Langfristige Investitionssicherheit mit AutoStore von Element Logic

Multichannel-Unternehmen Greendonkey schafft Platz und automatisiert mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem ist mit dem Lagerverwaltungssystem eManager optimal in die IT-Architektur von Greendonkey mit dem ERP-System Tricoma eingebunden und sorgt für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung.

Beitrag: Redaktion.

In Nagold, 25 Kilometer südwestlich von Stuttgart, hat sich mit der Greendonkey GmbH in den vergangenen zehn Jahren eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche etabliert. Greendonkey ist die Dachmarke für das Radzentrum Nagold und dessen Online-Handel. In einem ehemaligen Autohaus bietet das Ladengeschäft auf mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche alles, was Fahrradfahrer benötigen. Neben 800 vorrätigen Fahrrädern und hochwertigen E-Bikes führender Hersteller zählen dazu unter anderem Fahrradhelme, Fahrradteile und -zubehör, Sets, Werkstattverpackungen und Fahrradbekleidung sowie Fahrradträger, Kinderfahrradanhänger und sonstiges Zubehör. Parallel wurden im Internet eigene Online-Shops eingerichtet.

Inzwischen betreuen die 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Radzentrums 14.000 feste Kunden. Zudem verzeichnet die Adressdatenbank von Greendonkey mehr als 700.000 Online-Kunden. Insgesamt schreibt das 2011 gegründete Unternehmen zweistellige Millionen-Umsätze. „Mit unseren verschiedenen Vertriebskanälen decken wir vom Endkunden bis zum B2B Kunden alles ab“, erklärt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart das rapide Wachstum. „Als 2020 die Pandemie begann, war der Online-Handel für uns noch weit weg. Dann haben wir unser ganzes Personal im Online-Handel eingesetzt. Im August hatten wir schon 800 Sendungen verschickt. Heute schreiben wir 70 Prozent unseres Umsatzes mit dem Online-Handel, die Hälfte davon über den eigenen Webshop. Und wir sind technisch so aufgestellt, dass wir weiteres Wachstum stemmen können.“

Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse.
Die rasant positive Unternehmensentwicklung brachte Greendonkey allerdings zunehmend an die Grenze seiner Lagerkapazitäten. Vor diesem Hintergrund vertiefte Borkhart die Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse. Als übergeordnetes ERP-System wurde bereits 2013 das Warenwirtschaftssystem „Tricoma“ implementiert. „Tricoma ist schnell einsetzbar und bietet verschiedene Schnittstellen, sowohl zu den Handelsplattformen im Netz als auch zu intralogistisch Automatisierungssystemen“, erklärt Borkhart. „Nebenbei nehmen uns die Automatismen viel Arbeit ab.“ Diese Erfahrungen wurden mit einer im Januar 2022 in Betrieb genommene AutoStore-Anlage auch auf die Intralogistikprozesse der Lagerung und Kommissionierung behälterfähiger Artikel übertragen. Den Auftrag für Anlagenlayout und Projektrealisierung erhielt der Systemintegrator Element Logic, der erste offizielle AutoStore-Integrator.

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die Entscheidung für die AutoStore-Anlage fiel hinsichtlich Effizienz und Flexibilität mit Blick auf unsere Bestandsimmobilie und die Skalierbarkeit der Anlage nach einem Vergleich mehrerer Automatisierungsoptionen“

Das automatisierte Kleinteilelager- und Kommissioniersystem AutoStore zählt zu den markantesten Erfolgsgeschichten der Intralogistik in den vergangenen 20 Jahren. Weltweit sind inzwischen annähernd tausend der robotergestützten Anlagen installiert. Allein Element Logic, weltweit erfolgreichster AutoStore-Distributor des Jahres 2020 und 2021, hat inzwischen mehr als 200 AutoStore-Lösungen realisiert. Die Kombination aus Automatisierung der Intralogistik-Prozesse, Flexibilität einer durchgängig skalierbaren Komplettlösung und kompakter, energieeffizienter Anlagentechnik gelten als Erfolgsfaktoren des Systemkonzeptes. Anders als in herkömmlichen Automatisierten Kleintelelagern (AKL) werden die Behälter in den modular konzipierten AutoStore-Anlagen zur Kleinteilelagerung in Schächten übereinandergestapelt und von kleinen Robotern, sogenannten Robots, ein-, um- und ausgelagert. Die Behälterstapel werden in einem standardisierten, bis zu 6,20 Meter hohen Aluminium-Raster, dem sogenannten Grid, gelagert. Auf dessen Oberfläche arbeiten die Robots, heben die Behälter mit den gewünschten Waren an, übergeben sie an integrierte Arbeitsstationen, den sogenannten Ports, und stapeln die Behälter nach der Kommissionierung wieder in der Anlage ein.

Als Füll- und Kommissionierstationen sind Karussell-Ports für höhere Lagerdurchsätze, Conveyor-Ports für geringere Durchsätze und Relay-Ports für maximale Durchsätze verfügbar. Mit einer um 60 bis 70 Prozent verbesserten Raumausnutzung gegenüber herkömmlichen AKL-Lösungen erzielen AutoStore-Anlagen bei minimalem Flächenbedarf so die höchste Lagerdichte. Dabei lässt sich das Anlagenlayout exakt auf jedwede bauliche Gegebenheit angepassen – und es ist bei wachsendem Leistungs- oder Kapazitätsbedarf durch zusätzliche Robots, Ports oder Behälter-Schächte mühelos skalierbar. „Hoch verdichtete Lagerung, minimaler Flächenbedarf und eine schnelle, fehlerfreie Kommissionierung ohne Laufwege“, fasst Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland, zusammen. „Bei einem Energiebedarf von durchschnittlich 100 Watt je Robot pro Stunde weisen AutoStore-Anlagen zudem den geringsten Energieverbrauch unter den AKL-Lösungen auf.“ Faktoren, die mit den wachsenden Anforderungen an Reaktionszeiten und Prozesseffizienz durch den stark wachsenden Online-Handel und die Pandemie die Nachfrage nach AutoStore-Anlagen in den vergangenen Jahren weiter gefördert haben.

Schnelle Projektrealisierung.
So auch bei Greendonkey. Angepasst an die Rahmenbedingungen der niedrigen Raumhöhe von lediglich 3,30 Metern in der Bestandsimmobilie konzipierte Element Logic für den Omnichannel-Händler eine exakt zugeschnittene automatisierten AutoStore-Anlage. „Nachdem Lagergröße und Dynamik der Anlage definiert waren, haben wir Layout und Konzeption festgelegt und bereits nach wenigen Wochen mit der Installation begonnen“, veranschaulicht Kieninger. „Durch die modularen Komponenten und unsere Plug-and-Play-Software eManager war die Projektrealisierung schnell abgeschlossen.“

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die kompakte Anlage bietet uns auf minimaler Grundfläche ein Maximum an Lagerkapazität und die automatisierten Prozesse entlasten die Mitarbeiter bei gesteigerter Performance.“

Auf einer Grundfläche von lediglich 105 Quadratmetern bietet die AutoStore-Anlage bei Greendonkey 2.125 Behälterstellplätze zur Kleinteilelagerung. Achtfach übereinander stehen die 330 Millimeter hohen Behälter in dem Schächten des Aluminium-Rasters. Auf der Grid-Oberfläche sorgen sechs Robots der R5-Serie für koordinierten, auftragsgerechten Zugriff auf die Behälter. Die Behälter aus der Anlage präsentieren die Roboter an drei integrierten Arbeitsplatz-Modulen. Diese sind platzsparend als Conveyer-Ports ausgeführt.

Schnittstelle für koordinierte Prozessabfolgen.
Die Einbindung der AutoStore-Anlage in die Logistikprozesse des Online-Shops, des stationären Geschäftes und der angeschlossenen Fahrradwerkstatt erfolgte in enger Zusammenarbeit von Element Logic mit Greendonkey und den ERP-Spezialisten von Tricoma. Über eine standardisierte Schnittstelle wurde das Tricoma-Warenwirtschaftssystem (WMS) mit dem eManager von Element Logic verbunden.

Das Lagerverwaltungssystem von Element Logic ist speziell auf die Bedürfnisse der Autostore-Technologie zugeschnitten. Für besondere Aufgaben wie etwa Express-Sendungen oder Multi-Aufträge aus unterschiedlichen Lagerbereichen wurden im WMS die individuellen Prozesse für die Anlagensteuerung definiert. Nach wenigen Testläufen konnte die Bestückung der Anlage erfolgen. Innerhalb von sechs Woche waren alle entsprechenden Produkte eingelagert. „Im Zusammenspiel von WMS und eManager hat sich die Anlage schnell bewährt“, urteilt Kieninger.

So unterstützen die optimierten Prozesse der AutoStore-Anlage bei Greendonkey nicht allein die schnelle, fehlerfreie Auftragsfertigung im weiter wachsenden Online-Handel. Die Anlage dient auch zur Verarbeitung auftragsbezogener Großhandelsbestellungen. Die entsprechenden Artikellieferungen kommen in Mischpaletten und Mischkartons in Nagold an. An den Ports der Anlage werden die Artikel in Behälter umgepackt, chaotisch eingelagert und umgehend auftragsbezogen wieder kommissioniert und an den Versand übergeben.

Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland: „Die AutoStore-Anlage kommt sowohl als Lager- und Kommissioniersystem wie auch als Auftragspuffer und Sortiermaschine zum Einsatz.“

Inzwischen verlassen jeden Monat rund 50.000 Sendungen das Greendonkey-Zentrallager am Standort Nagold. „Zuverlässige Kommissionierung und schneller Versand zählen zu den Schlüsselfaktoren unseres Online-Handels“, resümiert Greendonkey-Geschäftsführer Borkhart. „Mit der AutoStore-Anlage von Element Logic unterstützt uns dabei ein effizientes Automationssystem. Seine Skalierbarkeit und Flexibilität bietet uns langfristige Investitionssicherheit bei weiterem Unternehmenswachstum. Wir sind mit dem Projektverlauf und den Ergebnissen sehr zufrieden.“

SoMe-Zeilen: 
Multichannel-Unternehmen Greendonkey automatisiert Auftragsfertigung mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem bietet auf 105 m2 und einer Deckenhöhe von lediglich 3,3 m Platz für 2.125 Behälter und sorgt mit sechs Robots und drei Ports für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung. (RED)

Gakten und Zahlen: Greendonkey

  • Gründungsjahr 2011
  • eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche
  • mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche in Nagold
  • 14.000 feste Kunden des Radzentrums
  • mehr als 700.000 Online-Kunden
  • AutoStore-Anlage:
  • Grundfläche 105 qm
  • 2.125 Behälterstellplätze
  • 330 mm Höhe
  • achtfach gestapelte Behälter
  • 6 AutoStore-Robots R5
  • 3 Conveyor-Ports
  • Lagerverwaltungssystem eManager von Element Logic mit Schnittstellenanbindung zum WMS

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Es braut sich ein Sturm zusammen

Der 7. eCommerce Logistik-Day widmete sich erneut der Zukunft des Online-Handels und bot neben spannenden Diskussionen konkrete Lösungsansätze für die Bereiche Intralogistik und den Paketversand. Als Hybrid-Event war die Veranstaltung nur für einen exklusiven Teilnehmerkreis in den Räumen des Österreichischen Handelsverbandes live erlebbar. Sämtliche Vorträge und Podiumsdiskussionen wurden jedoch aufgezeichnet und sind – wie schon im Vorjahr – in voller Länge abrufbar.

