Wie der Computer zum intelligenten Wesen wird

Immer mehr Unternehmen setzten zur Verbesserung ihrer Wertschöpfung auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Doch nach welchen Prinzipien funktionieren eigentlich KI-Programme und für welche Zwecke lassen sie sich nutzen? Aufschluss darüber gibt ein historischer Überblick.

Den Grundstein für das Fachgebiet der Künstlichen Intelligenz legte der britische Mathematiker Alan Turing im Jahr 1936. Turing bewies, dass eine Rechenmaschine – eine sogenannte «Turingmaschine» – in der Lage ist, kognitive Prozesse auszuführen. Die Bedingung dafür ist, dass sich diese Prozesse in mehrere Einzelschritte zerlegen lassen und durch einen Algorithmus dargestellt werden können. 1950 entwickelte Turing ein Test-Verfahren, um zu prüfen, ob ein Computer selbständig denken kann. Hierfür führt eine Versuchsperson mit zwei unsichtbaren Gesprächspartnern ein Gespräch. Danach muss die Versuchsperson entscheiden, welcher der beiden Gesprächspartner der Computer war. Wenn mindestens 30 Prozent der Versuchspersonen den Computer nicht erkennen, gilt der Test als bestanden.

Aus Konferenz entsteht erstes KI-Programm.
Der Begriff «Künstliche Intelligenz» trat erstmals im Jahr 1956 am «Summer Research Project on Artificial Intelligence» in Erscheinung. Dies war eine ambitionierte, sechswöchige Konferenz, die am Dartmouth College in New Hampshire in den USA stattfand. Die Konferenz gilt als Geburtsstunde für das Fachgebiet «Künstliche Intelligenz» als wissenschaftliche Disziplin. Die Konferenzteilnehmer waren davon überzeugt, dass Denkprozesse auch ausserhalb eines menschlichen Gehirns möglich sind. Als Resultat der Konferenz entwickelten der Informatiker Allen Newell, der Programmierer Cliff Shaw und der Wirtschaftswissenschaftler Herbert Simon das Programm «The Logic Theorist». Die Aufgabe des Programms war es, mithilfe von Logik und Vernunft mathematische Theoreme zu beweisen. Es wird als «erstes Programm für künstliche Intelligenz» bezeichnet.

Im Jahr 1966 entwickelte der deutsch-amerikanische Informatiker Joseph Weizenbaum den weltweit ersten Chatbot Eliza. Dieser war so programmiert, dass der Eindruck entstand, er könne die Rolle eines Psychotherapeuten einnehmen. Das Programm reagierte allerdings lediglich auf Schlüsselworte und antwortete häufig mit Fragen oder allgemeinen Phrasen. Auch war der Dialog mit dem Chatbot nur über eine Computertastatur möglich. Weizenbaum war überrascht, mit welch einfachen Mitteln man Menschen die Illusion vermitteln kann, ein Gespräch mit einem Partner aus Fleisch und Blut zu führen. Viele Probanden hatten nämlich den Eindruck, der virtuelle Psychotherapeut hätte Verständnis für ihr Problem.

Wird menschliche Intelligenz überflüssig?
Die 70er-Jahre waren geprägt von einem wissenschaftlichen Streit über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz für praktische Anwendungen. Bezugnehmend auf die Arbeiten von Alan Turing waren Allen Newell und Herbert Simon von der Carnegie Mellon University der Ansicht, dass es für den Vollzug von Denkprozessen kein menschliches Gehirn braucht. Denken sei nichts anderes als Informationsverarbeitung und Informationsverarbeitung ein Rechenvorgang, bei dem Symbole manipuliert werden. Eine klare Gegenposition zu dieser Meinung ergriff der Philosoph John Searle. Gemäss der Auffassung von Searle können Maschinen mittels Künstlicher Intelligenz die kognitiven Fähigkeiten von Menschen zwar simulieren und nachahmen, sie sind aber nicht wirklich intelligent, sondern scheinen lediglich intelligent zu sein.

Als Ergebnis der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stehen sich bis heute mit der schwachen und starken Künstlichen Intelligenz zwei konträre Positionen gegenüber. Die Verfechter der starken Künstlichen Intelligenz plädieren dafür, dass KI-Maschinen in demselben Sinn intelligent sind und denken können wie Menschen. Die Vertreter der schwachen Künstlichen Intelligenz sind der Ansicht, dass menschliches Denken gebunden ist an den menschlichen Körper, insbesondere an das Gehirn.

Erstes Expertensystem für medizinische Zwecke.
An der Universität Stanford wurde 1972 der Grundstein für sogenannte Expertensysteme gelegt. Expertensysteme sind Computerprogramme, die Menschen bei komplexen Problemstellungen unterstützen. Entwickelt wurde das System MYCIN, das Künstliche Intelligenz erstmals für medizinische Zwecke einsetzen sollte. Das neue Expertensystem war in der Lage, die Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten zu unterstützen, indem es aufgrund von zahlreichen Parametern geeignete Antibiotika vorschlug. MYCIN wurde allerdings nie in der Praxis eingesetzt. Die Skepsis war zu gross und es mangelte an technischen Möglichkeiten, um das System für eine breite Anwendung verfügbar zu machen.

Bei der historischen Betrachtung der Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz wird oft die Auffassung vertreten, dass sich die Forschung in diesem Gebiet wellenartig entwickelte. Eine Periode, in denen es innovative Neuerungen gibt, bezeichnet man als KI-Sommer und für Zeiträume, in welchen die Entwicklung stagniert, verwendet man den Begriff KI-Winter. So werden beispielsweise auch die 80er-Jahre als KI-Winter aufgefasst. Weil die hohen Erwartungen an die KI-Forschung nicht erfüllt wurden, stoppten viele Regierungen, allen voran die USA, ihre Forschungsgelder. Ausgehend von der Zeit des kalten Krieges hatte die USA enorme Geldsummen investiert zur Bereitstellung eines Übersetzungssystems, das Dokumente in Russischer Sprache automatisiert übersetzen sollte. Doch die KI-Forscher hatten die Komplexität der Aufgabe unterschätzt.

In den 80er-Jahren stellten KI-Forscher immer wieder fest, dass Aufgaben, die für Menschen sehr einfach sind, für Computer eine grosse Herausforderung darstellen und umgekehrt. So ist es für Menschen schwierig, komplexe mathematische Probleme zu lösen, während Computer Mühe damit haben, Bilder oder Sprache zu erkennen oder Bewegungen auszuführen. Dieses Prinzip wurde unter anderem von Hans Moravec beschrieben und wird auch als Moravecsches Paradox bezeichnet.

Sprachcomputer auf Basis von neuronalem Netzwerk.
Einen positiven Impuls für das Fachgebiet der Künstlichen Intelligenz gab es im Jahr 1986 mit dem Programm «NETtalk». Denn damit brachten Terrence J. Sejnowski und Charles Rosenberg den Computer zum Sprechen. Das Programm konnte Wörter lesen und korrekt aussprechen sowie das Gelernte auf ihm unbekannte Wörter anwenden. «NETtalk» gehörte damit zu den frühen sogenannten neuronalen Netzwerken. Das sind Programme, die mit grossen Datenmengen gefüttert werden und darauf aufbauend eigene Schlüsse ziehen können.

Bei der Betrachtung der historischen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz fällt der Fokus auch auf die beachtliche Leistung von Rechnern, die bei Brett-, Computer- oder anderen Spielen gegen Menschen spielen. Es zeigt sich immer wieder, dass moderne Computer sogar die besten menschlichen Spieler übertreffen können. Bereits 1997 konnte die Weltöffentlichkeit beobachten, wie das IBM-System «Deep Blue» den russischen Schachweltmeister Gary Kasparov besiegte. Und im Jahr 2011 gewann das Computerprogramm «Watson» (ebenfalls IBM) in der amerikanischen Quiz-Show Jeopardy gegen die besten Quizmeister. 2016 übertraf die Deepmind-Software AlphaGo von Google den südkoreanischen Spitzenspieler Lee Sedol bei einer Spielpartie auf dem chinesischen Bettspiel Go. AlphaGo schlug Sedol 4:1. Das Resultat erstaunt angesichts der Komplexität des Spiels. Hat der erste Spieler bei Schach 20 mögliche Züge zur Auswahl, sind es bei Go 361 Züge.

Schnellere Rechner fördern maschinelles Lernen.
Ungefähr ab dem Jahr 2010 begann eine Phase der Kommerzialisierung von KI-Anwendungen. Als besondere Innovationen für den Alltagsgebrauch der Menschen begannen sich die Sprachassistenten Siri und Alexa zu etablieren. Im Geschäftsbereich schritt die Automatisierung von Arbeitsprozessen voran und das Internet der Dinge konnte für immer mehr Anwendungsbereiche genutzt werden. Dank der immer besseren Rechnerleistung konnten die Computer immer besser für das maschinelle Lernen genutzt werden. Beim maschinellen Lernen generiert der Computer selbstständig Wissen aus Erfahrungen. Er kann damit auch eigenständig Lösungen für neue und unbekannte Probleme finden. Auch das Deep Learning erreichte einen neuen Boom. Deep Learning ist ein Teilgebiet des maschinellen Lernens, bei welchem neuronale Netze in mehreren Schichten genutzt werden. Es entsteht eine umfangreiche innere Struktur des Netzes. Deep Learning kann zum Beispiel dafür genutzt werden, Bilder zu erkennen, Texte zu verstehen oder präzise Entscheidungen zu treffen.

