Ein Land im Niedergang: Deindustrialisierung schreitet voran

„Deutschland muss sterben!“ So heißt ein beliebtes Lied der Hamburger Punkband „Slime“ zu dem gerne Pogo getanzt wird. Kann den ein Land sterben? Ja, zuerst seine Wirtschaft und damit auch über kurz oder lang das ganze Land, denn die Wirtschaft ist der Herzschlag eines Landes. Und wenn das Herz stirbt, bleibt alles andere auch stehen. 

Beitrag: Marc Friedrich.

Der Patient „Deutschland“ wurde mit einigen Beschwerden in die Notaufnahme eingeliefert, die sich zuletzt rapide verschlimmert haben und jetzt liegt das Land auf der Intensivstation. Momentan haben wir noch keinen Herztod aber etliche Warnsignale, dass ein akuter und schwerer Herzinfarkt droht.

Wir sehen ein Vorhofflimmern in Form von rasant steigenden Energiepreisen und massiver Verunsicherung der Bürger welche sich durch eine Kaufzurückhaltung ausdrückt.

Ein Herzstolpern durch offensichtlich überforderten Politiker und unverblümter Warnungen von besorgten Branchenvertretern und auch schon einige kleinere Infarkte sind aufgetreten in Form von Kurzarbeit sowie Insolvenzen von ersten Unternehmen. Selbst ein Laie würde attestieren: Es steht nicht gut um den Patienten und akute Gefahr ist in Verzug.

Die Lage spitzt sich immer dramatischer zu. Man muss sich schon die Augen reiben und klar machen, dass man nicht in einem Alptraum gefangen ist. Hätte Ihnen jemand vor wenigen Jahren gesagt, dass wir in Deutschland über Energiekrise, Stromausfälle, Wärmehallen, leere Regale und

geforderte Waffenlieferungen durch die Grünen sprechen würden, hätten sie denjenigen völlig zurecht als Spinner oder Verschwörungstheoretiker abgekanzelt. Doch jetzt sehen wir genau diesen Paradigmenwechsel in einer atemberaubenden Geschwindigkeit und damit einhergehend den Niedergang des Landes. Immer mehr Unternehmen klagen über die hohen Energiepreise und Verbände und Branchenvertreter warnen vor einer Insolvenzwelle sowie einer Deindustrialisierung Deutschlands. 

Denn durch die immens steigenden Energie- und Strompreise geraten nicht nur wir Bürger immer weiter unter Druck, sondern auch die deutsche Wirtschaft und Industrie. Vor allem die energieintensiven Branchen wie Chemie, Glas, Papier oder Metall stehen mit dem Rücken zur Wand. Zunehmend gehen Unternehmen dazu über ihre Produktion zu drosseln, um Kosten zu sparen. Mitarbeiter werden in Kurzarbeit geschickt und Investitionen werden gestoppt. Apropos Investitionen: Ausländische Unternehmen werden es sich zweimal überlegen ob sie im Hochsteuerland Deutschland mit jetzt auch noch Rekordenergiepreisen plus zäher Bürokratie investieren wollen. Ebenso überlegen jetzt schon zehn Prozent der Firmen die Produktion ins Ausland zu verlagern, um die Energiekosten wieder in den Griff zu bekommen. Andere haben schon aufgegeben und die Tore ganz geschlossen bzw. mussten Insolvenz anmelden. Weitere Unternehmen werden leider folgen wenn sich die Situation nicht rasch bessern sollte. Die unvermeidliche Rezession wird die Lage für viele Firmen und Bürger weiter verschlimmern. Der spektakuläre Abstieg Deutschlands wird genauso in die Geschichtsbücher eingehen wie sein Aufstieg durch das Wirtschaftswunder: Vom wirtschaftlichen Powerhouse zu Wärmehallen innerhalb weniger Jahre. 

 

Insolvenz oder Inflation

Wie prekär die Situation ist zeigt der kolossale Anstieg der Erzeugerpreise. Dieser stieg zuletzt im August um 45,8% auf das höchste Niveau seit Datenerhebung 1949! Alleine zum Vormonat ging es um sportliche 7,9% nach oben! Der größte Kostentreiber war die Energie: Kohle, Öl, Gas und Strom haben sich auf Jahressicht mehr als verdoppelt. Besonders drastisch ist der Anstieg von Strom: +174,9%. Die Erzeugerpreise signalisieren weiteres Ungemach denn seit jeher gelten sie als Vorläufer für die Inflation.