Redaktion: Marcus Walter.

7.ECOMLOG22 – „Als wir vor sieben Jahren den 1. eCommerce Logistik-Day durchführten, hatten wir im Vergleich zur Gegenwart eigentlich gar keine Probleme.“ Mit diesem Rückblick eröffnete Moderator und Mitorganisator Bernd Kratz am 8. September die bereits siebte Auflage der renommierten Fachveranstaltung für den Onlinehandel. „Im Gegensatz zu damals haben wir mittlerweile sechs Krisen“, betonte Kratz. Der geschäftsführende Gesellschafter der Management-Beratung EMA ist zugleich Mitgesellschafter des Instituts des Interaktiven Handels IDIH, einem der eComLog-Kooperationspartner.

40 Schiffe vor der Deutschen Bucht.
Zur Coronakrise sei als zweite Krise die Unzuverlässigkeit im Schiffsverkehr hinzugekommen. Als Beispiele nannte er den Unfall im Suezkanal und den derzeitigen Stau von bis zu 40 Containerschiffen in der Deutschen Bucht, die seit längerem auf ihre Löschung warten. Aber das sei laut Kratz erst der Anfang. „Denn es gibt noch viele weitere Schiffe, die jetzt noch in China liegen. Wenn die dort freikommen, dann haben wir sechs bis acht Wochen später eine Flut von Schiffen, die in Deutschland gelöscht werden müssen.“ Unternehmen wie Lidl hätten bereits auf diese Krise reagiert und in eigene Schiffskapazitäten investiert. Die dritte Krise sei die Invasion Russlands in der Ukraine und die vierte Krise die Klimakrise. Der ausbleibende Regen hat bei den Flüssen zu niedrigen Pegelständen geführt, so dass sie die Binnenschiffe zum Teil nur noch mit geringer Auslastung befahren können. „Das heißt, das wir die Ware nicht mehr ins Hinterland befördern können, ohne verstärkt auf den LKW umzusteigen“, stellte Kratz fest. Als fünfte Krise nannte er den Fachkräftemangel im gewerblichen Bereich. Diese sei unter anderem dafür verantwortlich, dass Schiffe nicht mehr in gewohntem Tempo entladen werden können. Die sechste Krise sei schließlich die Energiekrise in Folge der EU-Boykottmaßnahmen gegenüber Russland. „Heute wollen wir diskutieren, welche Folgen die genannten Krisen auf den elektronischen Handel haben“, so Kratz

Lager bietet hohes Automatisierungspotenzial.
Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development von Element Logic, griff in seinem Vortrag die genannten Krisen auf. „Die Politik soll zunächst die selbstgemachten Krisen lösen. Wir kümmern uns dann um den Rest,“ lautete sein Credo. Durch die Corona-Pandemie habe der Personalmangel in bestimmten Branchen weiter zugenommen. In dieser Situation sei das Automatisieren von Prozessen im Lager eine passende Antwort. „Die Prozesse im Lager bieten ein hohes Potenzial für Automatisierung“. Hier kämen vor allem die Ware-zur-Person-Kommissionierung in Frage. Diese könne zudem mit der Roboterkommissionierung von Einzelteilen und automatische Kartonaufrichter ergänzt werden. „Das Eliminieren der Wegezeiten bei der Ware-zur-Person-Kommissionierung durch ein AutoStore-Lager ist ein riesiger Hebel“, hob Kieninger hervor, der anschließend noch einige bereits realisierte Kundenlösungen vorstellte.

Bei den Installationen komme es vor allem auf Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und eine optimale Nutzung der vorhandenen Flächen an.
Andreas Miller, Principal Strategic Project Manager bei der Knapp AG, stellte in seinem anschließenden Vortrag Alternativen zur skandinavischen AutoStore-Lösung vor. Mit dem Open Shuttle Store bieten die Österreicher eine pragmatische und leicht skalierbare Automatisierung für bestehende Behälterlager mit herkömmlichen Lagergängen. Die Shuttles fahren autonom und können den Einsatz von manuell betriebenen Flurförderzeugen ersetzen. Diesbezügliche Projekte seien einfach und schnell umzusetzen.

Stammdaten sind oft das Problem.
Auf der Plattform „Digital2go“ hat Knapp zudem eine Reihe intelligenter Produkte versammelt wie zum Beispiel den KHT MultiScan. Dabei handelt es sich um einen mobilen Tisch, der das Erfassen von Stammdaten inklusive der Maße und Gewichte erleichtert. „Je besser die verfügbaren Daten über meine Produkte sind, desto besser kann ich damit arbeiten“, ist Miller überzeugt. „Stammdaten sind der erste Schritt für eine Automatisierung und genau hier liegt oft das Problem.“

Als dritter Referent erläuterte Thomas Hagen, Head of AutoStore & Automatisation bei der österreichischen Post AG, wie sein Unternehmen als Fulfillment-Dienstleister auf die gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an die Paketlogistik reagiert. Im Spannungsfeld zwischen Echtzeitdaten, Retouren und Personalengpässen habe sich die Post für den Bau einer AutoStore-Anlage entschieden. Mit der Investition werden die bestehenden Prozesse im benachbarten Hochregallager ergänzt.

Flexibel durch Outsourcing.
Der Vortrag von Petra Dobrocka, Chief Commercial Officer und Gründerin der byrd Technologies GmbH, beschäftigte sich mit Strategien für Onlinehändler, um flexibel auf Umsatzschwankungen reagieren zu können. Das österreichische Startup byrd ist ein Dienstleister für derzeit rund 350 eCommerce-Unternehmen und übernimmt für diese die Bereiche Lagerung sowie das Verpacken und Versenden der Aufträge. Durch den Einsatz eines externen Logistikdienstleisters minimieren die Händler ihre Fixkosten, wodurch sich auch Nachfragerückgänge und Wirtschaftskrisen gut verkraften lassen. Zugleich könne man sich durch das Outsourcing auf die Kernbereiche wie zum Beispiel das Optimieren des Sortiments oder des Shopsystems konzentrieren. Rainer Will, Geschäftsführer vom Handelsverband Österreich, versorgte die Teilnehmer wieder mit einem Feuerwerk an Zahlen und Fakten zum derzeitigen Zustand der Branche. „Ich würde gerne Zuversicht verbreiten, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, so Will. Vor allem die Energiepreise würden dem Handel stark zu schaffen machen.

Strom um 1.400 Prozent teurer.
Die Großhandelspreise für Strom seien im Vergleich zum Sommer 2021 um 1.400 Prozent gestiegen. Nicht zuletzt deshalb befinde sich das Konsumvertrauen der Verbraucher auf Talfahrt. „Wer einen großen Teil seines Einkommens für Energie ausgeben muss, kann weniger konsumieren“, stellte Will fest. Es sei demnach nicht verwunderlich, dass der Handel in Österreich insgesamt einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent verzeichnet. Mit einem Minus von 17,3 Prozent ist der Kfz-Handel besonders stark betroffen. Auch der Personalmangel spiele dabei eine Rolle: Gegenwärtig könne die Branche 19.000 Stellen nicht besetzen. Vor diesem Hintergrund richtet der Handelsverband klare Forderungen an die Politik: Der Arbeitsmarkt müsse umfassend reformiert werden und es müsse einen Energiekostenzuschuss für alle Handelsbetriebe geben. Außerdem empfiehlt der Verband eine Abgaben- und Gebührenreform sowie eine weitere substanzielle Senkung der Lohnnebenkosten. Schließlich würde auch die Einführung einer globalen Mindeststeuer für eine Verbesserung der Lage sorgen.

Unglaubliche Auswirkungen.
Von der Politik zurück zur Versandlogistik beförderte anschließend der Vortrag von Walter Trezek, der Vorsitzende des beratenden Komitees des Weltpostvereins. Weltweit sei ein weiter anhaltendes starkes Wachstum der Paketlogistik zu erwarten, wobei China zu den Treibern dieser Entwicklung gehöre. „In China werden mittlerweile 52,8 Prozent des Einzelhandels digital abgewickelt,“ berichtete Trezek. Dies habe „unglaubliche Auswirkungen auf die Infrastruktur“. Wer wissen möchte, wie unsere Infrastruktur in sechs bis sieben Jahren aussieht, muss nur nach China schauen“, empfiehlt Trezek. Mit Blick auf andere Kontinente betonte Trezek, dass sich in der Branche derzeit „ein Sturm zusammenbraut“. In Europa würden wir davon zur Zeit am stärksten getroffen. In Folge der steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie der Finanzkrise gehe das verfügbare Einkommen der Konsumenten zurück. Trezek hielt seinen Vortrag gemeinsam mit Florian Seikel, Geschäftsführer der Logistic Natives. Seikel wies darauf hin, dass in jeder Krise auch eine Chance stecke. „Wer sich jetzt als Händler komplett digitalisiert, hat in der Zukunft einen Wettbewerbsvorteil“, so Seikel.

Realismus statt Ideologie.
Das Überwinden von Krisen thematisierte auch Oliver Wagner, Geschäftsführer des Zentralverbands Spedition & Logistik. „Die österreichische Logistikbranche hat die Coronakrise hervorragend gemeistert und die Bedeutung der Logistik verstärkt in das öffentlich Bewusstsein gerückt“, so der Verbandschef. Während des Lockdowns sei eine sehr sachorientierte Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern möglich gewesen – ein Zustand, den sich Wagner auch für andere Zeiten wünschen würde. Was die Dekarbonisierung und den Klimaschutz angehe, seien sich die Spediteure ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Man brauche jedoch realistische Rahmenbedingungen anstelle praxisferner Ideologien. Selbst im Jahr 2040 werde der Straßengüterverkehr noch der beherrschende Verkehrsträger sein.

