eCommerce Day 2022 versammelte Retail Rockstars & Gamechanger in Wien

Mehr als 300 Teilnehmer beim Gipfeltreffen der heimischen eCommerce Branche. Austrian Trustmark Awards an Hornbach, Lampenwelt und Julius Meinl am Graben verliehen.

Beitrag: Handelsverband.

Am Mittwoch, 22. Juni, war es wieder soweit: Das Who is Who der heimischen Handelsbranche kam beim eCommerce Day des Handelsverbandes im Nordlicht Wien zusammen. HV-Präsident Stephan Mayer-Heinisch und HV-Geschäftsführer Rainer Will eröffneten die 22. Ausgabe des wichtigsten österreichischen Onlinehandelskongresses, Puls4-Anchor Werner Sejka moderierte charmant durch das Tagesprogramm. Die Themenpalette reichte von Influencer Marketing im eCommerce über neue Shopsysteme, Nachhaltigkeit als Megatrend und innovative Paymentlösungen bis hin zu Corporate Podcasts, Live Shopping und Retourenmanagement 3.0.Unter dem Kongressmotto #gamechanger sorgten phänomenale Branchenexperten mit ihren Keynotes, Best Practices, im Fireside Chat sowie bei den Podiumsdiskussionen für Begeisterung bei den mehr als 300 Teilnehmer. Live on Stage waren dieses Mal u.a. der YouTube-Star, Influencer und Kabarettist Michael Buchinger, Kunstgenie Marcin Glod, Influencerin Vada Müller sowie Warda Network-Gründer Eugen Prosquill. Die vier Youngster gaben in der Stammtisch-Runde spannende Antworten auf die Frage, wie “Rockstar-Marketing” in der Praxis funktioniert.

Post-Vorstandsmitglied Peter Umundum, Google Österreich-Chefin Christine Antlanger-Winter, shöpping-Geschäftsführer Robert Hadzetovic, Johannes Weinzierl (Hartlauer), Rainer Rauch (Mode Roth), Bernhard Moser(dm), Silvia Kollmann (Mercateo Unite), Eustachius Kreimer (Kastner & Öhler), Harald Gutschi (UNITO/Otto), Diana Cappel (SAP), Rainer Friedl (Emakina), Josef Grabner (LINK Mobility), Nick Holscher (Connected Retail by Zalando), Michael Jahn (FIEGE Austria), Sebastian Hörmann (Palmers), Nikolaus Köchelhuber (EY), Piotr Kwasniak (Mastercard), Christian Steinwender (Concardis Nets Group), Lili Pajer (Google Austria), Christian Pirkner (Blue Code), Michael Sahlender (Mirakl), Stefanie Ahammer (VISA), Lukas Wieser (MyFlexbox) und Wolfgang Ziniel (KMU Forschung Austria) sowie Isabel Lamotte (Handelsverband) rundeten das erstklassige Lineup ab. In der traditionellen Startup Session durften Franz Tretter (hello again), Markus Fallenböck (Userwerk), Manuel Messner (Mazing), Annabell Ocsofszki (Youbuyda), Bernhard Reiterer (SignD) und Paul Varga (Playbrush) pitchen was das Zeug hält. Ein Highlight der Veranstaltung war die Verleihung des heiß begehrten Austrian Trustmark Awards 2022 unter der Schirmherrschaft von Mastercard durch Piotr Kwasniak (Head of Business Development Digital, Mastercard) und Rainer Will für herausragende, innovative eCommerce- und Omnichannel-Lösungen.

  • Gewinner in der Kategorie “Best Mobile
  • Performance”: Julius Meinl am Graben.
  • Gewinner in der Kategorie “Best
  • Omnichannel Experience”: Hornbach.
  • Gewinner in der Kategorie “Best
  • Online Shop”: Lampenwelt.

Der Handelsverband und Mastercard gratulieren den drei Gewinnern herzlich.

Der eCommerce Day 2022 wurde großzügig unterstützt von den Platin-Sponsoren Österreichische Post, Salesforce, Sintra Consulting, Google & Mastercard sowie den Gold-Partnern Bluecode, Coeo, CRIF, DHL, Fiege, LINK Mobility, MyFlexbox, Nexi, OÖ Nachrichten, Visa und Zalando Connected Retail. (RED)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


Omnichannel Readiness Index: 60% empfinden Online-Shopping inspirierend

Handelsverband, Google und MindTake präsentierten die fünfte Ausgabe des Reports zur Digitalisierung des heimischen Handels. Hornbach Gesamtsieger. Thalia punktet bei Channel Integration.