Die Unternehmen müssen die steigenden Preise an den Endverbraucher weitergeben ansonsten droht ihnen die Insolvenz. Wenn sie diese weitergeben können, bedeutet dies wiederum weiter steigende Preise also ein anfeuern der Inflation und somit eine weitere Belastung für die Bürger. Dies resultiert dann in einer Kaufzurückhaltung der Konsumenten was man am folgenden Chart schön ablesen kann. Der Konsumklimaindex hat ein Allzeit Negativrekord zu verzeichnen:

 

Beinahe die Hälfte (47,5%) der deutschen Unternehmen werden die Preise erhöhen. In der Lebensmittelindustrie werden fast alle Firmen die Kosten auf die Verbraucher abwälzen.


Sanktionen und Corona-Maßnahmen entfalten ihre volle Wirkung.

Entstanden sind die Gefahrenquellen für den Herzinfarkt der Wirtschaft durch die Kumulation von politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahre aufgrund von Hybris, Selbstgefälligkeit und dogmatisch verblendeter Ideologien:

  1. eine komplett fehlgeschlagene und überstürzte Energiewende
  2. Ideologie statt Pragmatismus


Deutschland verkommt immer mehr zum Geisterfahrer und Sonderling.

Nicht nur sind wir das einzige Land in Europa mit Maskenpflicht und Corona Maßnahmen, nein wir sind auch das einzige Land welches sichere und funktionierende Atomkraftwerke abschaltet, während alle um uns herum einschalten und gar neue Atomkraftwerke bauen wollen. Das jetzt auch noch die EU mit der Taxonomie Gas und Atom als „grün“ eingestuft hat, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der deutschen Politik und de facto die totale Bankrotterklärung für die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre.

  1. Sanktionen gegen einen der Hauptlieferanten von billigen Rohstoffen und Energie
  2. Ungesunde Abhängigkeit von Russland


Die Sanktionen wirken – leider bei uns!

Vorab: Was nicht ein jeder weiß: Die Mehrheit der Weltengemeinschaft macht nicht mit bei den Sanktionen und betreibt weiter fröhlich Handel mit Russland. Dies nimmt dann solche grotesken Züge an, dass wir dann über China oder Indien russisches Gas teuer einkaufen.

Fakt ist: Die Sanktionen sind gescheitert und treffen uns am härtesten, während Putin mit seinen Gas- und Ölverkäufen soviel Geld verdient wie noch nie. Seine Einnahmen aus den Rohstoffverkäufen übertreffen die Kriegskosten bei weitem.

  1. ein gescheitertes Währungsexperiment mit immensen Kosten – finanziell als auch sozial
  2. das ignorieren der Demographie
  3. das Ausruhen auf Lorbeeren
  4. mangelnde Investitionen in Bildung, Forschung, Innovation

All das wird nachhaltig die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährden. Ebenso die Versorgungssicherheit und damit unser Wohlstand sowie der soziale Frieden sind dadurch in Gefahr.

Die daraus resultierenden Krisen und Probleme werden dann nur zu gerne von den Brandstiftern selbst mit unseren Steuergeldern „gelöst“, um sich dann selbst auf die Schulter zu klopfen und  sich als Feuerwehr feiern zu lassen. Absurd aber leider wahr! Die Umverteilung und der Sozialismus sind wieder en vogue. Der Bürger mutiert immer mehr zum unmündigen Abhängigen an der Zitze der Politik, der sich dann zweimal überlegt ob er seiner Unzufriedenheit Ausdruck verleiht und in die Hand beißt, die ihn füttert. Aus dem Grund freut sich die Politik über Krisen.

Paradebeispiel für den Abschwung ist das einstige Zugpferd der deutschen Wirtschaft, die Automobilindustrie. 2021 sank schon die Produktion um 11,7%, um jetzt im 1. Halbjahr nochmals 2,9% zum Vorjahr zu verlieren.

Ob unsere Autofirmen den Transformationsprozess vollziehen und überleben, steht in den Sternen. Ebenso, ob die mobile Zukunft tatsächlich elektrisch ist und woher der dafür benötigte Strom (von den Rohstoffen fange ich erst gar nicht an) eigentlich kommen soll? Denn zur Wahrheit gehört auch: Grundlastfähig sind aktuell weder Sonne noch Wind.

Doch nicht nur in der Automobilindustrie sieht es gerade düster aus. Mittlerweile schlägt die Industrie und das Handwerk Alarm. “Vielen steht das Wasser inzwischen bis zum Hals”, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Politik müsse hier rasch mit staatlichen Hilfen einspringen, sonst drohe eine Insolvenzwelle im Handwerk.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt eine Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft BVMW unter 835 befragten Unternehmen in Deutschland. Demnach sehen mehr als 40 Prozent der deutschen Mittelständler ihre Existenz bedroht.