Fehlende Vorbildfunktion.
Auch Wolfgang Kubesch, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik Österreich, ging in seinem sehr kurzweiligen Vortrag mit der Politik streng ins Gericht. Trotz einseitiger Abhängigkeit von Gas und Öl aus Russland habe die Regierung bislang kaum etwas unternommen, um dieses Ungleichgewicht abzubauen. Außerdem vermisse Kubesch die Vorbildfunktion des Staates und der Entscheidungsträger beim Energiesparen. Zudem konstatierte er, dass die bisherige Politik westlicher Industriestaaten des „Wandels durch den Handel“ offenbar gescheitert ist. Die Zahl autokratisch geführter Staaten sei nicht zurückgegangen, sondern weiter gestiegen, während die Demokratie auf dem Rückzug sei.

Ergänzt und vertieft wurden die Vorträge durch zwei von Bernd Kratz moderierte Podiumsdiskussionen. Während der ersten Runde ging Kratz der Frage nach, welche konkreten Erfahrungen Produzenten und Lieferanten im Rahmen der Krise gemacht haben. In der zweiten Podiumsdiskussion standen die Erfahrungen des Handels im Vordergrund. Bei Interesse können beide Podiumsdiskussionen und sämtliche Vorträge des 7. eCommerce Logistik-Days in vollständiger Länge auf www.logistik-express.com und unter https://logfair.online abgerufen werden. (MW)

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Wenn’s wirklich wichtig ist… Post investiert in e-fulfilment

Der Onlinehandel boomt unbestritten. Als Paketversanddienstleister Nr. 1 in Österreich bietet die Post eine umfangreiche Servicepalette fürs E-Commerce-Business. Um an der Spitze zu bleiben, ist Automation das Zauberwort. Logistik express im Gespräch mit Wolfgang Einer, Executive Vice President, Österreichische Post AG.

Beitrag: Angelika Gabor.

Die Volatilität bei der Nachfrage bedingt flexible, skalierbare Intralogistiksysteme. Welche Lösung ist hier die beste?
Es gibt keine one-fits-all-Lösung. Wir haben uns für eine AutoStore-Anlage entschieden, ein automatisiertes Lager- und Kommissionierungssystem. Denn selbst im Drei-Schicht-Betrieb konnten wir die Mengen manuell nicht mehr bewältigen. Derzeit wird in Enzersdorf an der Fischa die mehr als 800 m² große Anlage aufgebaut, kommendes Jahr soll sie in Betrieb gehen. Mit dieser modularen Gesamtlösung – der größten Investition in der Geschichte der Post Systemlogistik – sind wir für die Zukunft gerüstet und können die gesamte Kette für den e-Commerce in der DACH-Region anbieten.

Wie hat sich die Pandemie ausgewirkt?
Covid hat definitiv das Mengenwachstum beschleunigt, und das Onlinehandelsvolumen wird auch nicht mehr auf das Vor-Pandemieniveau zurückgehen. Wir haben 2-3 Jahre in der Entwicklung übersprungen.

Welche ist die beste Herangehensweise zur Automatisierung eines Logistikstandortes?
Wir haben den Markt ausgiebig sondiert und aus der Fülle der Anbieter auf ein paar für uns passende eingegrenzt. Früher war es leicht, gab es vor 20 Jahren ein neues System am Markt, dann war das die fixe Lösung für alle für die nächsten 15 Jahre. Aber heute sind Angebot und Auswahl schier unendlich. Die Herausforderung ist es, ein System zu finden, das einen auch in Zukunft nicht limitiert.

In welchen Bereichen gibt es noch das meiste Optimierungspotential?
Österreich ist in der Entwicklung leider noch etwas hinten, wir müssen einen Schritt zurückgehen, um die Schwachstellen zu sehen: wir müssen etwa genau überlegen, wie das Order-Management im jeweiligen Betrieb funktioniert. Die technische und physische Logistik entscheiden über Erfolg oder Misserfolg eines Shops. Hier ist es nötig, sich die Zeit zu nehmen und wirklich zu analysieren. Denn eine Homepage mit Versand allein macht noch lange keinen erfolgreichen Webshop. Der Kunde möchte die Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort erhalten, und die Automatisierung hilft uns dabei.

Welche Branchen sind Ihrer Meinung nach die Automatisierungskaiser, und warum?
Unternehmen mit kleinteiligem Sortiment haben es naturgemäß immer leichter, Branchen wie etwa die Pharmaindustrie. Auch hängend transportierte Kleidung war ein Renner, geht jetzt aber zurück. Sperrige Artikel hingegen lassen sich kaum automatisieren, die erforderlichen Geräte wären zu schwer und zu groß. Keiner wird beispielsweise Fitnessgeräte automatisiert kommissionieren. Automatisierungslösungen helfen dabei, eine bestimmte Performance zu schaffen. Gleichzeitig werden Logistikflächen rarer. Jeder Kunde möchte möglichst schnell seine Ware, aber keiner möchte den dazugehörigen LKW sehen.

Stichwort Retourenhandling: wie sehen Ihre cleversten Lösungen für die unterschiedlichen Branchen aus? (Vorteile/Nachteile)
Wir von der Post sind davon überzeugt, dass sich die Retourenabwicklung in einer Transformation befindet. Früher konnte man Waren immer kostenlos zurückschicken, aber hier findet ein Umdenken statt – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit. Es kam durchaus häufig vor, dass Kunden sich im Internet verschiedene Größen und Farben eines Modells bestellten, einen Artikel behielten und den Rest retournierten. Das hat sich in letzter Zeit geändert. Es ist ein politischer Konsens nötig, dass diese Bepreisung wichtig und richtig ist. Ich bin auch der Meinung, dass das System der Retourenabwicklung grundlegend geändert werden sollte. Ob Retouren zurück ins Versandlager gehen, oder in ein Extra-Lager, oder in eine Aufbereitung (beispielsweise waschen), oder gar in den stationären Handel. Im Idealfall ist kein weiter Transport nötig.

Gibt es eine Grenze für Automatisierung, die man nicht überschreiten sollte? (zB hinsichtlich der Komplexität)
Prinzipiell nein. Aber nicht jedes Produkt ist für eine Automatisierung geeignet. Trotzdem sind wir heute noch sehr weit von den Grenzen der Automatisierung entfernt.

Intralogistik im Jahr 2040: was erwartet uns? Was wird es Ihrer Meinung nach nicht mehr geben?
Solch eine Prognose ist unmöglich, dazu ist unsere Zeit viel zu schnelllebig. Jeder, der das behauptet, macht nur Schabernack. (AG)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

Digitalisierung macht die Lieferketten fit: Planungssicherheit als Schlüssel zum Erfolg

Kaum ein Tag der letzten zwei Jahre verging ohne Störungen in der Lieferkette, aktuelle Entwicklungen lassen darauf schließen, dass das noch länger so bleibt. Unter dem neuen Motto #bringiton möchte Dematic den Kunden signalisieren, dass sie Lösungen für die intralogistischen Herausforderungen parat hat – um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.

Redaktion: Angelika Gabor.

Der Markt und das Verbraucherverhalten haben sich grundlegend verändert. Ginge es nach dem Ideal der Onlineshopper, würde schon wenige Sekunden nach dem Klick der Postbote klingeln. Das ist natürlich utopisch, aber same-day-delivery ist durchaus bereits ein Thema. Die Grundlage dafür bietet eine Hochleistungslogistik: intelligente Logistiksoftware, präzise Intralogistik und skalierbare Systeme von Dematic unterstützen dabei, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und so die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auf was es wirklich ankommt: ein zufriedenstellendes Kundenerlebnis. Das umfasst beispielsweise auch einfache Rücksendemöglichkeiten und – ganz wichtig – fehlerfreie Lieferungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Skalierbarkeit für Nachfrageschwankungen
Oftmals ist es schwer, exakte Prognosen für den Erfolg eines Produktes zu erstellen. In Zeiten von Social Media und Influencern kann beispielsweise ein Kleidungsstück oder Dekorationsartikel plötzlich extreme Popularität erlangen. Die intelligente Managementsoftware von Dematic erlaubt die rasche und präzise Auftragsbearbeitung. Die Systeme erkennen, wie stark verschiedene Artikel nachgefragt werden. Dementsprechend lassen sich die Lager-Stellplätze dynamisch vergeben, um die vorhandene Infrastruktur stets optimal auszulasten.

Die skalierbaren Systeme wie der Dematic Pouch Sorter ermöglichen maximale Flexibilität und Präzision. Die intelligente Software bietet Echtzeit-Information über den jeweiligen Produktstandort, damit die Kunden so schnell wie möglich beliefert werden können. Darüber hinaus ist natürlich auch ein effektives Retourenmanagement möglich.

Digitalisierungspotential voll ausschöpfen.
Um ein tieferes Verständnis für die Marktbedürfnisse zu bekommen, hat Dematic umfangreiche Befragungen und Analysen durchgeführt. „Die Digitalisierung birgt enormes Potenzial für unsere Kundinnen und Kunden, vor allem daten- und cloudbasierter Lösungen gewinnen an Wichtigkeit. Unser Ziel ist es, die Lieferketten durch intelligente Software und transparente Datenpunkte zukunftsfit zu machen“, erklärt Bernard Biolchini, Executive Vice President EMEA bei Dematic. „Datentransparenz ist zudem der Schlüssel zu einer weiteren Gelegenheit: dem Einhalten von Lieferfristen durch das Schaffen robuster Lieferketten. Zu wissen, welche Bestellung sich wo befindet, und das zu jedem Zeitpunkt, ist ein zentraler Baustein erfolgreicher Unternehmen im E-Commerce.“

Durch die Verbindung aller Punkte in der Lieferkette wird das digitale Umfeld optimiert. Mit Hilfe von Softwarelösungen werden Daten sichtbar, transparent und agil gemacht. Das Ergebnis: ein vollständiges Bild über die Lieferketten bei gleichzeitig steter Kontrolle über alle Prozesse. „Nur mithilfe der perfekten Nutzung der Digitalisierung und Konnektivität lassen sich E-Commerce und Online-Shopping in der von den Kundinnen und Kunden erwarteten Art und Weise realisieren“, weiß Biolchini.