Beitrag: Isabel Lamotte.

Gekommen, um zu bleiben: Neue Online-Services, die sich pandemiebedingt etabliert haben, werden auch nach Corona weiter
ausgebaut. Nachhaltigkeit und Regionalität sind den Konsumenten wichtig und Online-Shopping gilt als inspirierend. Dies sind zentrale Ergebnisse des fünften Omnichannel Readiness Index (ORI), der die Kunst beleuchtet, Online- und Offline-Vertriebskanäle zu verbinden. Dafür wurden 1.000 Konsumenten befragt und 44 führende österreichische Einzelhändler auf Herz und Nieren untersucht.

„Der Kundenansprache vor dem Kauf kommt höchste Priorität zu. 60% der befragten Online-Käufer empfinden Online-Shopping als inspirierend, 40% sogar als Spaß und Entspannung. Um den Kaufentscheidungsprozess optimal zu unterstützen, erwarten sich die Kunden zielgruppengerechten Content und einen Onlineshop, der als digitaler Zwilling der Wunschfiliale fungiert und das Sortiment gespiegelt abbildet. Die Trends reichen von Appointment-Shopping über Showrooming bis zu virtueller Live-Beratung“, bilanziert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die Ergebnisse des ORI, dem digitalen Benchmark des österreichischen Handels.

Zielgruppengerecht emotional kommunizieren.
94 Prozent der befragten Händler bieten im Webshop zusätzlichen Content an, etwa Ratgeber-Texte, Videos, Expertentipps oder Look-Fotos – und neuerdings auch verschiedene Live-Formate. Das trägt Früchte: Knapp zwei Drittel der Konsumenten empfinden
Online-Shopping als inspirierend. Insbesondere die jüngeren Zielgruppen assoziieren damit neben Inspiration auch Spaß, Unterhaltung und Entspannung. Dennoch sind viele sehr pragmatische Potenziale im Omnichannel Retailing noch zu heben. 80 Prozent der Konsumenten wünschen sich etwa, den genauen Tag der Lieferung eines Produktes vor der Bestellung zu kennen – dies erfüllen nur 13 Prozent der analysierten Händler.

78 Prozent der Konsumenten wollen die angezeigten Produkte im Webshop auf eine einzige Filiale einschränken können, um so gezielt – wie vor Ort im Laden – shoppen zu können, doch nur 19 Prozent der Händler nutzen ihre Bestandsdaten für einen solchen Filter. Das sind immerhin 7 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.

New Ways of Shopping.
Ein besonderes Augenmerk wurde im ORI 2022 auf neue Formate gelegt. Aus der Not geboren beispielsweise war das Shoppen nach Terminvereinbarung – um die Zahl der Kunden im Geschäft pandemiebedingt zu kontrollieren. Die daraus entstandene Tugend heißt nun Appointment Shopping. Konsumenten können bei einem Händler online oder telefonisch einen Termin für den Einkauf in der Filiale vereinbaren. Während dieses Termins steht ein Berater exklusiv zur Verfügung. Optional können Kunden auch vorab schon Wünsche bekannt geben, sodass das Personal für den Termin gewisse Waren für die Begutachtung bereitstellen kann. Knapp die Hälfte der befragten Händler bietet Appointment Shopping bereits an, jeder zehnte Konsument hat das Angebot bereits genutzt und jeder Dritte gibt an, es wahrscheinlich wahrzunehmen.

Ebenfalls auf dem Vormarsch ist das Konzept des Showroomings. Händler lagern nur wenige Stücke eines Artikels in der Filiale und nutzen den Platz stattdessen, um ein breites Angebot zu zeigen, zum An- und Ausprobieren. Der gewünschte Artikel wird dann nicht mitgenommen, sondern später nach Hause zugestellt. Dies finden 45 Prozent der Kunden attraktiv, mehr als die Hälfte der Händler praktizieren Showrooming bereits in ausgewählten Filialen oder planen ein solches Angebot.

Bei den Händlern noch schleppend entwickelt sich das Scan & Go Modell, bei welchem Kunden in der Filiale mittels App ein Produkt selbst scannen und online bezahlen – und sich damit das Anstellen an der Kassa ersparen. 39 Prozent der Kunden würde dies wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich nutzen, in der Zielgruppe der 18-29-jährigen sogar mehr als die Hälfte. Allerdings bieten dies nur 14 Prozent der befragten Händler zumindest in ausgewählten Filialen an. Einige planen ein entsprechendes Service, aber mehr als die Hälfte der Händler gibt an, dass dies derzeit kein Thema für sie ist.