Fakt ist: Wenn Deutschland so weiter macht und sich deindustrialisiert verliert es massiv an Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, was Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und Wohlstand kosten wird. Wir müssen jetzt handeln!

Energiepolitische Zeitenwende 

Wir machen immer noch die dümmste Energiepolitik der Welt. Ein gutes Sinnbild ist der verstaatlichte Energieversorger Uniper. Er hatte zu 50% auf russisches Gas gesetzt, was ihm zum Verhängnis wurde und kurz vor dem Bankrott stand. Deutschland teilt dasselbe Schicksal: wir haben ebenfalls zu 50% auf russisches Gas verlassen. Kommt nun die Pleite?

Doch noch hat die Politik Zeit, um den plötzlichen Herztod zu verhindern. Dazu bräuchte es nun aber mehr Realismus und weniger Ideologie und Dogmatismus. Dazu gehört, das Eingeständnis, dass wir weder auf die saubere Atomenergie noch auf die fossilen Energieträger erstmal verzichten können.

Ob sie das tun wird, ist leider eher fraglich. Folgende Punkte wären wichtig um Deutschland autark aufzustellen und eine Versorgungssicherheit für den Wirtschaftsstandort zu garantieren:

  • Den Krieg beenden durch Diplomatie und nicht durch Waffenlieferungen
  • Die bestehenden Atomkraftwerke am Netz lassen und abgeschaltete AKW´s reaktivieren

Den Bau neuer Kernkraftwerke prüfen

– Gasförderung und Gasfracking in Deutschland prüfen

– Kohleabbau wieder starten

– Geld in die Forschung stecken (Speicher, Wasserstoff etc.) 

– Erneuerbare Energien ausbauen 

  • Strategische Vorräte massiv ausbauen
  • Verlässliche Energiepartnerschaften aufbauen
  • Sanktionen beenden

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

eGrocery Start-up Matsmart investiert in eine automatisierte und klimafreundliche Lagerlogistik

Der schwedische Online-Lebensmittelhändler Matsmart investiert für sein 20.000 m² großes Lager westlich von Stockholm in eine AutoStore-Lösung von Element Logic.

Beitrag: Redaktion.

In dem neuen mit Solarstrom betriebenen Lager werden die Mitarbeiter zukünftig von 149 AutoStore-Robotern effektiv bei der Kommissionierung und Einlagerung von Waren unterstützt. Die AutoStore-Lösung soll im Frühjahr 2022 in Betrieb genommen werden.

Matsmart interpretiert nachhaltigen Konsum neu: Im Onlineshop werden Lebensmittel zu ermäßigten Preisen verkauft, die ansonsten weggeworfen würden. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat sich das schwedische Unternehmen dank seines Klima- und Umweltbewusstseins rasant weiter entwickelt. Das vergangene Jahr war hier keine Ausnahme und ein Rekordjahr für die gesamte E-Commerce Branche. Aus diesem Grund hat Matsmart beschlossen, in ein neues automatisiertes Lager zu investieren. “Unser derzeitiges Lager haben wir auf Basis der Gegebenheiten und Größe so effizient wie möglich gemacht. Unsere Mitarbeiter machen einen fantastischen Job.

Wir nähern uns jedoch in den aktuellen Räumlichkeiten sehr schnell unserer Kapazitätsgrenze und es ist Zeit, grundsätzliche Verbesserungen umzusetzen, um die nächste Stufe zu erreichen. Unser neues automatisiertes Lager wird uns dreimal mehr Kapazität und Raum für weiteres Wachstum bietet. Daher hoffen wir, dass sich auch unsere Mitarbeiter schnell mit unserem neuen Lager anfreunden werden”, so Conrad Edgren, Logistikmanager bei Matsmart.

AutoStore bearbeitet 6.000 Auftragspositionen pro Stunde.
Das zukünftige Lager von Matsmart, das durch Solarmodule auf dem Dach mit Strom versorgt werden wird, wird mit 10.000 Palettenstellplätzen und 14 Ladedocks auf einer Fläche von 20.000 m² doppelt so groß sein, wie das derzeitige Lager. Das Herzstück des Lagers wird ein AutoStore-System sein, das von Element Logic geplant und realisiert wird.