Durch eine nahtlose Verflechtung der Lieferketten kann ein konsistentes Kundenerlebnis erreicht werden. Parallel zu den Wünschen der Kunden müssen auch Agilität und Datenqualität steigen. Informationen über Bestellgewohnheiten sind ebenso wichtige Faktoren wie das Feedback der Kunden. „Unsere Softwarelösungen sind in der Lage, genau das zu tun – indem sie alle Punkte Ihres Ökosystems miteinander verbinden. Somit werden die Teile Ihrer Lieferketten zu einer perfekt synchronisierten Symphonie mit einem allwissenden Dirigenten zusammengeführt“ so Biolchini. Dematic Insights hilft bei der Auswertung und Nutzung des vorliegenden Datenschatzes, um Potenziale zu erkennen. Dematic stellt alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung, um Trends frühzeitig zu erkennen und Prognosen zu erstellen.

Maximale Investitionssicherheit.
Ein volatiles Umfeld, steigende Kosten und die Nachwehen der Pandemie sind nur ein paar der Gründe, warum langfristige Investitionssicherheit eine extrem wichtige Rolle bei der Planung von Intralogistikprojekten spielt. Darum setzt Dematic zur Ausarbeitung dieser Lösungen auf ein breit gefächertes Portfolio aus Intralogistik-Hard- und –Software zur Stabilisierung der Supply Chain, um damit eine tragfähige Grundlage für die Abwicklung der Geschäfte zu schaffen – gerade, wenn volatile Märkte wenig Spielraum für Fehler lassen.

Dank ihrer Skalierbarkeit bieten die zuverlässigen Lösungen von Dematic hohe Investitionssicherheit. Die Systeme sind allesamt so konzipiert, dass man die Abläufe nie aus den Augen verliert und trotzdem bei den Gesamtbetriebskosten spart. Dabei helfen auch Energierückgewinnungssysteme und umfassende Stand-by-Modi, wichtige Punkte im Bereich Nachhaltigkeit. Ebenso relevant: mit umfassenden After-Sales-Angebot begleitet Dematic den Anlagenbetreiber über die gesamte Lebensdauer der Lösung – bei voller Kostenkontrolle.

Automatisierung gegen Arbeitskräfte- und Platzmangel.
Ob man es möchte oder nicht, angesichts immer mehr offener Stellen im Lager- und Logistikbereich kommt man um das Thema Automatisierung nicht herum. Saisonale Spitzen tun dann ihr übriges, die Prozesse im Lager unter Druck zu setzen. Die unterschiedlichen Hard- und Softwarelösungen von Dematic helfen dabei, die Möglichkeiten gegebener Logistikinfrastrukturen besser auszuschöpfen. Ein nahtloser, sich selbst erhaltender Prozess bietet eine zuverlässige Basis für den Betrieb. Mittels Automatisierung werden im Optimalfall alle arbeitsintensiven, zeitaufwändigen manuellen Prozesse eliminiert, die Effizienz verbessert. Nicht zu vergessen: auch das Platzangebot kann maximal ausgenutzt werden. Dies ist besonders bei Projekten im Bereich City-Logistik relevant, denn bei Urban Warehouses und Micro-Hubs bedeutet jeder Zentimeter mehr auch höhere Betriebskosten. Die aufeinander abgestimmten Hard- und Softwarelösungen von Dematic lassen sich in bestehende Systeme integrieren. Micro-Fulfillment-Lösungen, wie etwa das automatische Kleinteilelager- und Kommissioniersystem Autostore (Dematic ist hier Distributionspartner) maximieren die Effizienz durch ihre hohe Lagerdichte.

Mit AMR, FTS und automatischen Kommissionierstationen schafft man die Voraussetzungen für einen vollautomatischen Materialfluss – der in wenigen Wochen geplant und umgesetzt werden kann. Biolchini: „Eine State-of-the-Art-Automatisierungslösung ist heutzutage kein Mittel zum Selbstzweck. Vielmehr bietet sie das Potenzial, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Aufgaben noch besser zu erledigen. Ein Potenzial, das darauf wartet, erschlossen zu werden; quasi der verborgene Schatz der operativen Exzellenz.“

Drohnentechnologie auf dem Vormarsch.
Auf der LogiMAT 2022 präsentierte Dematic einen neuen Service zur visuellen Inspektion intralogistischer Anlagen der Öffentlichkeit: Dematic Drone Inspection Services. Durch den Einsatz von Drohnen werden der Zeit- und Arbeitsaufwand für die Wartung stark reduziert – und das ganz ohne Qualitätsverlust. Die regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen und Sichtkontrollen können so bequem und gefahrlos vom Boden aus durchgeführt werden. Die Drohnen verfügen über hochauflösende Kameras und LED-Scheinwerfer, der Servicetechniker kann daher alles genau überprüfen – live oder im Nachhinein. Bonus: die Standzeit der Anlage wird deutlich reduziert. (AG)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

KNAPP präsentiert sich als Technologiepartner für intelligente Wertschöpfungsketten

Auf der Intralogistik-Leitmesse LogiMAT 2022, von 31. Mai bis 2. Juni in Stuttgart, zeigt KNAPP neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Messe-Highlights: Neueste Roboter-Technologie und Software Cloud-Services, die Besucher in Halle 3 auf Stand B05 live erleben können.

KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen.

Innovative Roboter und Software-Tools.
KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Pick-it-Easy Robot: Einer der alles kann Pick-it-Easy Robot bietet nicht nur die automatische Einzelstück-Kommissionierung, sondern auch das Umpacken vorkommissionierter Artikel aus Batch-Behältern in Hängefördertechnik- und Sorter-Systeme. Verschiedene Greifer kombiniert mit auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierter Objekterkennung und Greifpunktbestimmung machen eine zuverlässige Handhabung von Artikeln mit unterschiedlichen Eigenschaften möglich. Höchstleistung im Team mit dem Taschensorter-System: Pick-it-Easy Robot übernimmt die vollautomatische Befüllung von Sortertaschen und eröffnet neue Möglichkeiten zur Gestaltung von intralogistischen Prozessen. Aus der Kombination von KI-gesteuertem Roboter, schneller Sortertasche und effizienten Lagersystem entsteht eine innovative Automatisierungslösung für E-Commerce- und Omnichannel-Anwendungen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Breites Artikelspektrum und automatische Artikelcode-Identifikation, hohe Leistung und das 24/7, sowie Kosteneffizienz und geringe Fehlerkosten.

AutoPocket: Taschensorter System für Hochleistungsbetrieb.
Das neue Taschensorter-System kann an jeder beliebigen Stelle im Lager Waren automatisch und punktgenau abgeben, ohne dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren oder anzuhalten. RFID-Technoloige ermöglicht eine 100-prozentige Verfolgbarkeit, eindeutige Identifizierung und jederzeit Zugriff auf jeden Artikel im System. Im Zusammenspiel mit dem vollautomatischen Kommissionier-Roboter Pick-it-Easy Robot bietet AutoPocket intelligentes Zero-Touch-Handling für Hochleistungsanwendungen.

Open Shuttle: autonome mobile Roboter für mehr Flexibilität im Lager Open Shuttles sind autonome mobile Roboter (AMR), die Unternehmensbereiche schnell und einfach miteinander verbinden und mit Waren, Rohstoffen und Komponenten versorgen. Die VDA 5050-fähigen Open Shuttles transportieren unterschiedlichste Ladungsträger. Dabei werden Aufträge intelligent auf die Flotte verteilt. Neu im Produktportfolio ist das Open Shuttle Fork, ein Transportroboter für den automatisierten Paletten-Transport.

Dank der speziellen Kinematik des Fahrzeugs ist ein besonders platzsparender Einsatz möglich. Open Shuttle Fork kann einfach in bestehenden und auch herstellunabhängigen Mischflotten eingesetzt werden. Eine weitere Neuheit aus diesem Bereich ist der Open Shuttle Store. Open Shuttle Store ist ein besonders flexibles und schnell einsetzbares automatisches Lagersystem mit mobilen Robotern. Durch das intelligente Systemdesign und die Modul-Bauweise ist das Lagersystem jederzeit in Bezug auf Stellplätze oder Leistung skalierbar, anpassbar und erweiterbar. Es ist schnell einsetzbar und kann einfach in Betrieb genommen werden. Gesteuert werden die autonomen mobilen Roboter mit dem intelligenten Flottenkontrollsystem KiSoft FCS. Mit dem Digital Twin können Anpassungen und Anwendungen vorab einfach simuliert und per Mausklick ins Echtsystem übertragen werden.

KiSoft Cloud: Cloud-basierte Serviceplattform für Big Data-Anwendungen.
Mit KiSoft Cloud bietet KNAPP eine umfassende Serviceplattform für einen zukunftsweisenden Logistikbetrieb. Sie stellt Kunden alle Daten und ausgewählte Services in nur einer Infrastruktur gebündelt zur Verfügung. So sind alle Betriebsdaten einer oder mehrerer Anlagen zentral gespeichert und jederzeit bereit für die Weiterverarbeitung. Daten können für unterschiedlichste Anwendungen einfach genutzt werden. Zudem unterstützt KiSoft Cloud vielfältige KI-Anwendungen wie maschinelles Lernen, insbesondere Deep Learning zum Trainieren von neuronalen Netzen. Hardware- und Software-Support, IT-Security, Datensicherheit sowie Schnittstellen zwischen Anwendungen sind out oft the box sichergestellt, unabhängig vom Anbieter der Software oder der Automatisierung.

KiSoft Analytics: Mit smarter Software die richtigen Entscheidungen für Lager und Supply Chain treffen.
KiSoft Analytics ist ein strategisches Tool zur Analyse und Visualisierung von Daten in der Supply Chain. Langzeitstatistiken, Prognosen und Benchmarkings helfen, gezielte Entscheidungen bei komplexen Abläufen zu treffen, Veränderungen im Business früh zu erkennen oder die Supply Chain zu optimieren. Die Logistik-App für Smartphone und Desktop eignet sich ideal für Executives, Logistik Manager, Supply Chain Manager oder Operations Teams.

redPILOT: Effizientes Ressourcen-Management.
Die redPILOT Operational Excellence Solution ist eine modulare Software-Lösung, die Logistikbetreiber dabei unterstützt, ihre Logistiksysteme zu jeder Betriebsstunde am optimalen Limit zu betreiben. Der Einsatz zum nachhaltigen Ressourcen-Management ist vielseitig – einerseits unterstützt das Software-Modul CMMS (kurz für Operational Maintenance Modul) die strukturierte und planmäßige Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen im technischen Anlagenbetrieb. Andererseits optimieren die weiteren Module den operativen Betrieb der Logistikanlage, unter anderem durch die automatisierte Mitarbeitereinsatzplanung und Optimierung basierend auf dynamischer Engpasserkennung. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


Starkes Team: ek robotics unterstützt die BMW Group

ek robotics freut sich, die Partnerschaft für schlüsselfertige Lösungen mit der BMW Group bekannt geben zu können. Die Zusammenarbeit wurde bei einem Launch Event Ende Mai 2022 offiziell verkündet, bei dem das vollautomatische Intralogistik-System feierlich in Betrieb genommen wurde.