Beliebt bei Handel und Konsumenten sind auch Live-Formate. Ein Drittel der Händler, bietet Live-Beratung im Online-Shop an, zum Beispiel in Form einer Video-Konferenz, um Produkte vorzuführen oder eine Küchenplanung anzubieten. Ein Viertel der befragten Händler hat sich schon am virtuellen Live-Shopping versucht – ein Livestream, bei welchem Personen (z.B. Influencer) Produkte testen und weiterempfehlen. Konsumenten können per Chat Fragen zu den Produkten stellen, welche Ihnen direkt live beantwortet werden. Dieses Format finden 21 Prozent der Konsumenten spannend, allen voran Bewegtbild-verwöhnte 18-29-jährige (33 Prozent).

“Wir sehen vor allem in der jüngeren Zielgruppe (Gen Z), dass sie zu Marken eine Verbindung aufbauen möchten. Sie wollen inspiriert werden, eine Geschichte erzählt bekommen und „brand love“ aufbauen. Hierfür sind visuelle Bewegtbild-Formate besonders gut ge-
eignet. Um sich für die Zukunft zu wappnen, gilt es, diese Zielgruppe heute für sich zu gewinnen, da sie bis 2030 etwa 16% der privaten Ausgaben ausmachen werden,” so Lili Pajer, Retail Lead bei Google.

Nachhaltigkeit und Regionalität: Bitte gut sichtbar im Online-Shop.
Dass Händler nachhaltig agieren, ist für zwei Drittel der Konsumenten wichtig, etwa durch nachhaltige Zustellung oder ökologische Produkte und Verpackungen. Auch Regionalitätsbemühungen werden hochgeschätzt. Darauf haben die befragten Händler Antworten: 76 Prozent setzen auf ein Angebot nachhaltig zertifizierter Produkte, 65 Prozent praktizieren aktiv Verpackungsreduktion, 62 Prozent optimieren ihre Lieferketten – und 60 Prozent der analysierten Händler zeigen dies gut sichtbar im Webshop auf einer Nachhaltigkeitsseite.

Hornbach ist Gesamtsieger, Thalia erreicht 100% im Bereich Channel Integration.
Den ORI-Gesamtsieg hat sich 2022 Hornbach gesichert, gefolgt von Kastner&Öhler und Gigasport. Der Omnichannel Readiness Index bringt aber auch Kategorie-Sieger hervor: Thalia hat zum zweiten Mal in Folge die vollen 100% in der Omnichannel-Königsdisziplin „Channel Integration“ erreicht. Der Buchhändler bietet maximale Flexibilität bei der Kaufabwicklung, und das völlig vertriebskanalunabhängig und nahtlos, Click & Collect, Reserve & Collect, Retoure online bestellter Waren in der Filiale, Abholstationen für 24/7 Abholung, rasche Bereitstellung der Click & Collect Waren, und dies stets kostenlos.

„Zusätzlich ist es besonders spannend zu analysieren, welche Händler sich in Hinblick auf ihr Omnichannel-Angebot im Vergleich zur Vorjahres-Studie besonders positiv ent-wickelt haben. In diesem Jahr zählen Libro, dm, Hartlauer, Ikea und Intersport zu den Top-Aufsteigern, weil sie etliche – von Kunden gewünschte – Features nun zusätzlich anbieten. Es freut uns immer wieder zu sehen, dass der Omnichannel Readiness Index ein etabliertes Tool ist, mit dem Händler aktiv an ihren Potenzialen arbeiten“, so Martina Oberrauch, Studienleiterin und Senior Research Consul-tant bei MindTake Research.

Diese Händler legen die Messlatte: ORI Branchensieger:innen.