Grosse Datenmengen zur Effizienzsteigerung nutzen.
Ab dem Jahr 2020 ergaben sich im Bereich Künstliche Intelligenz viele weitere Trends. Die Unternehmen begannen sich zum Beispiel auf die Machine Learning Operations (MLOps) zu konzentrieren. In einem funktionsübergreifenden und kooperativen Prozess soll das maschinelle Lernen für möglichst viele Anwendungsgebiete in einem Unternehmen produktiv genutzt werden. Die Unternehmen sollen aus ihren Daten wertvolle Informationen gewinnen können, beispielsweise, wenn es um Workflows, Traffic-Muster und das Bestandsmanagement geht. Neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Supply Chain Management ergeben sich durch die immer bessere Verfügbarkeit von digitalen Daten über die Kosten und die Lieferbarkeit von Gütern und Ressourcen. Bereits heute stellen die B2B-Plattformen wlw (ehemals «Wer liefert was») und EUROPAGES grosse Mengen solcher Daten zur Verfügung. Das Unternehmen Visable als Träger der beiden Plattformen nutzt selber KI-Programme zur Pflege der Daten, beispielsweise zur Bereitstellung von Schlüsselwörtern für die Datensuche oder zur Eliminierung von Daten-Duplikaten.

 

Über Visable:
Visable unterstützt industriell tätige Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen für Einkäufer international zugänglich zu machen. Als speziell auf Geschäftskunden zugeschnittene Verbindung aus eigenen B2B-Plattformen und Online-Marketing-Services wie zum Beispiel Google Ads und Retargeting bietet das Unternehmen ein breit gefächertes digitales Portfolio zur Reichweiten-Steigerung im Internet.

Zu den von der Visable GmbH betriebenen Plattformen gehören wlw («Wer liefert was»), heute die führende B2B-Plattform in der D-A-CH-Region sowie die europäische B2B-Plattform EUROPAGES, auf der rund 3 Millionen Firmen registriert sind. Zusammen erreichen die Plattformen monatlich bis zu 3.6 Millionen B2B-Einkäufer, die nach detaillierten Unternehmens- und Produktinformationen suchen.

Mit seinen Online-Marketing-Services bietet Visable Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten, ihre Reichweite im Internet zu erhöhen.

Das Unternehmen Visable entstand als Antwort auf die Herausforderungen der Internationalisierung und Digitalisierung im B2B-Bereich. Visable ist in Hamburg, Berlin, Münster und Paris präsent und verfügt über eine Schweizer Zweigniederlassung in Baar. Insgesamt sind rund 480 Mitarbeitende beschäftigt. Als gemeinsames Dach für die Marken wlw und EUROPAGES baut Visable seine Plattformen und Online-Marketing-Services kontinuierlich aus.

Vom Verlagshaus zur Tech-Company.
Wie wird aus einem ursprünglich traditionell ausgerichteten Unternehmen eine erfolgreich wachsende Tech-Company? Dieser Frage geht Peter F. Schmid, CEO des Unternehmens Visable, in seinem neuen Buch «Mission Wandel» nach. 1932 als Herausgeber des Nachschlagewerks «Wer liefert was» gegründet, hat sich Visable in den vergangenen Jahren von einem Verlag zu einem agilen internationalen Internet-Unternehmen gemausert. Den weitreichenden Change-Prozess beschreibt Schmid in seinem neuen Buch «Mission Wandel: Von einem Old-School-Unternehmen zu einer Tech-Company – die Geschichte einer Transformation». Darin erzählt er von Erfolgen, Wachstumsschmerzen und den Herausforderungen des Online-Geschäfts. «Mission Wandel» ist erhältlich im Springer Gabler Verlag.

LOGISTIK express Journal 4/2022

Langfristige Investitionssicherheit mit AutoStore von Element Logic

Multichannel-Unternehmen Greendonkey schafft Platz und automatisiert mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem ist mit dem Lagerverwaltungssystem eManager optimal in die IT-Architektur von Greendonkey mit dem ERP-System Tricoma eingebunden und sorgt für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung.

Beitrag: Redaktion.

In Nagold, 25 Kilometer südwestlich von Stuttgart, hat sich mit der Greendonkey GmbH in den vergangenen zehn Jahren eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche etabliert. Greendonkey ist die Dachmarke für das Radzentrum Nagold und dessen Online-Handel. In einem ehemaligen Autohaus bietet das Ladengeschäft auf mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche alles, was Fahrradfahrer benötigen. Neben 800 vorrätigen Fahrrädern und hochwertigen E-Bikes führender Hersteller zählen dazu unter anderem Fahrradhelme, Fahrradteile und -zubehör, Sets, Werkstattverpackungen und Fahrradbekleidung sowie Fahrradträger, Kinderfahrradanhänger und sonstiges Zubehör. Parallel wurden im Internet eigene Online-Shops eingerichtet.

Inzwischen betreuen die 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Radzentrums 14.000 feste Kunden. Zudem verzeichnet die Adressdatenbank von Greendonkey mehr als 700.000 Online-Kunden. Insgesamt schreibt das 2011 gegründete Unternehmen zweistellige Millionen-Umsätze. „Mit unseren verschiedenen Vertriebskanälen decken wir vom Endkunden bis zum B2B Kunden alles ab“, erklärt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart das rapide Wachstum. „Als 2020 die Pandemie begann, war der Online-Handel für uns noch weit weg. Dann haben wir unser ganzes Personal im Online-Handel eingesetzt. Im August hatten wir schon 800 Sendungen verschickt. Heute schreiben wir 70 Prozent unseres Umsatzes mit dem Online-Handel, die Hälfte davon über den eigenen Webshop. Und wir sind technisch so aufgestellt, dass wir weiteres Wachstum stemmen können.“

Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse.
Die rasant positive Unternehmensentwicklung brachte Greendonkey allerdings zunehmend an die Grenze seiner Lagerkapazitäten. Vor diesem Hintergrund vertiefte Borkhart die Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse. Als übergeordnetes ERP-System wurde bereits 2013 das Warenwirtschaftssystem „Tricoma“ implementiert. „Tricoma ist schnell einsetzbar und bietet verschiedene Schnittstellen, sowohl zu den Handelsplattformen im Netz als auch zu intralogistisch Automatisierungssystemen“, erklärt Borkhart. „Nebenbei nehmen uns die Automatismen viel Arbeit ab.“ Diese Erfahrungen wurden mit einer im Januar 2022 in Betrieb genommene AutoStore-Anlage auch auf die Intralogistikprozesse der Lagerung und Kommissionierung behälterfähiger Artikel übertragen. Den Auftrag für Anlagenlayout und Projektrealisierung erhielt der Systemintegrator Element Logic, der erste offizielle AutoStore-Integrator.

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die Entscheidung für die AutoStore-Anlage fiel hinsichtlich Effizienz und Flexibilität mit Blick auf unsere Bestandsimmobilie und die Skalierbarkeit der Anlage nach einem Vergleich mehrerer Automatisierungsoptionen“

Das automatisierte Kleinteilelager- und Kommissioniersystem AutoStore zählt zu den markantesten Erfolgsgeschichten der Intralogistik in den vergangenen 20 Jahren. Weltweit sind inzwischen annähernd tausend der robotergestützten Anlagen installiert. Allein Element Logic, weltweit erfolgreichster AutoStore-Distributor des Jahres 2020 und 2021, hat inzwischen mehr als 200 AutoStore-Lösungen realisiert. Die Kombination aus Automatisierung der Intralogistik-Prozesse, Flexibilität einer durchgängig skalierbaren Komplettlösung und kompakter, energieeffizienter Anlagentechnik gelten als Erfolgsfaktoren des Systemkonzeptes. Anders als in herkömmlichen Automatisierten Kleintelelagern (AKL) werden die Behälter in den modular konzipierten AutoStore-Anlagen zur Kleinteilelagerung in Schächten übereinandergestapelt und von kleinen Robotern, sogenannten Robots, ein-, um- und ausgelagert. Die Behälterstapel werden in einem standardisierten, bis zu 6,20 Meter hohen Aluminium-Raster, dem sogenannten Grid, gelagert. Auf dessen Oberfläche arbeiten die Robots, heben die Behälter mit den gewünschten Waren an, übergeben sie an integrierte Arbeitsstationen, den sogenannten Ports, und stapeln die Behälter nach der Kommissionierung wieder in der Anlage ein.