Die Mitarbeiter bei Matsmart werden im Lager zukünftig von 149 intelligenten Auto-Store-Robotern unterstützt, bei einer geschätzten Kommissionierkapazität von bis zu 6.000 Auftragspositionen pro Stunde. Auch für zahlreiche weitere erfolgreiche Onlinehändler wie FoodOase, Bergfreunde, Styleboom, NA-KD und Boozt hat Element Logic bereits hocheffiziente AutoStore- Lösungen integriert. “Wir haben eine sehr aufregende Reise vor uns und gehen davon aus, dass wir mit unserem neuen Lager in den nächsten zehn Jahren erfolgreich weiterwachsen können. Diese Investition ist ein wichtiges Puzzle-Teil für uns, um eine nachhaltige Rentabilität für unsere Geschäftstätigkeiten in Skandinavien zu ermöglichen”, fügt Conrad Edgren hinzu. “Mit unserem Kunden Matsmart haben wir bei Element Logic einen weiteren Beweis geliefert, dass unsere Logistikkonzepte mit dem Kernprodukt AutoStore die ideale Lösung für den rasant wachsenden Online-Lebensmittelhandel sind. Wir sind sehr stolz darauf Matsmart als Vorreiter einer zunehmend nachhaltigen Lebensmittelindustrie mit einer kostengünstigen, bedarfsorientierten und nachhaltigen Lagerlogistik stärken zu können”, so Thomas Karlsson, Managing Director Element Logic Sweden. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 4/2021

Nachhaltige Intralogistik für widerstandsfähige Unternehmen

Steffen Bersch, CEO der SSI Schäfer Gruppe, erläutert die steigende Bedeutung einer nachhaltigen Logistikorganisation. Als Intralogistik-Experte unterstützt SSI Schäfer Unternehmen, ihre wirtschaftlichen und nachhaltigen Ziele zu verfolgen und ihre Logistikstruktur effizient und widerstandsfähig zu gestalten.

Beitrag: Redaktion.

Herr Bersch, wie relevant ist das Thema Nachhaltigkeit in der Logistik?

Die Logistik ist das Rückgrat fast jeden Sektors und die entsprechenden Leistungen und Lösungen unverzichtbar für eine moderne Gesellschaft. Intralogistik ermöglicht es Unternehmen, in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, sowohl lokal als auch in einem globalen Umfeld, zu agieren. Eine funktionierende und nachhaltige Lieferkette ist dabei einer der Erfolgsfaktoren für die meisten Unternehmen. Denn Ressourcen sind endlich und müssen vernünftig eingesetzt werden.

Digitale Transformation, Klimawandel, Corona-Pandemie – warum sollten Unternehmen in diesen dynamischen Zeiten in das Thema Nachhaltigkeit investieren?

Die Corona-Krise mit den Lockdowns und den vielen Beschränkungen steht in scharfem Kontrast zu dem „Höher, schneller, weiter“, das unseren Alltag bisher prägte. Im Laufe der Jahre lag der Schwerpunkt oft auf der Steigerung der Rentabilität. Inzwischen wird Nachhaltigkeit mehr und mehr zu einem Schlüsselfaktor für den künftigen Geschäftserfolg. Nachhaltig ausgerichtete Unternehmen erweisen sich oft als widerstandsfähiger und können Herausforderungen wie die Corona-Pandemie besser bewältigen.

Im August ist SSI Schäfer der Initiative der „50 Sustainability and Climate Leaders“ beigetreten. Möchten Sie aufmerksam machen auf den sich ändernden Fokus in den Unternehmen?

Die Initiative, der wir beigetreten sind, orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Wir als Unternehmen SSI Schäfer fühlen uns diesen Zielen verpflichtet. Als international führender Anbieter von Lager- und Logistiksystemen beschäftigen wir uns schon lange mit nachhaltigen Lösungen. Wir wollen vor allem den Wandel zu einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Intralogistik fördern und Diskussionen in den Unternehmen anregen. Die “50 Sustainability and Climate Leaders“ bieten eine gute Plattform, um unser Anliegen darzustellen und weiterzuentwickeln.

Wie sieht nachhaltige Logistik von SSI Schäfer aus bzw. welche Systeme und Bereiche betrifft es?

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Intralogistiklösungen sind wir ein idealer Partner für Unternehmen, die wirtschaftlich tragfähige und zukunftsorientierte, nachhaltige Ziele verfolgen. Wir verfügen über ein breites Portfolio an innovativen Produkten und Lösungen, die wir für die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden kombinieren.

Dazu zählen vor allem: Energieeffizienz sowie das umweltfreundliche Betreiben von Lager- und Logistikprozessen, ökologische Bauweisen, kurze Lieferketten, vorausschauende Wartung und Fernwartung, gesunde Arbeitsbedingungen und eine sauberere Umwelt sowie weniger Abfall und die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.