Beitrag: Redaktion.

Mit der Einführung von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) von ek robotics optimiert und automatisiert die BMW Group ihre Prozesse der Produktions- und Lagerlogistik im Werk in Swindon (Großbritannien). Die Implementierung des schlüsselfertigen Lösungspakets umfasst Fahrzeuge der Serien CUSTOM MOVE, VARIO MOVE und SMART MOVE VNA. Im Rahmen des umfassenden Projekts hat ek robotics auch maßgeschneiderte Regale für den Lagerbetrieb entworfen, hergestellt und installiert.

Chris Price, Managing Director von ek robotics UK: „Wir freuen uns sehr, die Partnerschaft mit einem so angesehenen, branchenführenden Kunden wie der BMW Group bekannt geben zu können. Wir haben lange an diesem Projekt gearbeitet, und die gelungene Kooperation ist eine Bestätigung für jeden hier im Team bei ek robotics.“

Umfassende Automatisierung in Swindon komplett
Dank des von ek robotics ausgeführten Projekts wird das neue PGA-Presswerk in Swindon vollautomatisch, von der Anlieferung der Stahlrohlinge bis zum Versand der Karosserieteile an die Produktion. ek robotics hat auch FTS für den Transport der Werkzeuge zur und von der neuen Presse entwickelt und geliefert. „Im Zuge der Installation haben wir eines unserer bisher größten Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) in Betrieb genommen, einen CUSTOM MOVE. Das FTF kam per Schwerlasttransport von unserem deutschen Schwesterstandort Reutlingen, Deutschland an und wurde vor Ort endmontiert. Nur fünf Tage nach Lieferung lief die Maschine völlig autonom”, ergänzt Chris Price.

Von der Bestellung bis zur Auslieferung verging nur ein Jahr. Eine kurze Zeit für so ein komplexes Vorhaben, was für die hervorragenden Arbeit des Teams von ek robotics ist. Chris Price: „Wir bedanken uns bei der BMW Group für das Vertrauen, das sie uns bei diesem großen Projekt entgegengebracht hat, und wir freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit!” (RED)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge

Am 2. Juni endete die mit Spannung erwartete Intralogistikmesse LogiMAT, die nahtlos an „alte Zeiten“ anknüpfen konnte. Auch im dritten und letzten Teil der Serie präsentiert Logistik Express interessante Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Redaktion: Markus Walter.

Für die 1.571 Aussteller und den Veranstalter war es spannend bis zuletzt: Niemand wusste, wie viele Menschen die erste LogiMAT nach Ausbruch der Corona-Pandemie besuchen würden. Doch die Ängste vor einem Flop mit leeren Hallen waren unbegründet. Am Ende des Events konnte Messechef Michael Ruchty solide Zahlen verkünden, die fast auf dem Rekord-Niveau von 2019 lagen. „Bereinigt um die pandemiebedingten Einschränkungen kann man dieses Ergebnis in allen Kategorien als Fortsetzung der LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen“, erklärte Ruchty,

In Zahlen ausgedrückt: Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 125.000 Quadratmetern in allen zehn Hallen war das Stuttgarter Messegelände komplett ausgebucht. Die weltweit größte Intralogistik-Messe zog wieder rund 50.000 Besucher an und erwies sich erneut als Publikums-Magnet. Das lag zu einem Großteil an den zahlreichen Produktpremieren und Weltneuheiten – darunter zwei neuartige automatische Kleinteilelager, die AutoStore die Stirn bieten wollen. Diese waren mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Jungheinrich und Körber zu finden.

Die von Jungheinrich entwickelte Alternative zu AutoStore heißt PowerCube. Damit wollen die Hamburger „neue Maßstäbe im Bereich der automatisierten Lagersysteme“ setzen. Der PowerCube ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut. Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu 12 m hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche.

Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist. Das automatische Behälter-Kompaktlager kann auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden und lässt sich deshalb problemlos in bestehende Lagerhallen integrieren.

Die PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s und einer Beschleunigung von bis zu 2 m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 kg Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden.

Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Da die Shuttles zu Wartungsarbeiten aus dem PowerCube auf Bodenniveau entnommen werden können, ist keine Wartungsbühne nötig. Auch der internationale Technologiekonzern Körber bietet mit Attabotics eine neuartige Lagerlösung für Kleinbehälter, die bei einer Stapelhöhe von bis zu 10 Metern eine extrem hohe Speicherdichte mit einem schnellen und direkten Zugriff ermöglicht.

Die Attabotics-Lösung basiert auf einer vertikalen, sehr platzsparenden Gitterstruktur. Produkte werden in quadratischen Behältern mit einem Innenmaß von 571 x 571 mm gelagert. Die „Attabots“ genannten Roboter können auf dem Gitter, unter dem Gitter und vertikal durch die Abwärtsschächte fahren, um Behälter einzulagern oder zu entnehmen und zu den integrierten Entnahmeöffnungen zu transportieren.

Attabottics ermöglicht damit auf einer extrem verdichteten Lagerfläche eine effiziente Kommissionierung, einschließlich Sequenzierung und Pufferung. In den USA und Kanada wurde die Technologie bereits bei zahlreichen Unternehmen der E-Commerce-Branche implementiert. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft vertritt das Körber Geschäftsfeld Supply Chain Automation das kanadische Robotikunternehmen Attabotics in fast allen europäischen Ländern und in weiten Teilen Asiens.

Das Startup Rocketsolution zeigte sich erstmals auf der LogiMAT und stellte dort sein Shuttle-System RSX1 vor. Das hochverdichtende Kleinteilelagersystem RSX1 für Ladegüter bis zu 50 Kilogramm bietet maximale Verdichtung der Lagerplätze, flexible Skalierbarkeit sowie einfache Integrationsfähigkeit. Verglichen mit herkömmlichen Shuttle-Systemen reduziert das RSX1 den benötigten Raum deutlich und sorgt für Effizienz- und Rentabilitätssteigerung in der Kleinteillagerung. Mit einer Höhe von bis zu 30 Meter nutzt das RSX1 auch den Luftraum optimal. Selbst sehr flache Güter lassen sich innerhalb des RSX1 hochverdichtet lagern, bereits ab einer Behälterhöhe von 100 Millimeter arbeitet das RSX1 ohne jeglichen Raumverlust in der Höhe.

Die Automatisierung spielte auch an vielen anderen Ständen der Messe eine wichtige Rolle. Die Pixel Robotics GmbH präsentierte als Mitaussteller der Logivations GmbH erstmalig Roboter, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Pixel Robotics kombinierte hierfür KI, Computer Vision und Robotik, um innerbetriebliche Palettentransporte zu automatisieren. Der von Grund auf neu entwickelte Roboter PIXEL PT arbeitet kooperativ mit den menschlichen Kollegen zusammen und passt sich dynamisch an bestehende Prozesse in der Intralogistik an. Die Roboter sind modular und robust konstruiert, sodass sie für raue Logistikumgebungen geeignet sein sollen. Der Hersteller verspricht zudem eine Amortisationszeit von unter 1,5 Jahren.

Ein weiteres Highlight präsentierte das Technologieunternehmen TeamViewer: Gezeigt wurde die mehrfach ausgezeichnete Vision-Picking-Lösung xPick. Die Augmented-Reality-Lösung, die seit der Übernahme des Wearable-Computing-Unternehmens Ubimax Teil des TeamViewer Portfolios ist, ermöglicht Kunden ein hocheffizientes und nahezu fehlerfreies Kommissionieren. Neu sind Gamification-Elemente, die für eine höhere Einsatzbereitschaft und eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeitenden sorgen und gleichzeitig monotone Kommissionierprozesse auflockern.

Bei Unternehmen wie DHL, Schnellecke Logistics und Coca-Cola HBC ist TeamViewer xPick etablierter Standard und bei vielzähligen Großkunden bereits seit Jahren im Einsatz. Durch die Verwendung von Wearables wie Smart Glasses lässt sich die Lösung ohne großen Aufwand leicht in bestehende Infrastrukturen von Unternehmen integrieren. Dies unterstützt die einfache Skalierbarkeit der Lösung – auch standortübergreifend.

Neben Hardware sah man auf der LogiMAT wieder jede Menge Software: Zum Beispiel die neue Logistikplattform CargoON der Technologiefirma Trans.eu Group. Diese vereint verschiedene Funktionen, um neben Auftragsverwaltung und Frachtmonitoring beispielsweise auch die Rampenbelegung digital zu steuern und so die Prozesseffizienz zu erhöhen. Durch die Anbindung an das europaweite Trans.eu-Netzwerk mit über 30.000 Logistikdienstleistern wird zudem die flexible Beschaffung von Transportressourcen gewährleistet.

Die größte ausländische Ausstellergruppe kam übrigens aus Italien, vertreten durch Unternehmen wie Ubiquicom. Die Firma wurde 2021 als einziges italienisches Unternehmen in den „Magic Quadrant for Indoor Location Services, Global“ von Gartner, Inc.* aufgenommen und präsentierte auf der LogiMAT die Prozesssteuerungs-Lösung Synchro. Durch die Standorterfassung der Flurförderzeuge in Echtzeit werden ihre Einsätze auf optimale Art und Weise organisiert. Dabei wird die RTLS-Technologie (Real-Time Locating System) mit Algorithmen künstlicher Intelligenz kombiniert.

Die in diesem Artikel und den beiden vorausgegangenen Vorberichten genannten Neuheiten bilden natürlich nur die Spitze des Eisbergs und können einen Besuch der realen Messe nicht ersetzen. Apropos: Die nächste LogiMAT findet statt vom 25. bis 27. April 2023. Eine Rückkehr in den gewohnten Messe-Rhythmus mit einem Termin im Februar erschien dem Veranstalter EuroExpo noch zu früh. Die Zeitspanne zwischen den beiden LogiMAT-Events hätte dann nur acht Monate betragen. Außerdem birgt Corona nach wie vor große Sprengkraft. Der Winter könnte neue Beschränkungen bringen. Einziger Schönheitsfehler am April-Termin ist jedoch die große Nähe zur transport logistic, die 2023 vom 9. bis 12. Mai im Kalender steht. Da wird sich mancher Aussteller entscheiden müssen. Wir werden sehen. (MW)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


KNAPP: WMS-Retrofit für EGLO Leuchten

Modulare Template-Lösung mit SAP® EWM by KNAPP in vier Zentrallagern.