Als Füll- und Kommissionierstationen sind Karussell-Ports für höhere Lagerdurchsätze, Conveyor-Ports für geringere Durchsätze und Relay-Ports für maximale Durchsätze verfügbar. Mit einer um 60 bis 70 Prozent verbesserten Raumausnutzung gegenüber herkömmlichen AKL-Lösungen erzielen AutoStore-Anlagen bei minimalem Flächenbedarf so die höchste Lagerdichte. Dabei lässt sich das Anlagenlayout exakt auf jedwede bauliche Gegebenheit angepassen – und es ist bei wachsendem Leistungs- oder Kapazitätsbedarf durch zusätzliche Robots, Ports oder Behälter-Schächte mühelos skalierbar. „Hoch verdichtete Lagerung, minimaler Flächenbedarf und eine schnelle, fehlerfreie Kommissionierung ohne Laufwege“, fasst Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland, zusammen. „Bei einem Energiebedarf von durchschnittlich 100 Watt je Robot pro Stunde weisen AutoStore-Anlagen zudem den geringsten Energieverbrauch unter den AKL-Lösungen auf.“ Faktoren, die mit den wachsenden Anforderungen an Reaktionszeiten und Prozesseffizienz durch den stark wachsenden Online-Handel und die Pandemie die Nachfrage nach AutoStore-Anlagen in den vergangenen Jahren weiter gefördert haben.

Schnelle Projektrealisierung.
So auch bei Greendonkey. Angepasst an die Rahmenbedingungen der niedrigen Raumhöhe von lediglich 3,30 Metern in der Bestandsimmobilie konzipierte Element Logic für den Omnichannel-Händler eine exakt zugeschnittene automatisierten AutoStore-Anlage. „Nachdem Lagergröße und Dynamik der Anlage definiert waren, haben wir Layout und Konzeption festgelegt und bereits nach wenigen Wochen mit der Installation begonnen“, veranschaulicht Kieninger. „Durch die modularen Komponenten und unsere Plug-and-Play-Software eManager war die Projektrealisierung schnell abgeschlossen.“

Greendonkey-Unternehmensgründer und Geschäftsführer Falko Borkhart: „Die kompakte Anlage bietet uns auf minimaler Grundfläche ein Maximum an Lagerkapazität und die automatisierten Prozesse entlasten die Mitarbeiter bei gesteigerter Performance.“

Auf einer Grundfläche von lediglich 105 Quadratmetern bietet die AutoStore-Anlage bei Greendonkey 2.125 Behälterstellplätze zur Kleinteilelagerung. Achtfach übereinander stehen die 330 Millimeter hohen Behälter in dem Schächten des Aluminium-Rasters. Auf der Grid-Oberfläche sorgen sechs Robots der R5-Serie für koordinierten, auftragsgerechten Zugriff auf die Behälter. Die Behälter aus der Anlage präsentieren die Roboter an drei integrierten Arbeitsplatz-Modulen. Diese sind platzsparend als Conveyer-Ports ausgeführt.

Schnittstelle für koordinierte Prozessabfolgen.
Die Einbindung der AutoStore-Anlage in die Logistikprozesse des Online-Shops, des stationären Geschäftes und der angeschlossenen Fahrradwerkstatt erfolgte in enger Zusammenarbeit von Element Logic mit Greendonkey und den ERP-Spezialisten von Tricoma. Über eine standardisierte Schnittstelle wurde das Tricoma-Warenwirtschaftssystem (WMS) mit dem eManager von Element Logic verbunden.

Das Lagerverwaltungssystem von Element Logic ist speziell auf die Bedürfnisse der Autostore-Technologie zugeschnitten. Für besondere Aufgaben wie etwa Express-Sendungen oder Multi-Aufträge aus unterschiedlichen Lagerbereichen wurden im WMS die individuellen Prozesse für die Anlagensteuerung definiert. Nach wenigen Testläufen konnte die Bestückung der Anlage erfolgen. Innerhalb von sechs Woche waren alle entsprechenden Produkte eingelagert. „Im Zusammenspiel von WMS und eManager hat sich die Anlage schnell bewährt“, urteilt Kieninger.

So unterstützen die optimierten Prozesse der AutoStore-Anlage bei Greendonkey nicht allein die schnelle, fehlerfreie Auftragsfertigung im weiter wachsenden Online-Handel. Die Anlage dient auch zur Verarbeitung auftragsbezogener Großhandelsbestellungen. Die entsprechenden Artikellieferungen kommen in Mischpaletten und Mischkartons in Nagold an. An den Ports der Anlage werden die Artikel in Behälter umgepackt, chaotisch eingelagert und umgehend auftragsbezogen wieder kommissioniert und an den Versand übergeben.

Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland: „Die AutoStore-Anlage kommt sowohl als Lager- und Kommissioniersystem wie auch als Auftragspuffer und Sortiermaschine zum Einsatz.“

Inzwischen verlassen jeden Monat rund 50.000 Sendungen das Greendonkey-Zentrallager am Standort Nagold. „Zuverlässige Kommissionierung und schneller Versand zählen zu den Schlüsselfaktoren unseres Online-Handels“, resümiert Greendonkey-Geschäftsführer Borkhart. „Mit der AutoStore-Anlage von Element Logic unterstützt uns dabei ein effizientes Automationssystem. Seine Skalierbarkeit und Flexibilität bietet uns langfristige Investitionssicherheit bei weiterem Unternehmenswachstum. Wir sind mit dem Projektverlauf und den Ergebnissen sehr zufrieden.“

SoMe-Zeilen: 
Multichannel-Unternehmen Greendonkey automatisiert Auftragsfertigung mit einer AutoStore-Anlage von Element Logic. Das automatisierte Lager- und Kommissioniersystem bietet auf 105 m2 und einer Deckenhöhe von lediglich 3,3 m Platz für 2.125 Behälter und sorgt mit sechs Robots und drei Ports für zuverlässige Kommissionierung und schnelle Versandbereitstellung. (RED)

Gakten und Zahlen: Greendonkey

  • Gründungsjahr 2011
  • eines der am schnellsten wachsenden MultiChannel-Unternehmen der Fahrradbranche
  • mehr als 1.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche in Nagold
  • 14.000 feste Kunden des Radzentrums
  • mehr als 700.000 Online-Kunden
  • AutoStore-Anlage:
  • Grundfläche 105 qm
  • 2.125 Behälterstellplätze
  • 330 mm Höhe
  • achtfach gestapelte Behälter
  • 6 AutoStore-Robots R5
  • 3 Conveyor-Ports
  • Lagerverwaltungssystem eManager von Element Logic mit Schnittstellenanbindung zum WMS

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Am Puls der Zeit mit Dematic

Die Handtmann Group setzt auf ein schlagkräftiges Logistikzentrum mit Automatisierungslösungen von Dematic.

Beitrag: Redaktion.

Die Handtmann Gruppe beschloss das bestehende Logistikzentrum durch einen umfangreichen Neubau massiv zu erweitern. Nach einem intensiven Auswahlprozess wurde der Anbieter für Automatisierungstechnik Dematic mit der Konzeption und Umsetzung des Großprojekts betraut. Dematic realisierte eine Komplettlösung bestehend aus seinem Multishuttle-System, Behälterfördertechnik, einem Hochregal mit drei SR-U/1200 Regalbediengeräten und angeschlossener Palettenfördertechnik sowie einem umfassendem Software-Paket für das Warehouse Management System (WMS). Qualität und Präzision sind seit den Anfangsjahren feste Zutaten im Erfolgsrezept der Handtmann Unternehmensgruppe. Denn die Kundschaft ist anspruchsvoll und erwartet einwandfreie Anlagen von dem Biberacher Unternehmen.

Handtmann erweiterte im Laufe der Jahre sein Programm, verfügt über eine breite Diversifikation und ist heute ein Global Player mit Niederlassungen und Produktionsstätten auf der ganzen Welt. Was sich indes nicht geändert hat: Der Anspruch an die eigene Leistung ist gestern wie heute extrem hoch. Darum entschied man sich in Biberach auch erst nach sorgfältigen Abwägungen für die exakt passende Lösung, als es darum ging, das Logistikzentrum am Stammsitz der Handtmann Maschinenfabrik den gestiegenen Kapazitäten anzupassen.

Vor fast 150 Jahren als Messinggießerei gegründet, hat sich die Firmengruppe Handtmann im Laufe der Zeit zu einem weltweit agierenden System- und Anlagenbauer entwickelt. Heute erwirtschaftet die Gruppe mit knapp 4.000 Mitarbeitenden an 30 Standorten weltweit einen jährlichen Umsatz in Höhe von 820 Millionen Euro. Im Geschäftsbereich der Füll- und Portioniersysteme entwickelt und produziert die Albert Handtmann Maschinenfabrik zukunftsorientierte Anwendungslösungen für die Lebensmittelverarbeitung. Dabei nimmt sie eine internationale Spitzenstellung ein. Zu ihren Kunden zählen sowohl Handwerksbetriebe und Start-ups, als auch mittelständische Betriebe und industrielle Konzerne auf der ganzen Welt.