Können Sie Beispiele aus Ihrem Kundenkreis nennen?

Im Rahmen unserer Beteiligung an der Initiative der „50 Sustainability and Climate Leaders“ heben wir drei aktuelle Kundenprojekte besonders hervor, da sie die Facetten einer nachhaltigen Logistik beispielhaft aufzeigen:

1. Nachhaltige Innovation zur Schaffung einer skalierbaren Lösung für ein neues, lokales Lebensmittelsystem mit Infarm (Europa)

2. Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und unvorhersehbare Ereignisse wie die COVID-19-Pandemie mit ORCA Cold Chain Solutions (Asien)

3. Ein digitales Distributionszentrum mit energieeffizienter Hardware und einer intelligenten Softwarelösung für die vorausschauende Wartung mit Pepperl+Fuchs (Nordamerika). Entsprechend der UNO-Prognose, dass bis 2030 80% der Bevölkerung in Städten leben werden, wird, zusammen mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum, die Nachfrage nach der Lebensmittelproduktion unsere wertvollsten Ressourcen übersteigen.

Infarm und SSI Schäfer arbeiteten zusammen, um den Schritt von der traditionellen Landwirtschaft zur automatisierten „vertikalen“ Landwirtschaft zu ermöglichen. Vertical Farms haben eine entscheidende Bedeutung erlangt, um Städte und Siedlungsgebiete integrativ, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Im Vergleich zu traditionellem Ackerbau ist die innovative Lösung bis zu 400 Mal effizienter (d.h. auf 25 m² können Landwirte das Äquivalent von fast 2 Hektar Ackerland produzieren), sie benötigt 95% weniger Wasser, 75% weniger Dünger und kommt ganz ohne chemische Pestizide aus.

Aber auch Lebensmittelsicherheit sowie hohe Leistungserbringung ist ein weiterer Bereich, in dem SSI Schäfer einen Unterschied macht. Sehen Sie sich zum Beispiel die energieeffiziente, aber hochautomatisierte Logistiklösung an, die für Orca Cold Chain Solutions auf den Philippinen eingeführt wurde. Sie steht vor den Herausforderungen der Lebensmittelindustrie, dass bis zu 37% der weltweit hergestellten Lebensmittel aufgrund schlechter Verpackung, schlechter Lagerung und schlechter Handhabung verloren gehen.

Zudem konnten die Partner mit der Lösung die Stromkosten um fast 35% senken und menschliche Eingriffe minimieren. So kann die Integrität aller Waren gewährleistet und die Verantwortlichkeit sowie 100%ige Rückverfolgbarkeit der Waren erhöht werden (d.h. mit der Automatisierungslösung von SSI Schäfer können bis zu 4.800 Paletten an einem einzigen Tag bewegt werden).

Mit einem innovativen Ansatz und Technologieeinsatz realisierte SSI Schäfer für Pepperl-Fuchs ein zuverlässiges und zukunftssicheres Distributionszentrum mit ca. 28.000 Lagerplätzen. Ausgestattet mit energieeffizienter Hardware und mit dem Ziel, den Platzbedarf zu reduzieren, nutzt die automatisierte Lösung die Leistungsfähigkeit der Pepperl+Fuchs-Sensorik in Verbindung mit der SSI Schäfer Logistiksoftware für eine innovative und maßgeschneiderte Lösung zur vorausschauenden Instandhaltung.

Welche Visionen haben Sie für SSI Schäfer?

Wir befinden uns inmitten einer langen Reise. Das Ziel ist es, einen aktiven Austausch mit Kunden, Partnern und interessierten Unternehmen zu initiieren, um gemeinsam die Entwicklung nachhaltiger Lösungen in der Logistikbranche voranzutreiben. Wir brauchen eine wirtschaftlich effiziente wie nachhaltige Logistikorganisation, um den Energieverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kosten zu senken und gleichzeitig kurze Lieferketten und gesunde Arbeitsbedingungen zu fördern

Welche Empfehlung geben Sie Unternehmen, die aktuell über eine Optimierung ihrer Prozesse nachdenken?

Ganz klar, wir empfehlen uns als Partner. Wir haben bei allen Unternehmen, egal welche Branche und Größe, den Anspruch, die optimale Logistikstruktur zu erarbeiten und das Unternehmen dadurch nicht nur effizient und nachhaltig aufzustellen, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dabei schöpfen wir aus einem sehr breiten Programm an innovativen Systemen und Technologien, sind weltweit präsent und profitieren von unserer jahrzehntelangen Erfahrung aus den unterschiedlichen Branchen. (RED)