Text: Redaktion

Lichtgeschwindigkeit. Das ist eine zutreffende Beschreibung für die überdurchschnittlichen  Wachstumsraten von EGLO Leuchten GmbH. Nicht nur das Geschäft und die Anzahl der Mitarbeitenden nehmen rasant zu, sondern auch die Logistikfläche. Um die logistischen Prozesse in einer harmonisierten SAP® End-to-End-Lösung zu vereinen, entschied sich der Weltmarktführer in dekorativer Wohn- und Außenbeleuchtung SAP® EWM by KNAPP in seinen vier Zentrallagern in Europa einzuführen. Die Implementierung des neuen Warehouse Management Systems erfolgte als Template-Lösung, um effizient auch etwaige zukünftige Standorte integrieren zu können.

Die EGLO Leuchten GmbH mit Sitz in Pill in Tirol ist weltweiter Marktführer für dekorative Wohnraum- und Außenbeleuchtung sowie Leuchtmittel mit Schwerpunkt auf LED. Das aktuelle Sortiment umfasst mehr als 4.000 Artikel Tendenz steigend. Knapp alle 2 Stunden wird bei EGLO eine Neuheit entwickelt. In den eigenen Produktionsstätten in China, Indien und Ungarn werden täglich rund 80.000 Leuchten gefertigt. Über die rund 70 Vertriebsgesellschaften und verschiedene Vertriebskanäle wie Baumärkte, Einzelhandel, Möbelgeschäfte, Onlineversandhändler und den eigenen Online-Shop finden sie schließlich ihren Weg zum Kunden.

Andreas Moser, Konzernleitung Logistik, EGLO Leuchten GmbH: Eine tragende Rolle in unserer Organisation und unserem stetigen Wachstum spielt die Logistik. Daher investieren wir laufend in die Optimierung unserer Produktions- und Lieferkette, perfektionieren Prozesse und bauen neue Lager. So haben wir ein durchgängiges Logistiknetzwerk mit hohem Liefer-Service-Grad aufgebaut. Um dafür eine harmonisierte SAP® End-to-End Lösung zu schaffen, haben wir uns für SAP® EWM by KNAPP entschieden. Durch die gemeinsame Realisierungsphase mit KNAPP bekam unser SAP®-Team das notwendige Know-how für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Lösung.

Aus 3 macht 4 – Ein modulares SAP® EWM-Template für ein WMS-Retrofit- & Greenfield-Projekt
Im Blickfeld dieser Modernisierung standen zunächst die drei bestehenden Zentrallager in Pill, Österreich, Pásztó, Ungarn, und Oosterhout, Niederlanden. Im Rahmen eines Retrofit-Projektes sollte eine Ablöse von einem nicht von SAP stammenden Lagerverwaltungssystem mit SAP® EWM by KNAPP erfolgen. Ergänzend zu der Integration der Bestandsanlagen von unterschiedlichen Logistikautomatisierungsanbietern in SAP® EWM an den drei Standorten sollte die neue Warehouse Management Lösung auch mittels Prozessoptimierung Lagerplatz-Engpässe bei den Sortimentsumstellungen eliminieren. Der Go-Live der neuen Software musste zudem während des laufenden Betriebs erfolgen und im Zuge der Einführung das SAP®-Team von EGLO geschult werden. Durch die anhaltende überdurchschnittliche Geschäftsentwicklung musste EGLO darüber hinaus sein Lagernetzwerk erweitern. Mit einer Größe von vier Hektar an Lager- und Logistikfläche ist das neue Zentrallager in Magdeburg, Deutschland, das größte Fertigwarenlager des Unternehmens. Das automatische Hochregallager umfasst 66.000 Palettenstellplätze – ebenfalls gesteuert und verwaltet mit SAP® EWM inkl. MFS (Materialflusssteuerung).

Gerald Lassau, Geschäftsführer, KNAPP IT Solutions GmbH: Die logistischen Prozesse und Abläufe für das neue Lager in Magdeburg sowie die drei bestehenden Zentrallager wurden von uns eingehend analysiert. Es bot sich an, SAP® EWM by KNAPP als modulare Template-Lösung bei EGLO auszurollen. Diese Variante ermöglicht nämlich nicht nur eine effiziente Implementierung von SAP® EWM in den aktuellen vier Zentrallagern, sondern ist auch flexible und zukunftssicher, um auf Marktveränderungen sowie etwaige Erweiterungen im Standortnetzwerk von EGLO zu reagieren.

Schwerpunkt E-Commerce.
Das E-Commerce-Geschäft erfordert eine besondere Flexibilität der logistischen Prozesse, denn Versanddienstleister und Onlineshops haben individuelle Anforderungen an die Intralogistik. In der SAP® EWM Template-Lösung sind daher eigens angepasste Prozesse an den Vertrieb der jeweiligen Onlinehändler von der Auftragsanlage über das Kommissionieren bis hin zur Verpackung und den Versand realisiert.

Andreas Moser, Konzernleitung Logistik, EGLO Leuchten GmbH: Wir sehen uns gegenüber unserem Mitbewerb durch schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen im Vorteil. Bereits 2017 haben wir eine E-Commerce taugliche Webseite etabliert. Zuerst nur als ein Webschaufenster angelegt, aktivierten wir im Februar 2020 die ersten Online-Shops für unsere Vetriebsniederlassungen. Keine Sekunde zu spät, denn unsere klassischen Hauptvertriebskanäle, der Fach- und Einzelhandel, fielen kurz darauf pandemiebedingt zum Teil für längere Zeit aus. KNAPP IT Solutions reagierte ebenso rasch und integrierte die neuen Prozesse für unsere Onlinevertriebskanäle in der SAP® EWM Template-Lösung.

24/7 Service über den Go-Live hinaus
Nach dem Go-Live der neuen Softwarelösung an den Standorten in Pill, Österreich, im Mai 2020 und Magdeburg, Deutschland, im März 2021, folgen die Niederlassungen in Oosterhout, Niederlanden, und Pásztó, Ungarn, 2022 und 2024. Die Zusammenarbeit mit EGLO endet aber nicht mit der Inbetriebnahme und anschließenden Hypercare-Phase. Alle vier Standorte werden darüber hinaus über den KNAPP 24/7 SAP® EWM Service Desk während der Bereitschaftszeit von 06:00 bis 23:00 durch das KNAPP eigene SAP® EWM Expertenteam in etwaigen Frage- und Problemstellungen betreut und unterstützt. (RED)

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

Dematic optimiert in Kollaboration mit STILL Kleinteile-Lager von Siemens

Entwicklung, Engineering, Produktion, Prüfung und Vorinbetriebnahme – das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz (Siemens WKC) ist führend im Schaltanlagenbau für Werkzeug- und Produktionsmaschinen in Europa. Hier fertigt der Technologiekonzern modernste elektrische Ausrüstungen sowie Baugruppen und Geräte für den weltweiten Bedarf von Maschinen- und Anlagenbauern. Dazu zählen auch Projekte im Logistik- und Automotive-Bereich. Allerdings hatte das bisherige manuelle Fachbodenlager für Kleinteile seine Kapazitätsgrenzen erreicht, weshalb Siemens WKC auf der Suche nach einem effizienteren Lagersystem war.

Beitrag: Redaktion.

Das Unternehmen entschied sich auf ein Ware-zur-Person-Stückgut-Kommissioniersystem von AutoStore® umzustellen. Die Konzeption des neuen Logistikkonzeptes erfolgte durch den langjährigen Partner, die Still Intralogistik-Beratung. Diese umfasste die Automatisierung des Kleinteile-Lagers durch die AutoStore®-Anlage. Mit der Installation des kompakten Stückgut-Kommissioniersystems sowie der direkten Anbindung an die Fördertechnik beauftragte Siemens im Weiteren den Intralogistikspezialisten Dematic. Rund 46.000 Schaltanlagen und kundenspezifische elektronische Komponenten für den weltweiten Markt werden im Siemens WKC jährlich gefertigt. Im Lauf der Jahre haben sich durch die erhöhte Auftragslage Volumen und Durchsatz im Lager der Betriebsstätte Leipziger Straße deutlich erhöht. Dadurch wurde eine Reorganisation der gesamten Lagerbewirtschaftung erforderlich: „Bis dahin haben wir noch mit einem manuellen Modulregallager gearbeitet“, berichtet Carsten Sambo, Leiter Inbound-Logistik, Siemens WKC. Das ehemalige manuelle Lager genügte den aktuellen Ansprüchen jedoch nicht mehr.

Automatisierung des Produktionslagers mit AutoStore®
Siemens initiierte deshalb die Suche nach einer neuen Lösung: „Unser Ziel war es, Planung und Fertigung möglichst effizient zu gestalten. Gleichzeitig sollte die Durchlaufzeit reduziert und natürlich die Kosten gesenkt werden“, erläutert Carsten Sambo. Eine weitere Vorgabe war: Die neuen Lagersysteme sollten samt Fördertechnik auf der gleichen Stellfläche im bestehenden Gebäude und während des laufenden Betriebs installiert werden. Als langjähriger Partner von Siemens hatte zunächst die Still Intralogistik-Beratung die Ausplanung des Logistikkonzepts übernommen. Diese beinhaltete die Automatisierung des Kleinteilelagers durch ein AutoStore®-System, um die Versorgung der Produktion mit Kleinteilen zu verbessern.

„Im Siemens Werk Bad Neustadt (EWN) haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit diesem Lagersystem sammeln können“, so Carsten Sambo. Im Vergleich zum vorherigen manuellen System, kann ein bis zu viermal größerer Bestand untergebracht werden. Bereits nach kurzer Einführungsphase erreichte das Siemens WKC zudem eine Kommissionierleistung von 75 Auslagerungspositionen (AP) pro Stunde und Mitarbeiter. Diese lag zuvor bei lediglich 30 AP. Mithilfe der Anlage soll diese Leistung noch um mindestens weitere 15 Prozent gesteigert werden.

Als weltweiter Distributionspartner von AutoStore® und mit entsprechend großer Erfahrung und Expertise wurde Dematic hinzugezogen. Die KION-Konzernschwester wurde als System-Integrator von Siemens beauftragt, AutoStore® und eine direkte Anbindung der Dematic-Fördertechnik für eine weitest-gehende Automatisierung des Materialflusses und damit eine optimale Produktionsversorgung zu implementieren. Ein großer Vorteil der Stückgut-Kommissionierlösung ist, dass sie nur wenig Platz benötigt. Den gewonnenen Raum kann Siemens für die Lagerung größerer Materialpositionen, wie bzpw. Gehäuse für Schalt-anlagen nutzen. STILL lieferte für das Lager eine Regalanlage für circa 12.000 Stellplätze sowie 2.100 Quadratmeter Bühnenfläche als Teil des logistischen Gesamtkonzepts.

