit-Übertragung. Ein zukunftsweisendes, intelligentes System, das neue Maßstäbe setzt.

Erfolgreiche Entwicklungsarbeit bedeutet in diesem Fall Innovation durch Kooperation: Der iBin® ist eine gemeinschaftliche Entwicklung der Würth Elektronik ICS GmbH & Co. KG und der Würth Industrie Service und zeigt die Dynamik sowie Innovationskraft der Gesellschaften der Würth-Gruppe auf einem einzigartig hohen Niveau. Ausgehend von der LogiMAT 2013 wurden im Rahmen der Kooperationsarbeit zahlreiche Weiterentwicklungen sowie innovative Ansätze der Technologie geprüft.
Um den Einsatzbereich am Lagerort in Zukunft noch effizienter zu gestalten, fokussiert sich die Würth Industrie Service durch die konsequente Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML zusätzlich auf das Entwickeln innovativer Lösungen in Richtung nahtlose Indoor-Lokalisierung sowie Indoor-Navigation mit dem Vorhaben, die Systeme der Würth Industrie Service bei ihren Kunden weltweit vor Ort
lokalisieren zu können. Ob Kanban-Systeme, Lagersysteme oder Automatensysteme: Um die Vor-Ort-Betreuung gezielt zu optimieren, vertraut das Unternehmen auf das Know-how des Fraunhofer-Netzwerks.

Die Devise: Als Schlüssel zum Erfolg sieht die Würth Industrie Service die Schließung von Kooperationen. Dies ebnet als sicherer C-Teile-Partner auch den Weg durch herausfordernde Zeiten. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML schärft das Verständnis innovativer Kompetenzen. Nur so gelingt es im Hinblick des globalen Wettbewerbs, steigenden Kundenanforderungen und hohen Innovationsgeschwindigkeiten, Visionen zeitnah sowie konsequent in die Realität umzusetzen. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 4/2020