  • Wohnen, Einrichten & Heimwerken:
  • Hornbach (78%)
  • Fashion & Accessoires: Kastner & Öhler (76%)
  • Sport: Gigasport (75%)
  • Bücher & Papierbedarf: Libro (73%)
  • Drogerie: Marionnaud (68%)
  • Computer & Elektro(nik): Hartlauer (68%)
  • Lifestyle & Hobby: Tchibo (68%)
  • Lebensmitteleinzelhandel: Billa (68%)

ORI Kategoriesieger:

  • Mobile Friendliness: Deichmann (99%)
  • Transparenz & Vertrauen: Billa (86%)
  • Personalisierung, Loyalty und Sharing: Hornbach (86%)
  • Flexible Kontaktmöglichkeiten: Kastner & Öhler, Gigasport (77%)
  • Payment, Fulfillment & Returns: Kastner & Öhler, Gigasport (84%)
  • Wegweiser in die Filiale: Interspar, dm, Palmers, Hartlauer (99%)
  • Channel Integration: Thalia (100%)

Die Studien und Benchmarks des Handelsverbandes werden allen Handelsverband-Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für KMU Händler ist die HV-Mitgliedschaft im Rahmen von www.kmu-retail.at kostenfrei. (IL)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


eCommerce & Logistik on tour

Die Blogtour des LOGISTIK express hat im Juni zwei wichtige Veranstaltungen besucht: den eCommerce Day 2022 in Wien und das VNL Logistik-Forum Wien. Beide Veranstaltungen hatten Top-Referenten zu bieten und die heimische Logistik-Elite war präsent. Wir haben einige Vertreter vor der Kamera gebeten und befragt.

Redaktion: Peter R. Nestler.

Der Handelsverband bat am 22. Juni zum eCommerce Day 2022 ins Nordlicht im Norden Wiens. Trotz der Hitze ließen sich die Onlinehandelsexperten nicht zwei Mal bitten – der Andrang war enorm. Mehr als 300 Teilnehmer zeigten sich beim Gipfeltreffen der heimischen eCommerce-Branche. Den ganzen Tag über gab es spannende Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes und dessen Geschäftsführer Rainer Will eröffneten die 22. Ausgabe des wichtigsten österreichischen Onlinehandelskongresses, Werner Sejka von Puls4 moderierte durch das Tagesprogramm.

Die Themenpalette war breit gefächert und reichte vom Influencer Marketing im eCommerce über moderne Shopsysteme, das Thema Nachhaltigkeit als Megatrend und innovative Paymentlösungen bis hin zu Corporate Podcasts, Live Shopping und Retourenmanagement 3.0. Das Kongressmotto lautete dieses Mal #gamechanger – die Bedeutung von eCommerce ist bei vielen Leuten seit der Pandemie so richtig ins Bewusstsein gerückt. Der eCommerce Day hat das nochmals eindrucksvoll unterstrichen. Wir haben uns wohl gefühlt und sind aus dem Reden mit den Gästen gar nicht mehr nachgekommen. Der LOGISTIK express hat einige Teilnehmer vors Mikrofon gebeten: https://youtu.be/3ntkpoPtgVY

Mitreißend präsentierten sich auf der Veranstaltung der YouTube-Star, Influencer und Kabarettist Michael Buchinger, Kunstgenie Marcin Glod, Influencerin Vada Müller sowie Warda Network-Gründer Eugen Prosquill. Die vier Youngster gaben in der Stammtisch-Runde spannende Antworten auf die Frage, wie “Rockstar-Marketing” in der Praxis funktioniert. Unter den prominenten Gästen zu sehen waren: Post-Vorstandsmitglied Peter Umundum, Google Österreich-Chefin Christine Antlanger-Winter, shöpping-Geschäftsführer Robert Hadzetovic, Johannes Weinzierl (Hartlauer), Rainer Rauch (Mode Roth), Bernhard Moser(dm), Silvia Kollmann (Mercateo Unite), Eustachius Kreimer (Kastner & Öhler), Harald Gutschi (UNITO/Otto), Diana Cappel (SAP), Rainer Friedl (Emakina), Josef Grabner (LINK Mobility), Nick Holscher (Connected Retail by Zalando), Michael Jahn (FIEGE Austria), Sebastian Hörmann (Palmers), Nikolaus Köchelhuber (EY), Piotr Kwasniak (Mastercard), Christian Steinwender (Concardis Nets Group), Lili Pajer (Google Austria), Christian Pirkner (Blue Code), Michael Sahlender (Mirakl), Stefanie Ahammer (VISA), Lukas Wieser (MyFlexbox) und Wolfgang Ziniel (KMU Forschung Austria) sowie Isabel Lamotte (Handelsverband).

Ein Highlight der Veranstaltung war wieder die Verleihung des heiß begehrten Austrian Trustmark Awards 2022 unter der Schirmherrschaft von Mastercard durch Piotr Kwasniak (Head of Business Development Digital, Mastercard) und Rainer Will für herausragende, innovative eCommerce- und Omnichannel-Lösungen.