Kapazitäten deutlich erhöht.
Das von Dematic implementierte Fördersystem verfügt über zwei Ebenen. Im Wareneingang werden eingehende Pakete zunächst gescannt und über einen Lift in die obere Ebene transportiert. Dort wird die Ware automatisch und zufällig an den acht Umfüllstationen verteilt. Über die untere Ebene wiederum gelangen leere AutoStore®-Behälter zu den Arbeitsplätzen. Nach der Befüllung werden die Behälter zum automatischen Kleinteilelager befördert. Um sicherzustellen, dass diese das zulässige Maximalgewicht von 30 Kilogramm nicht überschreiten, erfolgt zuvor eine Gewichtskontrolle. Über Transferzellen werden Behälter selbsttätig und in einem Schritt von den AutoStore® -Robotern abgegeben und aufgenommen. Das kompakte Kleinteilelager AutoStore® selbst nimmt lediglich eine Fläche von 760 Quadratmetern ein. Es umfasst insgesamt mehr als 45.000 Behälter, die in verschiedene Fächer unterteilt sind und so mehrere unterschiedliche Produkte aufnehmen können.

Mit dem Abruf aus der Produktion startet der Kommissionier-Prozess, also die Bereitstellung der Ware an die interne Logistik, die die Materialien produktionsgerecht aufbereitet und für die Fertigung bereitstellt. Die Zusammenstellung der Aufträge erfolgt durch 34 mobile Roboter, die auf der Oberseite des AutoStore®-Systems fahren. Sie holen die Kisten aus dem Grid und bringen sie der Reihe nach an den Port, sodass die Mitarbeiter unterbrechungsfrei ihrer Kommissioniertätigkeit nachgehen können. Zuvor mussten sie hierfür lange Strecken zurücklegen, um die einzelnen Artikel zu kommissionieren. Mit derselben Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann Siemens dank AutoStore® nun mehr Aufträge in kürzerer Zeit abwickeln. „Gleichzeitig sorgt das System für deutlich weniger Fehler bei der Zusammenstellung“, so Carsten Sambo.

Für die Zukunft gerüstet
In der AutoStore®-Anlage können auf derselben Stellfläche ein bis zu vier Mal größerer Bestand untergebracht werden als in herkömmlichen Lagersystemen. „Der Vorteil des Systems ist die maximale Verdichtung des Lagers. Denn das Besondere an diesem Cube-Storage-System ist ein sich selbsttragendes Aluminium-Raster (Grid), dessen modularer Aufbau es erlaubt, Behälter dicht neben- und übereinander zu stapeln. Darüber hinaus ist es dezentral organisiert. Das heißt, fällt ein Roboter aus, läuft das System weiter, ohne das es zu einem Ausfall kommt“, erklärt Carsten Sambo und fügt an: „Im AutoStore® haben wir täglich Abrufe von über 7.000 verschiedenen Kommissionier-Positionen. Um morgens schnell auf die benötigte Ware zugreifen zu können, haben wir eine Prognose-Funktion für die Auslagerung bzw. Nachtschicht-Umlagerung programmiert.“ Über Nacht wird der Bedarf für den nächsten Tag geprüft. Die ermittelten Materialien werden aus den untersten Ebenen der AutoStore-Anlage in den oberen Bereich des Grids umgelagert. „Somit ist gewährleistet, dass mit dem Beginn der Frühschicht schnell auf die erforderlichen Behälter zugegriffen werden kann.“ Das Konzept zum Ablauf der neuen Intralogistik wurde in enger Kollaboration aller Beteiligten entwickelt. Am Ende zieht Carsten Sambo folgendes Resümee: „Mit dem neuen Lager sind wir für die Zukunft bestens gewappnet, da dessen Skalierbarkeit schon bei der Planung berücksichtigt wurde. Die Lager- und Kommissionier-Kapazitäten zu steigern sowie das Handling und die gesamte Lagerbewirtschaftung effizienter zu gestalten, wurden bestens erfüllt.“ Das die Produktionsversorgung störungsfrei aufrechterhalten werden konnte, war für den Projektleiter von Siemens ein persönliches Highlight. (RED)

 

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

LogiMAT 2022 Fachmesse mit Vorlauf: Intralogistik aus erster Hand

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Start der Intralogistikmesse LogiMAT, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart stattfindet. Auch im zweiten Teil der dreiteiligen Serie präsentiert Logistik Express vorab die interessantesten Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Die langjährigen Besucher der LogiMAT werden in diesem Jahr feststellen, dass sich der Charakter des Branchen-Events leicht verändert hat. Anders als früher finden die beliebten Foren nicht mehr in den Hallen, sondern ausschließlich im Eingangsbereich statt. Diese Corona-Schutzmaßnahme hat zur Folge, dass die Zahl der Fachvorträge während der drei Messetage deutlich gesunken ist.

Aus dieser Not machte der Veranstalter, die Münchner Euroexpo GmbH, eine Tugend.
Etliche Vorträge finden nun im Vorfeld der LogiMAT auf der digitalen Plattform LogiMAT.digital statt, die damit spürbar an Attraktivität gewonnen hat. Am 5. April stand zum Beispiel der LogPR-Thementag auf dem Programm. Hier ging es in zwölf moderierten Vorträgen um die Themen Automatisierung, Warehousemanagement und Disposition. Für potenzielle Besucher war das eine von vielen Möglichkeiten, sich gezielt auf die Messe vorzubereiten und einige der Top-Lösungen im Vorfeld zu betrachten. Apropos Top-Lösungen: Auch im zweiten Teil des Vorberichts stellen wir einige der herausragenden Exponate vor.

Handheld Germany stellt den neuen SP500X ScanPrinter vor. Die tragbare Scan-und-Druck-Lösung vereint 2D-Imaging, Tintenstrahldruck und drahtlose Kommunikation in einem Gerät. Der SP500X wurde für Logistikanwendungen mit hohen Volumina entwickelt, bei denen bei der Sortierung von Paketen manuell gescannt und etikettiert wird. Mit dem integrierten Drucker und Wi-Fi ist der SP500X echt mobil. Der SP500X verwendet eine patentierte Technologie von HP und druckt direkt auf Pakete und andere Oberflächen. Der leichte SP500X kann über 1.250 Scans und Ausdrucke pro Stunde erstellen. Er hat eine Lithium-Ionen-Batterie, die bis zu 5.000 Scans und Ausdrucke pro Ladung schafft. Die Druckerpatronen reichen für Tausende Ausdrucke. Die Batterie kann im laufenden Betrieb gewechselt werden, sodass Ausfallzeiten minimiert werden können. Durch die Wi-Fi-Kompatibilität lässt sich der SP500X ScanPrinter nahtlos in bestehende IT-Umgebungen integrieren und kommuniziert direkt mit den vorhandenen Back-End-System.

Das Supply Chain Technologieunternehmen Zetes präsentiert auf der LogiMAT in Halle 8, Stand A41 Innovationen für eine digitalisierte, vernetzte Lieferkette. Messebesucher erleben anhand von praxisnahen Anwendungsszenarien Supply Chain Management 4.0 zum Anfassen. So wird die Logistic Execution-Lösung ZetesMedea zur Digitalisierung von Lagerprozessen inklusive Voice-Kommissionierung und das RFID-/ImageID-Gate für eine kamerabasierte Palettenprüfung des Wareinein- und ausgangs zu sehen sein. Darüber hinaus sind Live-Demos des druckluftfreien Hochleistungs-Applikators MD 5000E zum ein-, zwei- oder dreiseitigen Etikettieren von Paletten in Kombination mit dem Packaging Execution System (PES) ZetesAtlas, des IND-Staplerterminals sowie der topaktuellen Mobilcomputer und Wearables führender Hersteller geplant.

Der Pick-by-Light-Spezialist KBS Industrieelektronik GmbH präsentiert ein neu entwickeltes Modul für die elektronische Füllstandüberwachung. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten des KBS Systems um die elektronische Nachfüllsteuerung von Bereitstellregalen (e-Kanban) erweitert. Um die elektronische Nachschubermittlung zu erleichtern hat KBS einen Sensor entwickelt, der eine automatische Füllstanderfassung nahtlos in bestehende oder neue Pick-by-Light-Systeme integrieren kann. Die hierbei eingesetzte Technologie ermöglicht es, dass nur noch ein Sensor je Durchlaufkanal zur Füllstanderfassung erforderlich ist und Kabelführungen innerhalb des Durchlaufkanals entfallen. Der Behälter-Füllstand wird dabei durch den Sensor kontinuierlich berührungslos überwacht. Sobald sich nur noch eine definierbare Mindestanzahl an Behältern im Regal befindet, meldet dies der Sensor an die Nachschubsteuerung. In Kombination mit einem Put-to-Light-Modul kann der aktuelle Status angezeigt und der Nachfüllprozess optimiert werden, indem die leucht-
starke Blickfangleuchte visuell unterstützt und so den Nachfüllprozess beschleunigt und
Beschickungsfehlern vorbeugt.

Das Schweizer Familienunternehmen Kern AG hat sich dem leidigen Thema der übergroßen Pakete und dem Füllmaterial aus Plastik im Onlinehandel gewidmet und ein umweltschonendes Verpackungssystem entwickelt: PackOnTime 2box stellt maßgeschneiderte Pakete her, die ganz ohne Verpackungsmaterial auskommen. In einem vollautomatisierten Prozess wird die Ware ausgemessen und die Daten weitergeleitet. Aus recycelter Wellpappe stellt die Maschine ein passendes Paket her – und das im Sieben-Sekunden-Takt. Der nachhaltige Nutzen liegt auf der Hand: kleinere Pakete, weniger Volumen, weniger Lastwagen auf der Straße.