Die große Produktvielfalt des Maschinenbauers, stellt zugleich besondere Anforderungen an die Lagertechnik. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Jahren die Volumina und der Durchsatz im Lager in Biberach an der Riß deutlich gewachsen sind. Um der Auftragslage und den gestiegenen Ansprüchen Rechnung zu tragen, war es notwendig geworden, das bestehende Palettenlager und das automatische Kleinteilelager (AKL) zu ersetzen, wie Georg Briegel, Bereichsleiter Produktion bei der Handtmann Maschinenfabrik GmbH, berichtet: „Unser Ziel war zum einen der Ausbau unserer Lagerkapazität. Zum anderen galt es, Prozesse zu
optimieren.“
.
Implementierung im laufenden Betrieb.
Auf der Suche nach einer modernen Lösung entschied sich das Unternehmen für Dematic. Gemeinsam wurde ein neues Logistikzentrum auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern mit direktem Anschluss an die bestehende Produktionshalle neu konzipiert und angebaut. Dematic präsentierte daraufhin ein ganzheitliches Layout, bestehend aus einem Multishuttle-System und einem Hochregallager mit drei Regalbediengeräten sowie diverser Fördertechnik, die durch eine hauseigene Software-Lösung von Dematic gesteuert werden sollte. Die alte Anlage wurde nach der Fertigstellung des neuen Dematic Systems zurückgebaut. Das neue Intralogistiksystem wurde an der Schnittstelle des Neubaus in dem Bestandsgebäude fortgeführt und integriert, um nahtlos die reibungslose und effiziente Materialversorgung der Produktion von Handtmann zu gewährleisten.

Eine der größten Herausforderungen bei der Installation der Anlagen war die Vorgabe, die Lösungen während des laufenden Betriebs zu implementieren. Nach einer Planungs- und Bauzeit von insgesamt 30 Monaten war das neue Lager vollständig einsatzfähig. Zu Beginn ersetzte Dematic zunächst das vorhandene Palettenlager durch ein Hochregallager (HRL) und ergänzte dieses anschließend um ein großes Multishuttlelager, welches auf einer neu errichteten bauseitigen Stahlbetonbühne installiert wurde. Erneuert wurden zudem die Paletten- und Behälterfördertechnik sowie die Arbeitsplätze im Wareneingang, der Kommissionierung, der Qualitätskontrolle, des Ersatzteilversands und im Bereich der Produktionsversorgung. „Dadurch sind wir nun in der Lage, schnell auf Veränderungen zu reagieren und unseren innerbetrieblichen Materialfluss zu verbessern“, sagt Briegel. Im Vergleich zum vorherigen System erfolgt zum Beispiel die Ersatzteilversorgung bei Handtmann jetzt um ein Vielfaches schneller und erlaubt bis zu 3.800 Picks pro Tag.

Flexibel auf Anforderungen reagieren.
Das installierte HRL bietet nun Platz für 7.200 Paletten, die auf 25 Lagerebenen einfachtief in drei Gassen gelagert werden können. Durch die automatisierte Palettenlagerung sind bis zu 129 kombinierte Ein- und Auslagerungen– sogenannte FEM-Doppelspiele – möglich. Darüber hinaus fasst das neue, zweigassige Multishuttlelager rund 64.000 Behälter, die sich mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm auf 41 Lagerebenen verteilen. Dort sind 550 Doppelspiele möglich. Nach dem Eingang der Waren werden diese zunächst auf Behälter verteilt, die sodann automatisch zum Kleinteilelager transportiert und eingelagert werden. Um sicherzustellen, dass das zulässige Maximalgewicht von 30 Kilogramm je Behälter nicht überschritten wird, erfolgt eine automatische Gewichtskontrolle. Komplettiert wird das neue Logistikzentrum in Biberach an der Riß von vier Ware-zur-Person-Kommissionierplätzen, die mit einem Pick-by-Light-System ausgestattet sind. Hinzu kommen fünf Arbeitsplätze für den Wareneingang, sieben Arbeitsplätze für den Warenausgang, acht Plätze für die Qualitätsprüfung sowie einem für Rücksendungen und vier für interne Ein- und Auslagerungen. Verbindendes Element zwischen den Lagern ist das Dematic Modular Conveyor System (MCS), das die Güter automatisch transportiert. Bereits während der Planung wurde berücksichtigt, das Logistikzentrum bei Bedarf mühelos adaptieren zu können. In diesem Punkt bietet die Dematic Fördertechnik einen weiteren Vorteil: Dank seines modularen Aufbaus kann das System bei Bedarf in der Zukunft entsprechend erweitert werden.

Dematic Software für reibungslosen Warenfluss.
Die Steuerung und Bedienung der neuen Anlage erfolgt über die hauseigene Software von Dematic, wodurch die vorhandenen Lagerressourcen bestmöglich genutzt werden können. Die Lösung optimiert die Abläufe durch den Einsatz fortschrittlicher Analysemethoden und Algorithmen. Hierzu werden relevante Lager- und Unternehmensdaten in Echtzeit erfasst und mittels anwenderfreundlicher Dashboard-Übersichten auf PC, Laptop oder mobilem Endgerät angezeigt und in das vorhandene WMS eingespeist. Dadurch wird ein reibungsloserer Warenfluss innerhalb des Logistikzentrums sichergestellt. Briegel betont: „Dematic hat den Auftrag zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Über den gesamten Prozess hinweg war die Zusammenarbeit kollegial und auf Augenhöhe. Aber das Wichtigste ist: Seitdem wir das neue Logistikzentrum in Betrieb genommen haben, sind wir deutlich effizienter und flexibler.“

LOGISTIK express Journal 4/2022

Onlinehändler ASOS setzt auf volle Datentransparenz mit KiSoft Analytics

Wer ernsthaft E-Commerce betreiben will, braucht Daten. KiSoft Analytics liefert uns alle wichtigen Daten auf einen Blick. Mit dieser smarten Datenbasis können wir aktuelle Anforderungen wie den Black Friday, aber auch zukünftige Anforderungen des E-Commerce meistern.

Beitrag: Redaktion.

Daten haben in unserer modernen Welt einen hohen Stellenwert: Natürlich auch in der Logistik und bei der Gestaltung von Supply-Chain-Netzwerken, die einerseits die Wünsche der Kunden erfüllen und andererseits Retailer dabei unterstützen, erfolgreich zu wirtschaften. Damit aus der ungeordneten Datenflut qualitativ hochwertige Informationen entstehen, die als Grundlage für operative und strategische Entscheidungen dienen, helfen intelligente Analyse-Tools wie KiSoft Analytics. Der führende Onlinehändler für Mode, Beauty und Lifestyle ASOS nutzt KiSoft Analytics, um Herausforderungen wie den Black Friday mit der Macht der intelligenten Daten zu meistern.

Topmodernes E-Com Fulfillment im Eurohub 2.
Die Herausforderungen an Onlinehändler sind heute groß: Kunden erwarten schnelle Lieferung, eine große Anzahl an Retouren muss effizient bearbeitet werden und Peaks wie der Black Friday oder der Singles‘ Day sind zu meistern. Dazu kommt ein ständig wachsendes Warensortiment und vor allem im Fashion-Bereich ständig wechselnde Kollektionen. Herausforderungen wie diesen stand auch der erfolgreiche Onlinehändler ASOS gegenüber: Um sein Logistik-Netzwerk zu stärken und optimal auf zukünftiges Wachstum ausrichten, entschied sich ASOS sein Distributionszentrum Eurohub 2 in der Nähe von Berlin mit intelligenten Automatisierungslösung inklusive umfassender Software-Suite von KNAPP auszustatten. „Als wir unser Eurohub 2 geplant haben, war sehr früh klar, dass wir eine sehr hohe Lagerdichte und sehr viele SKUs mit einem kurzen Produktlebenszyklus haben werden. Nicht jede Logistiklösung ist dafür geeignet.
KNAPP erschien uns von Anfang an wie ein starker und zuverlässiger Partner. Wir sind über die Jahre miteinander gewachsen und haben Eurohub 2 von einem einfachen manuellen Lager zu einem zukunftsfähigen automatisierten Fulfillment Center weiterentwickelt“, erklärt Oliver Kraftsik, Supply Chain Director für Europa bei ASOS. Mit Hilfe des automatisierten Lagersystems kann ASOS rund 3 Millionen Stück pro Woche bearbeiten und an Kunden in 40 Länder versenden.

Erfolg am Black Friday mit strukturierten Daten.
Mit der integrierten Automatisierungslösung steht ASOS das Beste aus beiden Welten zur Verfügung: Erprobte Automatisierungstechnologie sowie eine maßgeschneiderte Software-Lösung, die alle Prozesse von ASOS abbildet. Ein Teil der umfassenden KiSoft-Suite ist das intelligente Analyse-Tool KiSoft Analytics. Mithilfe von KiSoft Analytics kann ASOS Daten aus allen logistischen Prozessen optimal nutzen, bewerten und als Grundlage für kurzfristige oder auch langfristige Entscheidungen heranziehen. „Uns war besonders wichtig, dass wir granulare Daten unserer Prozesse erhalten, denn damit können wir unsere Prozesse überwachen und optimieren.