Die diesjährigen Award-Gewinner sind:

  • Gewinner in der Kategorie “Best Mobile Performance”: Julius Meinl am Graben.
  •  Gewinner in der Kategorie “Best Omnichannel Experience”: Hornbach.
  •  Gewinner in der Kategorie “Best Online Shop”: Lampenwelt.

 

Der Verein Netzwerk Logistik (VNL) lud am 19. Mai zum 29. Logistik-Forum Wien 2022 ein. Gastgeber war dieses Mal die Österreichische Post AG, das Treffen fand daher auch in der Konzernzentrale der Österreichischen Post in 1030 Wien statt und hatte das Hauptthema „Lieferketten in Turbulenzen: Wie bleiben wir wettbewerbsfähig?“ Dazu gab es hochinteressante Keynotes: „Turbulenzen in Lieferketten: die volkswirtschaftliche Perspektive“, dargebracht von Stefan Fink, Chief Economist bei KPMG Österreich,

„Die neue österreichische CO2-Steuer“, mit Harald Galla (Steuerberater, Partner LeitnerLeitner), topaktuell: „Geopolitische Einschätzung Russlands und der Ukraine – eine kurz und mittelfristige Perspektive“, mit Univ. Prof. Dr. Gerhard Mangott (Professor für internationale Beziehungen, Universität Innsbruck) sowie „Die aktuelle Lage am Öl- und Gasmarkt“ mit Siegfried Kiss (Head of Business Development, RAG Austria AG).

Abgerundet wurde das VNL Logistik-Forum 2022 mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie bleiben wir wettbewerbsfähig? Was bedeuten die aktuellen Entwicklungen für SCM und Logistik?“. Zur Diskussion versammelten sich: Gerhard Mühlhans (RHI Magnesita), Claes Lindgren (IKEA), Alexander Till (Hafen Hamburg), Niklas Nitsch (Siemens), Stefan Huemer (Rexel); die Moderation übernahm Prof. Andreas Breinbauer (FH des BFI Wien).
Mehr auf www.vnl.at  (PN)

Eine weitere Top-Veranstaltung der Logistik gab es am 23. Und 24. Juni, den 27. Logistik Dialog 2022. Veranstalter BVL Bundesvereinigung Logistik lud diesmal zum Flughafen Wien in die nigelnagelneue Event Location Vienna International Airport City Space und tatsächlich folgten mehr als 800 Branchenvertreter der Einladung. Beeindruckend war gleich einmal die Fülle an Ausstellern, die der BVL rekrutieren konnte. Zu „rekrutieren“ passt auch der Caterer der Mittagsverpflegung, die wurde nämlich von der Bundesheer Logistikschule zur Verfügung gestellt: Gulasch aus der „Kanone“.

BVL-Präsident Dr. Roman Stiftner wachte wohlwollend über die Veranstaltung mit dem Slogan „Empowerment For Future“ und zeigte sich zufrieden über die zahlreiche Teilnahme. Schön zu sehen waren die viele persönlichen Gespräche zwischen den Keynotes, die sich an den Ständen anbahnten. Nach mehr als zwei Jahren Pause durch die Pandemie trifft sich die Branche wieder live. Wir haben uns wie viele andere auch den Weg durch die vielen Ausstellerstände gebahnt und jede Menge Spannendes gesehen: Menschen, Produkte, Lösungen – insgesamt eine großartige Leistungsschau der österreichischen Logisitikwirtschaft.

An beiden Tagen gab es eine Fülle an großartigen Vorträgen und Panels, der Zuschauerraum war dementsprechend zum Bersten voll. Die Themen reichten dabei von „Supply Chain Fitness Now Europe“ über „Circular Regional Value“, „Infrastruktur Fläche Nutzung“, „Cloud Crowd Share“ bis zum Special „Commerce Trend Service“. Durch die abschließende Fachausstellung „Alles Logistik“ führten schließlich gemeinsam Bundesministerin Dr. Susanne Raab und BVL-Präsident Dr. Roman Stiftner. Leider konnten wir nicht zur Networkingnight am zweiten Tag bleiben – dem Vernehmen nach war diese aber sehr unterhaltsam.