Das Robotikunternehmen Magazino zeigt erstmals öffentlich die serienreife Version des mobilen Roboters SOTO. Der vollständig autonom arbeitende Roboter automatisiert die Materialversorgung in der produzierenden Industrie und bringt Kleinladungsträger (KLT) vom Lager bis zur Montagelinie – ganz ohne manuelle Zwischenschritte. Der Roboter ist bereits in mehreren Pilotprojekten im Einsatz. SOTO kombiniert die elementaren Prozessschritte in einer einzigen, vollständig autonomen Lösung: die Aufnahme von unterschiedlich großen KLT, der autonome Transport von mehreren KLT von Quelle zu Senke sowie die Abgabe in Durchlaufregale auf unterschiedlichen Höhen. Das Einsammeln von Leergut sowie die Rotation von Kleinladungsträgern um 90° bis 180° gehören ebenfalls zum Fähigkeiten-Repertoire des neuen Roboters.

Mettler Toledo stellt erstmalig in Deutschland die Lösung TLD970 vor, mit der während der Fahrt die Abmaße von Paletten am Gabelstapler gemessen werden können. In Kombination mit der Waage TLF820, welche am Gabelstapler angebaut wird, entsteht so eine dynamische Messlösung für Volumen, Gewicht und ID. Damit können Spediteure ohne Zeitverlust während der Lagerumschlags prüfen, ob die vom Kunden angegebenen Maße und Gewichte stimmen. Denn mit jeder Palette, die ohne Kontrolle transportiert wird, können Umsatzverluste entstehen. Selbst kleinste Übermaße von Paletten können bei der Beladung von LKWs große Probleme hervorrufen und die gesamte Lade- und Routenplanung gefährden.

Das TLD970 von Mettler Toledo ist ein an der Hallendecke montiertes Messystem, dass die Abmaße von Paletten am Gabelstapler mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h messen kann. Die Lösung ist so unauffällig integriert, dass man sie kaum bemerkt. Eine am Gabelträger montierte Waage vom Typ TLF820 und das Handscannersystem liefern zur Vervollständigung des Datensatzes das Gewicht und die ID der Palette. Ein optionales Staplerterminal führt den Fahrer durch den Messprozess und überträgt den Datensatz per WLAN an das übergeordnete IT-System des Anwenders.

Der Pick-by-Vision-Spezialist Picavi stellt den Lager-Mitarbeiter in den Fokus. Kernthema am Messestand ist neben neuen Funktionalitäten im Picavi-Ökosystem die Entwicklung einer intelligenten Analytik mit Hilfe neuronaler Netze zur Echtzeit-Optimierung im Lager. Die Lösung basiert auf einer Echtzeit-Datenerfassung mittels Datenbrille und der Nutzung dieser Daten zur Optimierung von Lagerprozessen und der Arbeitsplatzergonomie der Mitarbeiter. Picavi führt die Auswertung mit neuronalen Netzen durch. Auf dieser Basis erkennt das System eigenständig Optimierungspotenziale und schlägt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erfassung von Bewegungsmustern und deren Optimierung für eine bessere Ergonomie im Lager. So können beispielsweise wiederkehrende Bewegungen, wie z.B. häufiges Bücken, erkannt und anschließend Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Optimierung ergriffen werden.

Die KNAPP AG (Halle 3 auf Stand B05) zeigt neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen. Innovative Roboter und Software-Tools: KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Seit September 2021 trägt BITO-Lagertechnik (Halle 6 / Stand C31) die TÜV-Zertifizierung „Klimaneutralen Unternehmen“ und stellt auf der LogiMAT ihre hohen Grundsätze hinsichtlich Umweltschutz bzw. nachhaltiger Ressourcenschonung vor. Mit dem Fahrerlosen Behältertransporter LEO Locative ermöglicht BITO-Lagertechnik den Anwendern, den innerbetrieblichen Transport von Behältern oder Waren auf ganz einfache Art und Weise zu automatisieren, ohne dafür die komplette Infrastruktur verändern zu müssen. Die LEO-Produktfamilie wächst und passt sich den verschiedenen Marktrends an. LEO custom beispielsweise eignet sich als variable FTS-Lösung für die einfache Automatisierung des Materialtransports in der Produktion und lässt sich je nach Einsatz um individuelle Aufbauten ergänzen. Das LEO-System ist in allen Ausführungen ein unkomplizierter Schritt in Richtung Industrie 4.0. Es funktioniert ohne W-LAN und IT und kann vom Nutzer problemlos selbst installiert und in Betrieb genommen werden. Auf der LogiMAT 2022 stellt BITO-Lagertechnik die neuesten Weiterentwicklungen der LEO-Familie vor und zeigt, wie sich das System unkompliziert in unterschiedliche Prozesse einbinden lässt.

Die TGW Logistics Group (Halle 5 / Stand C13) hat sich für das digitale Zeitalter mit modernen Technologien aufgestellt und zeigt als Systemintegrator das Spektrum seiner digitalen Services. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage: von der Planung über die Realisierung bis zum laufenden Betrieb. Dabei stehen Innovationen im Fokus, die Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden.Der TGW-Stand setzt auf ein offenes Kommunikationskonzept. Neben Modulen, Systemen und Lösungen rücken auch Referenzprojekte mit namhaften Kunden in den Fokus, bspw. Coop, PUMA, Fource, Engelbert Strauss.

SSI Schäfer deckt diese komplexe Bandbreite ab und präsentiert auf der LogiMAT 2022, wie seine Kunden mit zukunftsfähiger Intralogistik einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Auf dem Messestand in Halle 1 zeigt SSI Schäfer, wie kleinere und mittelständische Unternehmen Abläufe teilautomatisieren können – auf einfache Weise im Sinne von „Plug & Play“ und zu attraktiven Kosten. Im Ergebnis werden die Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse beschleunigt, der vorhandene Raum effektiver genutzt und ergonomische Arbeitsabläufe garantiert. Bausteine dieser Lösungen sind unter anderem Fahrerlose Transportsysteme, Verschieberegalsysteme, Kanallager- Applikationen mit dem SSI ORBITER® und der Lagerlift SSI LOGIMAT®, die auf der Messe ausgestellt werden. Ein besonderes Highlight auf dem Messestand ist das Exponat zur Vertical Farming Lösung, die SSI Schäfer (Halle 1 D21) als offizieller Partner des Konsortiums des Deutschen Pavillons gerade erst auf der Expo 2020 in Dubai vorstellte. Die innovative wie nachhaltige Lösung wurde in Zusammenarbeit mit Infarm, dem schnell wachsenden Urban Farming Unternehmen mit weltweiter Präsenz, entwickelt und wird nun in Europa präsentiert.

Innovation ist nicht länger eine Option. Es ist eine Notwendigkeit, BEYOND zu gehen. Wir als Dematic freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch in diesem Jahr wieder an der führenden EMEA-Messe Logimat 2022 teilnehmen werden, die vom 1. März bis zum 2. Juni in Stuttgart, Deutschland, stattfindet. Zusammen mit einem neuen Standkonzept und spannenden Showcases werden wir in Halle 1, Stand 1B37 zu finden sein. Als Unternehmen mit einem starken sustainable und sehr digitalen Mind-Set, werden wir uns im Jahr 2022 auf den ganzheitlichen Ansatz unserer Lösungen > Services > Software konzentrieren, um die Zukunftsmärkte F&B, Grocery, General Merchandise, e-Com/e-Grocery und Durable Manufacturing fokussieren.

Seit 2003 ist Element Logic (Halle 1, Stand 1H21) AutoStore-Partner. Als weltweit erster offizieller AutoStore-Integrator hat Element Logic seither mehr als 150 AutoStore-Lager installiert und ist europaweit Marktführer für AutoStore-Lösungen in Europa. Element Logic, der weltweit erfolgreichste AutoStore-Distributor des vergangenen Jahres, präsentiert innovative Neuentwicklungen auf Basis bewährter Standards mit individuellem Zuschnitt. Das in Stuttgart vorgestellte Produkt- und Leistungsspektrum reicht ausgehend von einer kompletten AutoStore-Anlage mit automatisierter Behälterandienung über integrierte Einzelstückkommissionierung per Roboter bis hin zu Peripheriegeräten, Lagerverwaltungs- und Steuerungssoftware sowie umfassenden After-Sales-Services.

Das Unternehmen AM Logistic Solutions GmbH (Halle 1 / Stand B31) konzipiert und realisiert als Generalunternehmer Logistikprojekte, die sämtliche am Markt verfügbaren Intralogistiksysteme integrieren: Automatische Kleinteilelager (AKL), AutoStore, Co-Bots, autonome mobile Roboter (AMR), Regalbediengeräte und Shuttle. Fördertechnik, IT-Lösungen, Retrofit-Sanierungen sowie 24/7-Anlagenservice und Wartung runden das Leistungsportfolio ab. Die AM Logistic Solutions ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Royal Reesink Gruppe und Teil der Reesink Logistic Solutions Division.

Wir bei Vanderlande kennen die Lagerautomatisierung in- und auswendig. Unser Fachwissen und unsere Erfahrung, die wir in den letzten 70 Jahren gesammelt haben, sind schlichtweg unübertroffen. Und all dieses Know-how steht Ihnen zur Verfügung. Lassen Sie sich von unseren Ingenieuren auf der LogiMAT von unseren Robotik- und autonomen Fahrzeuglösungen inspirieren und finden Sie heraus, warum wir der Meinung sind, dass diese innovative Technologie nicht isoliert funktionieren sollte, sondern wirklich in den Lagerfluss eingebettet werden muss. Entdecken Sie die neuesten Erkenntnisse über die einzigartige ADAPTO-Shuttle-Technologie von Vanderlande – unser automatisches 3D-Ein-/Auslagersystem mit integrierten Sortier- und Sequenzierungsfunktionen. Oder erfahren Sie, warum unsere adaptiven Taschensysteme, wie AIRPICK, die beste Lösung für Ihre Anforderungen sein könnten.

Die Fluxus Solutions GmbH (Halle 5, Stand C01) präsentiert auf der LogiMat 2022 zum ersten mal Lösungen und Dienstleistungen rund um die Themen Intralogisitk und Materialfluss. Zum Produktportfolio gehören das Paletten-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics PFS, Paletten-Einschubregalsysteme FXS Dynamics PPS & FXS Dynamics TSS, Gefällerollenbahnen FXS Dynamics GRC, Karton-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics CFS sowie das Shuttleregalsystem FXS Automation GRC und ein automatisches Palettenregalsystem FXS Automation APS.

Die IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH untermauern ihre Intralogistik-Kompetenz für hochautomatisierte SAP-gesteuerte Intralogistik-Anlagen. So beteiligt sich IGZ an dem „LogiMAT Digital“-Event am 12. Mai mit dem Vortrag „Logistikplanung mit SAP Fokus“. Ebenso sind die SAP Ingenieure in Stuttgart vertreten in Halle 1 (Stand B25) und Halle 8 (Stand B47).  (RED)

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022