Dafür ist KiSoft Analytics für uns genau das richtige Tool. Wir können tief in Echtzeit-Daten einsteigen und die Daten sind optisch ansprechend aufbereitet. KiSoft Analytics hilft uns dabei, rasch und datenbasiert die richtigen Entscheidungen zu treffen“, hebt Oliver Kraftsik die Vorzüge von KiSoft Analytics hervor. Beispielsweise nutzt das ASOS-Team KiSoft Analytics, um sich optimal auf den Black Friday vorzubereiten und kann aus den historischen Daten auch wichtige Maßnahmen für zukünftige Peaks ableiten. „Daten sind elementarer Bestandteil für jeden, der ernsthaften E-Commerce betreiben will. Gerade für die Herausforderungen, die der ganzen Branche bevorstehen, sind Tools wie KiSoft Analytics in Kombination mit soliden Logistiklösungen wesentlich“, ist sich Oliver Kraftsik sicher. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Hadolt-Gruppe managt digitale Logistik im LKH-Univ.-Klinikum Graz

Das Landeskrankenhaus/Univ.-Klinikum Graz zählt den größten Krankenhäusern in Österreich hat vor kurzem seine externe Logistik voll digitalisiert. Logistik muss hier reibungslos funktionieren.

Beitrag: Redaktion.

Logistik muss hier von A bis Z rund um die Uhr reibungslos funktionieren und so war es naheliegend neben schon anderen bereits optimierten Logistik-Prozessen einen externen Logistik-Partner hereinzuholen, der für die interne und externe Logistik beispielsweise von Blutproben, Gewebeproben, Medikamente, medizinische Kleidung und Geräte, Desinfektionsmittel etc. verantwortlich ist.

Die steirische KAGes als Träger des LKH-Univ.-Klinikums Graz hat diesen Logistikjob im vergangenen Jahr ausgeschrieben und den Zuschlag bekommen hat das in Kalsdorf bei Graz ansässige Speditionsunternehmen Hadolt-Gruppe. Es ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit einer hauseigenen Software-Schmiede namens I-Log. Von der wurde ein schlüssiges Konzept für den physischen Transport mit digitalem Software-Hintergrund vorgelegt, wie Michael Kazianschütz, verantwortlicher Bereichsleiter Logistik/Supply Chain Management, am LKH-Univ.-Klinikum Graz betont.

Wurde in der Vergangenheit jeder Transport beispielsweise von der Lkw-Zentralapotheke in Graz zu einzelnen Klinik-Abteilungen analog im alten Stil, sprich telefonisch organisiert, wurden jede Menge traditionelle Lieferscheine ausgefüllt, so läuft jetzt das alles digital ab. I-Log ist sowohl für die internen als auch externe physischen Transporte sowie für die digitale Informationslogistik von der digitalen Auftragserteilung bis zur Abrechnung verantwortlich und „unsere Fahrzeuge stehen sowohl für getaktete Routine-Transporte als auch für sofort notwenige Fahrten zur Verfügung“, erklärt Rolf Hadolt, Geschäftsführer und Inhaber der Hadolt-Gruppe: „Wir haben das Konzept nach den Wünschen unseres Kunden maßgeschneidert und wir sehen diesen Auftrag als sehr wichtige Referenz und Fortsetzung der schon bisher 14jährigen guten Zusammenarbeit mit dem LKH-Univ.-Klinikum in anderen Bereichen“.

Hadolt bzw. I-Log hat für das Klinikum eine Software erstellt, die es den Nutzern rasch und unkompliziert ermöglicht Sendungen zu buchen. Das ist der entscheidende Punkt gegenüber früheren Prozessen, ergänzt Kazianschütz. Durch das Track and Trace-System wird jeder Transportauftrag sofort gebucht und der Sendungsstatus verfolgt. Dadurch ersparen sich die Klinikum-Mitarbeiter viele Telefonate mit Transportdienstleistern. Da die Transporte größtenteils innerhalb des LKH-Univ.-Klinikums stattfinden ist es für Kazianschütz sehr wichtig, dass nicht nur die operativen Prozesse zuverlässig und reibungslos funktionieren, sondern auch das soziale Agieren des Personals des Logistikers im Spitalsbereich gut ankommt. Die medizinzischen Produkte werden in speziellen Transportboxen verpackt und von I-Log von den beauftragten Stellen abgeholt und transportiert, wobei dabei auch Kühlanforderungen berücksichtigt werden müssen. Auch wenn die Transporte zu üblichen Geschäftszeiten abgewickelt werden stehen die Leute von I-Log auch mit einem 24-Stunden-Notdienst für Sofort-Transporte abrufbereit zur Verfügung, versichert Hadolt, der trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen keinen Grund für Panik sieht.

Gute Logistik-Leistung hat ihren Preis, wobei dieser heutzutage längst nicht mehr im Vordergrund steht. Hadolt: „Worauf es heute ankommt ist die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten.“ Und solche auch beim Personal in der österreichischen Logistikbranche in der händeringend Nachwuchs gesucht wird und nur schwer zu finden ist. Die duale Lehrlingsausbildung hat in Österreich leider noch immer ein niedrigschwelliges Image. Der Staat sollte ich mehr in der Lehrlingsausbildung und für den Lkw-Fahrernachwuchs engagieren, so der Wunsch des Unternehmers, der aus einem kleinen Transportunternehmen des Vaters die heutige Hadolt-Gruppe formierte, die mit 250 Mitarbeitern an fünf Standorten in Österreich, Slowenien und Kroatien für 2022 einen Umsatz von 65 Mio. Euro erwartet. Zur Hadolt- Gruppen zählen die Unternehmen Global Express Austria, I-Log logistics solutions, GO Express und Logistik Süd, Hadolt Transport und Logistik und Hadolt Real Estate. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 4/2022

Sechs Fehlannahmen zur Cybersecurity im Unternehmen

Sich mit Cybersecurity zu beschäftigen, ist in manchen Unternehmen eine eher ungeliebte Aufgabe. Dabei haben IT-Administratoren und -Administratorinnen in vielen Fällen schon eine recht gute Vorstellung davon, woran es in ihrem Unternehmen hapert und wie die eigene IT prinzipiell auf den Prüfstand zu stellen wäre, damit Sicherheitslücken identifiziert und abgemildert oder gar ausgemerzt werden können. Dies heißt aber noch nicht, dass das Administrationsteam beim Management mit seinen Vorschlägen auch durchdringt.

Autoren: Michael Niewöhner und Daniel Querzola, beide Manager und Penetration-Tester, Ventum Consulting, München (https://cybersecurity.ventum-consulting.com)

Cybersecurity kostet Geld. Solange die IT-Systeme und die Infrastruktur funktionieren, fällt es oft schwer, die Mittel zu investieren, die nötig wären, um Risiken zu reduzieren und den reibungslosen Betrieb auch in Zukunft zu gewährleisten, das heißt: Cyberresilienz herzustellen. Wenn Unternehmen ihr Cyberrisiko systematisch unterschätzen, hat dies mit verschiedenen Fehlannahmen zu tun. Im Folgenden geht es um sechs der häufigsten Irrtümer.

 Annahme 1: Es trifft sowieso nur die anderen.
„Unser Unternehmen ist für eine Cyberattacke doch gar nicht interessant genug.“ Diese Einschätzung ist alles andere als selten. Die Realität sieht leider vollkommen anders aus. Statistiken sprechen davon, dass sogar 99 Prozent aller Cyberschadensfälle auf Angriffe zurückgehen, die überhaupt nicht zielgerichtet waren. Anders gesagt: Die allermeisten Angriffe laufen nach dem Motto Spray-and-Pray ab. Im Gießkannenprinzip lancieren Cyberkriminelle einen allgemeinen Angriffsversuch ohne konkretes Ziel. Dann warten sie einfach ab, bei welchen Unternehmen oder Organisationen beispielsweise die Mail mit dem Phishing-Link zum Erfolg führt. Leider ist bei vielen Unternehmen die Hürde für eine initiale Kompromittierung ihrer IT nicht hoch genug, um diesen Angriffen auf Dauer standzuhalten. Den Angreifern spielt dies in die Karten. Zumal dann, wenn sie vor allem finanzielle Interessen haben und das Unternehmen beispielsweise durch eine Verschlüsselung per Krypto-Trojaner bzw. Ransomware erpressen wollen. Hier ist der Spray-and-Pray-Ansatz für Cyberkriminelle in der Regel am rentabelsten. Dies wiederum bedeutet: Jedes Unternehmen ist ein potenzielles Opfer.

Politisch motivierte Angriffe grenzen sich davon deutlich ab: Hier ist der Erfolg letztlich nur eine Frage der verfügbaren Arbeitskraft, denn bei einer ideologisch begründeten Attacke spielen monetäre Kosten-Nutzen-Abwägungen eine völlig nachrangige Rolle. In solchen Fällen kommen häufiger auch Zero-Day-Angriffe zum Einsatz, die noch nicht öffentlich bekannte Sicherheitslücken in einer Software ausnutzen. Mit einem Zero-Day-Exploit spielt der Angreifer gleichsam einen Joker aus. Denn wenn die neue Angriffsmethode durch ihren Einsatz publik wird, ist dieser Angriffsvektor letztlich verbrannt, weil Softwarehersteller dann entsprechende Sicherheitsupdates ausrollen.