Die Stimmung in der Branche würden wir nach einer kurzen Befragung einiger Teilnehmer als gespannt, aber zuversichtlich bezeichnen. Dieses Build ergibt auch unsere am BVL Logistik-Dialog 2022 gedrehte Blogtour wieder: https://youtu.be/FPhCX-1KapQ

Zusammengefasst stellen wir fest: Es gibt zahlreiche Probleme – Krieg am Rande Europas, mangelndes Personal insbesondere bei den Frächtern, stark steigende Energie- und Treibstoffkosten, hohe Inflationsraten etc. Aber die Logistikbranche ist sich ihrer Bedeutung mehr denn je bewusst und stark gewillt, Lösungen anzubieten – im Sinne und für das Wohl aller!
Mehr auf www.bvl.at

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022

 


TECH DAY 2021

120 hochkarätige Besucher:innen bei Österreichs führendem Tech-Event, dem TECH DAY 2021. Retail Innovation Awards verliehen an den jö-Bonusclub, Hornbach & Hervis.

Beitrag: Julia Gerber.

Das digitalaffine Who is Who der Handelsbranche hat sich am 18. November beim alljährlichen TECH DAY des Handelsverbandes im 35. Stock des ThirtyFive getroffen. Der traditionelle Pflichttermin für die österreichische Onlinehandelsszene sowie Brancheninteressierte fand bereits zum 10. Mal statt, corona-bedingt dieses Mal unter strengsten 2G+ Vorschriften. 120 Teilnehmer:innen verfolgten das von Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will eröffnete TECH-Event. Anschließend gab es eine starke Keynote unter dem Motto “Neustart Österreich. Besser als es jemals war.” von Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger.

Unter dem Kongressmotto “The Future of Retail Technology” durfte das Publikum dieses Jahr dem Best Practice Beispiel von Pauline Schreuder (Nespresso) & Bernd Schuh (Cope Content Performance Group) lauschen, gefolgt von zwei Pecha Kucha Slots: Josef Grabner (LINK Mobility) präsentierte Conversational Marketing: Messaging 2.0 für Handel & eCommerce und Bernhard Hofbauer (A1) sprach über Smart Retail mit IoT & Analytics. Richard Proidl (NFON) teilte das Best Practice Beispiel “Fressnapf in der Cloud”, Michael Schuster (Speedinvest) verriet, wie QuickCommerce und Marktplätze die Wertschöpfungsketten und damit die Handelswelt verändern und Christoph Mammerler (CRIF) erklärte am Beispiel ESG Transparency Plattform, wie nachhaltiges Handeln heute funktioniert.

Im Podium “Payment Trends powered by P19 Payment Pioneers” mit Martin Sprengseis-Kogler (bluesource), Petia Niederländer (OeNB), Christian Renk (PAYONE) und Christian Hana (Unzer), das von der wunderbaren Birgit Kraft-Kinz (KRAFTKINZ) moderiert wurde, drehte sich alles um die Zahlungstrends der Zukunft. Franz Tretter (hello again) sprach über “Kundenbindung 4.0”, während Sabine Walch (Capacity Blockchain Solutions) die Teilnehmenden über cryptoWine staunen ließ: Österreichischer Qualitätswein, der per NFT ersteigert werden kann. Durch das Startup Zapping führte Isabel Lamotte (Handelsverband), bei dem fünf spannende Elevator Pitches stattfanden: Boomerank, We Ship, Jentis, inoqo und Fincredible durften ihre digitale Lösung für Handelsunternehmen präsentieren. Zu den Schwerpunkten des Events zählten dieses Mal: digitale Cloudlösungen, Conversational Marketing im eCommerce, Zahlungstrends, Kundenbindungslösungen, Kryptowährungen & NFT und Logistiklösungen. Darüber hinaus wurden bereits zum 6. Mal die begehrten Retail Innovation Awards in drei Kategorien vergeben:
* Best In-Store Solution
* Best Online bzw. Mobile Solution
* Best Omnichannel Innovation

60 Einreichungen, 15 Nominierte, 3 Sieger
Hornbach, Hervis und jö Bonus Club heißen die drei Sieger der diesjährigen “Austrian Retail Innovation Awards”. Mit dem Preis werden in Österreich tätige Handelsunter-nehmen für den Einsatz herausragender, innovativer Technologie-Lösungen ausgezeichnet. Die begehrten Trophäen wurden heuer zum bereits sechsten Mal vergeben – erneut in Zusammenarbeit mit Huawei als Schirmherr und Trending Topics als Medienpartner.