Annahme 2: Angriffe aus der Supply-Chain spielen keine große Rolle.
Tatsächlich nimmt die Zahl von Supply-Chain-Angriffen zu. Bei dieser Klasse von Cyberangriffen fungieren Softwarelösungen, Geräte oder Maschinen, die einem Unternehmen zugeliefert werden und die es für seine Geschäftstätigkeit einsetzt, als die Angriffsvektoren. So handelte es sich bei der Log4j-Sicherheitslücke, die im Dezember 2021 bekannt wurde, um eine Zero-Day-Schwachstelle in einer Java-Protokollierungsbibliothek. Log4j dient dazu, Protokollierungsinformationen aus Software, Anwendungen und Hardware-Appliances zu erstellen und zu speichern. Weil Log4j aber mitunter in vielen unterschiedlichen Lösungen sehr tief verankert ist, in tausenden Instanzen, reicht ein simpler Schwachstellenscan kaum aus, um hier alle angreifbaren Instanzen zu identifizieren.

Generell ist auch Open-Source-Software nicht vor Sicherheitslücken gefeit. So gelang es beispielsweise einem Professor der University of Minnesota im Kontext einer Studie, Schwachstellen in den Linux Kernel einzuschleusen. Dazu gaben er und einer seiner Studenten vor, Bug Fixes für die Linux Community bereitzustellen. Ziel der umstrittenen Aktion war es, zu demonstrieren, wie angreifbar auch Open-Source-Projekte sein können. Eine Sicherheitslücke im Linux Kernel ist potenziell so gravierend, weil Linux sehr weit verbreitet ist. Es findet sich heute in Servern und Smartphones und auch in verschiedensten Embedded Devices – von Autos über Smart Homes bis zu Maschinen.

Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Wirtschaft und unserer Lebenswelt können heute eben auch vernetzte Geräte zum Einfallstor für Cyberkriminelle werden. So wurde etwa eine Supermarktkette gehackt, indem die Angreifer die intelligenten Kühlregale in den Geschäften als Angriffsvektor wählten. Für vernetzte Geräte im Smart-Home-Bereich besteht dasselbe Risiko. Auch sie stellen potenzielle Angriffspunkte dar – ein gravierendes Reputationsrisiko für den Gerätehersteller oder -vertreiber. Im privaten wie im kommerziellen Raum ist darum ein viel bewussterer Umgang mit installierter Software und angeschafften Geräten erforderlich. Im produzierenden Gewerbe beispielsweise, wo eine Maschine einen Lebenszyklus von mehreren Jahrzehnten haben kann, stehen früher oder später meist nur noch mitigierende Maßnahmen zur Verfügung, um Sicherheitsrisiken zu reduzieren. Denn Hersteller existieren dann nicht mehr, oder sie liefern nach wenigen Jahren keine Sicherheitspatches mehr. So bleibt mitunter als einzige Option noch, die Maschine aufwendig vom restlichen Netzwerk abzuschotten und das Restrisiko zu akzeptieren. Grundsätzlich gilt: Es wäre für ein Unternehmen fahrlässig, wollte es die Verantwortung für seine Cybersicherheit gänzlich auf die Zulieferer abwälzen. Bedrohungen aus der Supply Chain heraus sind real und heute alltäglich. Unternehmen benötigen deshalb nicht nur ein entsprechendes Risikobewusstsein, sondern auch Experten und Expertinnen, die sie dabei unterstützen, eine effektive Cyberresilienz zu etablieren.

Annahme 3: Unsere Mitarbeitenden haben schon genügend Sicherheitsbewusstsein.
Noch viel zu oft stellt ein unbedachtes Verhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für Cyberkriminelle ein bequemes Einfallstor ins Unternehmen dar. Ein entsprechendes Risikobewusstsein zu schaffen und wachzuhalten, ist ein Baustein für Cybersicherheit, dessen Bedeutung ein Unternehmen nie unterschätzen sollte. Nur wenn ihnen die Gefahr bewusst ist, werden es die Beschäftigten konsequent vermeiden, beispielsweise Passwörter über das Telefon weiterzugeben oder unbedacht auf einen dubiosen Link in einer E‑Mail zu klicken. Manchmal ist das Gefahrenpotenzial auch eine unmittelbare Konsequenz der täglichen Arbeit. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Personalabteilung etwa öffnen beinahe täglich Bewerbungen, ohne wissen zu können, ob der digitale Lebenslauf Schadcode enthält oder nicht. Mit Rechnungs-PDFs im Maileingang der Buchhaltung verhält es sich genauso. Darum braucht es im Unternehmen natürlich technische Maßnahmen gegen solche Angriffe.

Aber ebenso wichtig ist es, die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Phishing-Versuche zu verringern, indem ein Bewusstsein für die Gefahren von Social-Engineering-Angriffen ganz allgemein geschaffen wird. Social Engineering bedeutet, dass die Angreifenden Täuschung anwenden, um unautorisiert Daten oder Zugriff zu bekommen. Dabei werden Methoden der Humanpsychologie dazu missbraucht, Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen zu manipulieren und sie zur Übermittlung von Informationen oder zu bestimmten Handlungen zu bewegen – wie etwa den fatalen Klick auf den Link in der Phishing-E-Mail oder die Nennung des Passworts gegenüber vermeintlichen Support-Mitarbeitenden am Telefon.

Annahme 4: Der Umfang dieser Sicherheitsprüfung wird schon ausreichen.
Die Cybersicherheit im Unternehmen durch Penetration-Tests auf die Probe zu stellen, ist ein wichtiger Baustein im Aufbau der Cyber Resilience. Wählt man dabei allerdings den Scope des Pentests zu klein, ist wenig gewonnen. Denn so entsteht ein vermeintliches Gefühl von Sicherheit. Ein typisches Beispiel ist der Ausschluss bestimmter Systeme, etwa solcher, die am Ende ihres Lebenszyklus stehen, weil sie ja – so heißt es dann – sowieso bald abgeschaltet oder ersetzt werden. Solange sie noch nicht abgeschaltet sind, bieten aber gerade diese Altsysteme oft den verführerischsten Angriffsvektor. Ein anderes Beispiel: Auf dem Server, der eine zu prüfende Webanwendung betreibt, läuft eben auch noch ein FTP-Dienst, der die vollständige Kompromittierung des Servers ermöglicht – aber alle Dienste außer der Webanwendung sind von der Prüfung ausgeschlossen. Ebenso kommt es vor, dass beispielsweise ein Finanzinstitut den Umfang seiner Prüfung nur so groß wählt, wie es regulatorisch vorgeschrieben und offiziell erforderlich ist. Auch hier wäre das Resultat eine trügerische Scheinsicherheit.

Wenn Pentests wirklich aussagefähig werden sollen, dürfen sie sich nicht nur auf einen Ausschnitt der Unternehmens-IT richten. Vielmehr müssen sie holistisch angelegt sein. Denn das Ziel eines Penetration-Tests ist es nicht, dem Management bloß ein positives Gefühl in Sachen Cybersicherheit zu vermitteln – er soll wirkliche Sicherheitslücken und potenzielle Angriffsvektoren identifizieren, damit diese behoben werden können, bevor sie von kriminellen Angreifern ausgenutzt werden.

Annahme 5: Penetration-Tests kann die IT-Abteilung nebenher übernehmen.
Pentests können in den meisten Unternehmen gar keine Inhouse-Aufgabe sein. Denn IT-Administratoren und -Administratorinnen haben vor allem eines zu tun: Sie müssen dafür sorgen, dass die Systeme im Unternehmen zuverlässig laufen. In der Regel ist das Administrationsteam mit seinen operativen Aufgaben bereits zu 100, wenn nicht gar zu 120 Prozent ausgelastet. Zudem verlangen Penetration-Tests ein hochspezialisiertes und hochaktuelles Fachwissen, über das die eigene IT-Abteilung in der Regel gar nicht verfügen kann. Es ist wichtig, dass das Management versteht, dass ein Pentest nichts ist, was sich einfach nebenher erledigen ließe. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der internen IT sich klarmachen, dass es bei einer Sicherheitsprüfung nie darum geht, ihre eigene Arbeit in Sachen Cybersecurity zu diskreditieren, sondern zu stärken. Ein aussagefähiger Penetration-Test wäre mit Inhouse-Ressourcen gar nicht durchführbar, weil Know-how und Zeit dafür fehlen. Anders sieht dies nur aus, wenn das Unternehmen groß genug ist, um sich ein eigenes, dediziertes Red-Team – die Angreifer – für mehr oder minder kontinuierliche Pentests zu leisten. Diesem Red-Team steht dann ein dediziertes Blue-Team mit den Verteidigern gegenüber. Aber sogar ein eigenes Red-Team kann mitunter sehr von externer Unterstützung durch Ethical Hacker profitieren.