“Wir sind sehr stolz und freuen uns, mit jö&GO! eine Innovation made in Austria für unsere jö Mitglieder etabliert zu haben. Damit machen wir das Einkaufen mit jö nicht nur einfacher und bequemer, sondern stiften zudem den jö Mitgliedern einen täglichen Nutzen”, freut sich das Geschäftsführer-Duo Hanna Maier und Mario Günther Rauch.

“Das gesamte Hervis-Team freut sich riesig über die Auszeichnung mit dem Retail Innovation Award 2021 in der Kategorie ‚Best Online Solution‘. Für uns als Omnichannel-Vorreiter in Österreich ist der Award eine klare Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Digital-Offensive und der zukunftsweisenden Verzahnung von On- und Offline-Einkaufserlebnis auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig bieten wir unseren Kundinnen und Kunden im Rahmen unserer Omnichannel-Strategie auch österreichweit mobilen Zugang zu den Beratungsservices des Hervis Teams in den Stores vor Ort. Damit profitieren alle Hervis-Kunden sowohl in unseren Stores als auch online – zu Hause oder unterwegs – von unserer exzellenten Beratung und einer Reihe zusätzlicher Services“, ist Joel Hornstra, Leiter Internationales Projekt- und Prozessmanagement bei HERVIS, stolz.

Oliver Seda, Vorsitzender der Hervis Geschäftsführung ergänzt: “Mit dem Award werden sowohl Hervis, als auch alle Hervis-Kunden als Gewinner ausgezeichnet. Wir beweisen mit unserer konsequenten Omnichannel-Strategie, dass die enge Verzahnung aller Kanäle die große Zukunfts-Chance für den Handel ist: Hervis nützt damit sowohl einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber dem reinen Online-Handel als auch einen Erfolgsfaktor für die Stores – und bietet den Kundinnen und Kunden damit ein praktisches Einkaufserlebnis mit deutlichem Mehrwert und wichtigen Services. Mein Dank gilt an dieser Stelle besonders auch allen Hervis Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Omnichannel-Offensive von Hervis mit ihrem vollen Einsatz zu einem Erfolgsprojekt machen!”

“Die Auszeichnung in der Kategorie ‚Best Omnichannel Innovation‘ bestätigt unsere Vorreiterrolle in der Branche. Im HORNBACH Kundenkonto werden neben Onlinekäufen ab jetzt auch alle stationären Einkäufe automatisch erfasst. Durch diese innovative Verknüpfung von online und offline haben Kunden den Überblick über alle Rechnungen und können Garantieansprüche und Retouren problemlos über eine Stelle verwalten”, so Michael Hyna, e-Business Leiter bei HORNBACH Österreich.

Johannes Friewald, Marketingleiter HORNBACH Österreich, ergänzt: “Außerdem nehmen alle erfassten Einkäufe an unserem neuen Service ‚Dauertiefpreise. Sogar nach dem Kauf.‘ teil. Das bedeutet, sollte ein Artikel bis zu 30 Tage nach dem Kauf bei HORNBACH im Preis sinken, wird die Differenz im Kundenkonto automatisch gutgeschrieben. Unsere Kunden kaufen somit ihre Projekte immer zum günstigsten Preis bei HORNBACH.”

Rainer Will, Handelsverband: “Gerade jetzt in der Corona-Krise braucht der Handel neue Ideen und innovative Konzepte mit Umsetzungspotenzial mehr denn je. Die Qualität der eingereichten Projekte belegt, dass die österreichischen Händler mit der Zeit gehen und Digitalisierung hierzulande tatsächlich gelebt wird.”

(RED)

LOGISTIK express Journal 5/2021

Omnichannel Readiness Index 2020: Hornbach & OBI ex aequo auf Platz 1

Der Webshop als “digitaler Zwilling” des stationären Geschäfts wird zum Must-Have. Die jährliche ORI-Studie zeigt, welche Händler das in der Praxis am besten umgesetzt haben und in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenzial besteht.

Beitrag: Gerald Kühberger.

Online-Shopping gerade so, als wäre man im Geschäft, nur vom Sofa aus, rund um die Uhr: Auswählen aus dem Verfügbaren, zurücklegen lassen und abholen, wenn es gerade passt. Ohne Versandkosten, ohne Vorauskasse und mit der Möglichkeit, die Ware anzuprobieren und gegebenenfalls im Geschäft zu lassen. Der Trend geht in Richtung Webshop als digitales Abbild der vertrauten Filiale.