Annahme 6: Unsere Backups retten uns im Notfall.
Vor etwas mehr als fünf Jahren mag diese Aussage vielleicht noch zutreffend gewesen sein. Heute ist sie das nicht mehr, nicht in jedem Fall. Man muss sich vor Augen führen, dass die Qualität von Schadsoftware deutlich gestiegen ist. Krypto-Trojaner, die Unternehmensdaten zu Erpressungszwecken verschlüsseln, tun dies heute nicht mehr unverzüglich. Es gibt inzwischen Ransomware, die sich zuerst in den Backups eines Unternehmens einnistet und diese nach und nach zerstört. Erst Monate später, wenn das Backup unbrauchbar geworden ist, macht sich der Krypto-Trojaner dann daran, die Daten des Unternehmens zu verschlüsseln – und die eigentliche Erpressung beginnt.

Darum ist es heute wichtig, Backups erstens mit geeigneten Schutzkonzepten vor Malware zu sichern und sie zweitens regelmäßig zu prüfen. Nur auf ein Backup, das auch tatsächlich aufsetzbar ist, ist im Notfall Verlass. Unternehmen sollten darum ihre Disaster Recovery regelmäßig testen, üben und ausprobieren. Und wenn ein Unternehmen sein Backup aus Sicherheitsgründen verschlüsselt: Auch dieser Backup-Schlüssel selbst ist ein möglicher Angriffspunkt, denn Cyberkriminelle können natürlich auch den Backup-Schlüssel des Unternehmens verschlüsseln. Das Backup wäre dann wiederum unbrauchbar, und der Erpressungsversuch durch die Verschlüsselung der Unternehmensdaten könnte beginnen. Darum ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Krypto-Schlüssel für das Backup offline aufbewahren und auch ihr Notfalltraining in Sachen Disaster Recovery offline dokumentieren.

Fazit:
Die Gefahr von Cyberangriffen hat nicht abgenommen, im Gegenteil. Wollte ein Unternehmen aus einer glimpflich verlaufenen Vergangenheit schließen, dass es auch in Zukunft vor Cyberkriminalität sicher ist, wäre dies vielleicht die gravierendste Fehlannahme von allen. Operative Zuverlässigkeit lässt sich in der IT nur herstellen, wenn ein Unternehmen seine Cyberresilienz mit geeigneten, holistischen Konzepten und Maßnahmen etabliert, aufrechterhält und weiterentwickelt. Sich damit auseinanderzusetzen, lohnt die Mühe in jedem Fall, denn der finanzielle Schaden wiegt im Ernstfall um ein Vielfaches schwerer als das vorausschauende Investment in die Cybersicherheit. Wie in der Medizin gilt auch in Sachen Cybersecurity: Vorbeugen ist besser als heilen.

 

Autoren:

  • Michael Niewöhner:
    Michael Niewöhner ist bei Ventum Consulting seit 2021 als Manager für IT Security & Penetration Testing tätig. Zuvor leitete er den Bereich Security Testing & Research am Münchener Standort eines Cyber-Defense-Unternehmens. Niewöhner ist Offensive Certified Security Professional. Zu seinem breiten Kompetenzportfolio im Bereich Cybersecurity gehören unter anderem Reverse Engineering, Web Application Penetration Testing, Linux Audits und Hardening, Embedded Penetration Testing sowie Security by Design.
  • Daniel Querzola:
    Daniel Querzola ist bei Ventum Consulting als Manager IT Security & Penetration Testing tätig. Seinen Background hat er in tiefgreifend technischen Bereichen wie Pentesting und Vulnerability Management. Zu seiner Kernexpertise gehört es, Audits im Kontext komplexer Unternehmensarchitekturen durchzuführen. Neben Netzwerk- und Software-Pentests liegt ein besonderer Fokus auf Windows-Domänen. Bevor er 2021 zu Ventum Consulting wechselte, arbeitete Querzola als Head of Penetration Testing eines Cyber-Defense-Unternehmens am Standort Neustadt.

 

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

Metaverse schafft neue Möglichkeiten und Anwendungen

In Zukunft wird die reale Welt mit einer virtuellen Welt – genannt Metaverse – verschmelzen. Durch digitale Zwillinge werden reale Objekte im Metaverse repräsentiert. Auch ganze Lieferketten können so repräsentiert und optimiert werden.

Redaktion: Dirk Ruppik.

Sicher haben Sie schon einmal von Paralleluniversen aus der Quantenphysik gehört. Nach dieser Theorie könnten wir gleichzeitig in unterschiedlichen Welten existieren – genauer gesagt in unendlich vielen. Was kaum fassbar und utopisch erscheint, wird gerade in einer anderen Form durch den Menschen erschaffen. Eine parallele Welt, die über das hinaus geht, was wir bisher kennen. Im sog. Metauniversum (meta = jenseits, darüber hinaus gehend) oder auch Metaverse verschmelzen die physische und die digitale Welt. Es ist ein virtueller Raum in dem wir mittels Avatar miteinander agieren können oder vollständig – wie im richtigen Leben – in ein Event eintauchen können. Es gleicht in gewisser Hinsicht einem dreidimensionalen Videogame. Im Metaversum können Nutzer die Welten mitgestalten und dort leben, lernen, arbeiten und feiern.

Das Metaverse: „Projekt in Progress“.
Allerdings ist bisher noch nicht exakt definiert, was das Metaverse genau sein soll und durch welche Technologien es umgesetzt werden soll. Auch arbeiten verschiedene Firmen wie Facebook, Microsoft, Apple, Google und Firmen aus dem Videospiele-Bereich wie Epic Games (Fortnite) und Roblox an ihrer Version des Metaverse. Diese Metaversen bzw. virtuellen Räume könnten später vielleicht miteinander interagieren. Metaverse-Plattformen sind bisher beispielsweise The Sandbox, Decentraland und Axie Infinity. Die gesamte Idee ist also ein „Projekt in Arbeit“, was durch viele unterschiedliche Parteien entwickelt wird. Wichtige technische Fragen wie z. B. über die Architektur (zentral oder dezentral), Betriebssystem (benötigt oder nicht?), Standards und Protokolle und Besitzstatus (proprietär oder Open Source) müssen noch beantwortet werden. Technologien wie Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) werden im Metaverse zusammengeführt. Neue Technologien für verschiedene Sinneserfahrungen wie z. B. spezielle Handschuhe zum Erfühlen von Gegenständen und spezielle Nasenklappen an VR-Brillen, um Gerüche zu erzeugen, müssen noch zur Marktreife gebracht werden.

Vor- und Nachteile des Paralleluniversums.
Es existieren viele Vorteile aber auch schwerwiegende Nachteile des Metaverse. In der virtuellen Welt können sich Menschen unabhängig vom Aufenthaltsort via Avatar treffen. Auf diese Art werden Reisekosten sowie Zeit gespart und die Umwelt geschont. Die Arbeitnehmer können von zuhause oder jedem anderen Ort aus arbeiten. Home Schooling und Home Office werden zunehmend realitätsnah. Für Unternehmen ergeben sich neue Möglichkeiten für Marketing und Vertrieb. Die Kunden können Produkte im 3D-Raum sinnlich erfahren. Es entsteht eine neue Welt in der z. B. Produkte, Grundstücke, Häuser und Unternehmen gekauft und verkauft werden können.

Eine große Gefahr ist der suchtbildende Charakter des Metaverse, der gegenüber Videospielen um ein Vielfaches potenziert wird. Da vollständige Eintauchen in eine Parallelwelt kann zur Abtrennung der Menschen von der realen Welt, der Natur sowie der eigenen realen Persönlichkeit führen. Der Zugang in das Metaverse erfolgt durch aufwändige und teure Technik wie VR-Brillen, spezielle Handschuhe und Schuhe, Simmulationstechnik für den Geruch- und Geschmackssinn, u. a.. Zudem sind fortgeschrittene digitale Kenntnisse notwendig. All das kann dazu führen, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entsteht – nämlich aus Menschen, die sich den Zutritt zum Metaverse leisten können und auch wissen wie man Zugang erhält, und den anderen, die beide Voraussetzungen nicht erfüllen.

Metaverse in der Logistik und Industrie.
Das virtuelle Universum wird Unternehmen aus allen Branchen und insbesondere auch der Logistikbranche viele neue Möglichkeiten eröffnen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Neben der schon erwähnten Möglichkeit sich im virtuellen Raum zu einem Arbeitsmeeting zu treffen, bei dem sich die Teilnehmer real an völlig unterschiedlichen Orten auf dem Globus befinden, bietet besonders auch die Kombination mit KI enorme Potenziale zur Verbesserung. Ganze Städte, Fabriken, Unternehmen, Logistikzentren und auch Lieferketten lassen sich als „digitaler Zwilling“ reproduzieren.