Der Konsument will den Lagerbestand kennen, ohne hinfahren zu müssen. Und verlässliche Öffnungszeiten, um keinen Weg umsonst zu machen. Beratung? Telefonisch mit Click-to-Call direkt in die Filiale oder online mittels “Frage zum Produkt stellen”.
Dieses Bild zeichnet der brandneue Omnichannel Readiness Index, der heuer zum bereits dritten Mal von Handelsverband, Google, Mindtake Research und g-Xperts präsentiert wurde. Die Wünsche der Konsumenten nach Click & Collect, Reserve & Collect, Zahlung bei Abholung und nach der Möglichkeit, direkt in der Filiale anrufen zu können, werden von den insgesamt 45 untersuchten Händlern bereits gut bedient.

Es zeigt sich jedoch auch ein großes Delta zwischen Kundenwunsch und Wirklichkeit: 81% der Konsumenten wünschen sich, im Webshop nach Produkten filtern zu können, die in einer bestimmten Filiale verfügbar sind. Dies offerieren jedoch nur 13% der Händler – immerhin doppelt so viele wie im letzten Jahr. Ähnlich verhält es sich mit der Funktion, im Online-Shop Fragen zu einem Produkt stellen zu können: Dies bieten nur 11% Händler an.

Große Potenziale bei der Nutzung von Google Maps.
Der Stellenwert des Onlineshops als digitale Kopie der vertrauten Filiale steigt ebenso wie jener des kanalübergreifenden Zusammenspiels von Webshop und stationärem Geschäft. Die Corona-Krise befeuert diesen Trend, da der Wunsch nach regionalen Produkten gleichermaßen zunimmt wie die Lust auf Onlineshopping. Mittlerweile werden zwei Drittel der stationären Umsätze in Österreich digital beeinflusst. Dieser Wert nimmt in der Krise weiter zu, da auch ältere Zielgruppen im Lock Down digital-affiner geworden sind.

ORI 2020 zeigt aber auch große Potenziale für österreichische Händler auf, unter anderem bei der Nutzung von Google Maps. Drei von vier Kunden, die auf dem Smartphone eine lokale Suche tätigen gehen in der Folge innerhalb von 24 Stunden auch in eine Filiale. Das zeigt, wie wichtig die Verzahnung von online und offline heute ist. Über 78% der Konsumenten erwarten beispielsweise eine Anzeige von Filialöffnungszeiten auf Google Maps. Diese werden zwar bei einem Großteil der Händler im Allgemeinen korrekt angezeigt (90%), allerdings pflegen nur 30% auch die Sonderöffnungszeiten – gerade in Krisenzeiten wäre dies essenziell, um dem Konsumenten Orientierung zu geben und die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Unerfüllte Konsumentenwünsche auf der letzten Meile.
Die ORI Diskrepanzanalyse, also der Vergleich der Kundenwünsche mit den realen Services der Händler, liefert weitere spannende Insights. Dass 84% der Konsumenten sich eine uneingeschränkte Gratis-Zustellung wünschen, dies jedoch nur 9% anbieten, überrascht nicht, ist aber auch eine wirtschaftliche Herausforderung für viele Händler. Manche Potenziale sind hingegen leichter zu heben: 58% der Kunden würde gerne online einen Rückruf anfordern, dies bieten jedoch nur 7% an.

In puncto Lieferung ist vom Händler Flexibilität gefordert. Je mehr Optionen, desto besser: Zwei Drittel der Käufer wünschen sich, zwischen verschiedenen Liefergeschwindigkeiten wählen zu können, etwa Standard und Express. 82% wollen den genauen Tag der Lieferung kennen – dies schaffen nur 18% der Händler. Eine optionale Same-Day-Zustellung finden 40% wertvoll – dies bieten ebenfalls 18% der Händler an.

Gewinner, Aufsteiger und Branchensieger.
Gleich zwei Gesamtsieger hat der ORI 2020 hervorgebracht: Die Baumarktbranche sichert sich die ersten Plätze. Hornbach, Letztjahreszweiter, hat den ersten Rang erklommen. Ex aequo an der Spitze ist der Mitbewerber Obi. Gratulation auch an Peek & Cloppenburg sowie Gigasport, die ebenfalls auf dem Siegertreppchen stehen. Der vollständige Omnichannel Readiness Index 2020 ist auf der Website des Handelsverbandes (www.handelsverband.at) kostenfrei abrufbar. (GK)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2020