Die Verbindung von digitalem Zwilling und Metaverse kann Systeme wie Supply Chains viel eindrücklicher darstellen und damit die Aufdeckung von Ineffizienzen erleichtern. Dabei werden Echtzeitdaten der realen Objekte via Internet der Dinge (IdD) auf den Zwilling übertragen und können so auch zu Simulationen künftiger Zustände der Lieferkette genutzt werden. Digitale Zwillinge fungieren also als Missing Link, der die Realität mit dem Metaverse verbindet. Auf diese Weise kann eine Supply Chain von den Nutzern (z. B. alle Stakeholder) einer Metaverse-Software virtuell direkt erfahren werden. Dabei erhalten die Nutzer Echzeitdaten z. B. über eine AR-Brille.

Die Technologie schafft also Transparenz über Daten und Zustände der Supply Chain und ermöglicht eine drastische Verbesserung der Funktionsfähigkeit und Effizienz. Die Grundlage für all das ist die exakte Erfassung von Echtzeitdaten aller Objekte in der Supply Chain. Alle Stakeholder erhalten Einsicht auf Lieferzeiten, Transitzeiten, Verzögerungen und Versendungskosten und Bezugsquellen in Echtzeit, was das Vertrauen in die Prozesse der Lieferkette aller Beteiligten stärkt. Mit der Nvidia-Software Omniverse existiert bereits eine Plattform, um digitale Zwillinge für das Metaverse zu erstellen und Teams weltweit zu verbinden. Sie wurde bereits von Firmen wie BMW, Ericsson, Siemens und Lockheed Martin genutzt.

Das Metaverse fördert auch die Verkürzung von Produktzyklen, da alle Stakeholder der Lieferkette an dem Design von neuen Produkten mitwirken können und dieses durch entsprechendes Feedback iterieren können. Zudem könnte die Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter via digitalem Zwilling und Metaverse wesentlich einfacher und realitätsnäher gestaltet werden. Für die Kunden würde die Technologie ganz neue Möglichkeiten eröffnen mit dem gewünschten Produkt zu interagieren. In virtuellen Showrooms könnten die Produkte schon vor dem Kauf getestet werden und gewünschte Eigenschaften wie Farbe, Textur, etc. und Ausstattungsmerkmale angepasst werden. Zudem werden dem Kunden entsprechende Produktinformationen in die VR-Brille eingespielt.

Eine weitere interessante Möglichkeit für die Nutzung von Digital Twins, KI, Predictive Analysis und Metaverse besteht in der Bedarfsprognose von Produkten und dem Bestandsmanagement. Durch die Steigerung der Genauigkeit können z. B. Einzelhändler die Lieferkette optimieren und so ihr Endergebnis erheblich verbessern.

Schlüssel-Technologien für das Metaverse.
Die Blockchain gilt als das Rückrad des Metaverse. Durch sie wird der Wertetransfer, die Besitzverifizierung, die gegenseitige Nutzung von digitalen Objekten, die Kontrolle der Prozesse und die Produkthaftung transparent gemacht und gesichert. Zudem kann der Kauf von virtuellem Land und Immobilien durch Kryptowährungen erfolgen und der Besitz gesichert und übertragen werden.

Das Metaverse wird in Zukunft von vielen kreativen Köpfen erschaffen werden – mit teilweise auch geringer technischer Vorbildung. Daher entwickelt sich die Nachfrage nach sog. Low-code- und No-code-Plattformen und Plug-and-Play-Anwendungen wie z. B. Onirix. Für realistische 3D-Darstellungen von Objekten im Metaverse werden zunehmend Firmen für hochauflösende 3D-Foto- und Videografie benötigt. Weiterhin wird sich die Nutzung des IdD enorm ausweiten, um Echtzeitdaten in das Metaverse zu füttern. Zudem bildet das Mobilfunk-Internet 5G mit Bandbreiten im Gigabit-Bereich und geringen Latenzzeiten die Basis für das IdD. Um die umfassende bzw. immersive Sinneserfahrung des Metaverse zu kreieren, werden immer mehr kybernetische Technologien für Sprache, visuelle Wahrnehmung, Bewegung, Erkennung von biometrischen Daten, etc. eingesetzt werden.

Ein weiteres Beispiel ist das Brain-Computer-Interface Neuralink von Elon Musk, das eine symbiotische Beziehung zwischen menschlichem Gehirn und Computer schaffen soll. Mit dem chirurgisch implantierten Chip soll der Nutzer mit Computer und Maschinen kommunizieren und diese kontrollieren können. Die Idee des Metaverse wird zu einem Technologiesprung in vielen Bereichen führen und ebenso die Effizienz von Lieferketten enorm steigern. (DR)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

Digitalisierung macht die Lieferketten fit: Planungssicherheit als Schlüssel zum Erfolg

Kaum ein Tag der letzten zwei Jahre verging ohne Störungen in der Lieferkette, aktuelle Entwicklungen lassen darauf schließen, dass das noch länger so bleibt. Unter dem neuen Motto #bringiton möchte Dematic den Kunden signalisieren, dass sie Lösungen für die intralogistischen Herausforderungen parat hat – um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.

Redaktion: Angelika Gabor.

Der Markt und das Verbraucherverhalten haben sich grundlegend verändert. Ginge es nach dem Ideal der Onlineshopper, würde schon wenige Sekunden nach dem Klick der Postbote klingeln. Das ist natürlich utopisch, aber same-day-delivery ist durchaus bereits ein Thema. Die Grundlage dafür bietet eine Hochleistungslogistik: intelligente Logistiksoftware, präzise Intralogistik und skalierbare Systeme von Dematic unterstützen dabei, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und so die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auf was es wirklich ankommt: ein zufriedenstellendes Kundenerlebnis. Das umfasst beispielsweise auch einfache Rücksendemöglichkeiten und – ganz wichtig – fehlerfreie Lieferungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Skalierbarkeit für Nachfrageschwankungen
Oftmals ist es schwer, exakte Prognosen für den Erfolg eines Produktes zu erstellen. In Zeiten von Social Media und Influencern kann beispielsweise ein Kleidungsstück oder Dekorationsartikel plötzlich extreme Popularität erlangen. Die intelligente Managementsoftware von Dematic erlaubt die rasche und präzise Auftragsbearbeitung. Die Systeme erkennen, wie stark verschiedene Artikel nachgefragt werden. Dementsprechend lassen sich die Lager-Stellplätze dynamisch vergeben, um die vorhandene Infrastruktur stets optimal auszulasten.

Die skalierbaren Systeme wie der Dematic Pouch Sorter ermöglichen maximale Flexibilität und Präzision. Die intelligente Software bietet Echtzeit-Information über den jeweiligen Produktstandort, damit die Kunden so schnell wie möglich beliefert werden können. Darüber hinaus ist natürlich auch ein effektives Retourenmanagement möglich.

Digitalisierungspotential voll ausschöpfen.
Um ein tieferes Verständnis für die Marktbedürfnisse zu bekommen, hat Dematic umfangreiche Befragungen und Analysen durchgeführt. „Die Digitalisierung birgt enormes Potenzial für unsere Kundinnen und Kunden, vor allem daten- und cloudbasierter Lösungen gewinnen an Wichtigkeit. Unser Ziel ist es, die Lieferketten durch intelligente Software und transparente Datenpunkte zukunftsfit zu machen“, erklärt Bernard Biolchini, Executive Vice President EMEA bei Dematic. „Datentransparenz ist zudem der Schlüssel zu einer weiteren Gelegenheit: dem Einhalten von Lieferfristen durch das Schaffen robuster Lieferketten. Zu wissen, welche Bestellung sich wo befindet, und das zu jedem Zeitpunkt, ist ein zentraler Baustein erfolgreicher Unternehmen im E-Commerce.“

Durch die Verbindung aller Punkte in der Lieferkette wird das digitale Umfeld optimiert. Mit Hilfe von Softwarelösungen werden Daten sichtbar, transparent und agil gemacht. Das Ergebnis: ein vollständiges Bild über die Lieferketten bei gleichzeitig steter Kontrolle über alle Prozesse. „Nur mithilfe der perfekten Nutzung der Digitalisierung und Konnektivität lassen sich E-Commerce und Online-Shopping in der von den Kundinnen und Kunden erwarteten Art und Weise realisieren“, weiß Biolchini.

Durch eine nahtlose Verflechtung der Lieferketten kann ein konsistentes Kundenerlebnis erreicht werden. Parallel zu den Wünschen der Kunden müssen auch Agilität und Datenqualität steigen. Informationen über Bestellgewohnheiten sind ebenso wichtige Faktoren wie das Feedback der Kunden. „Unsere Softwarelösungen sind in der Lage, genau das zu tun – indem sie alle Punkte Ihres Ökosystems miteinander verbinden. Somit werden die Teile Ihrer Lieferketten zu einer perfekt synchronisierten Symphonie mit einem allwissenden Dirigenten zusammengeführt“ so Biolchini. Dematic Insights hilft bei der Auswertung und Nutzung des vorliegenden Datenschatzes, um Potenziale zu erkennen. Dematic stellt alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung, um Trends frühzeitig zu erkennen und Prognosen zu erstellen.

Maximale Investitionssicherheit.
Ein volatiles Umfeld, steigende Kosten und die Nachwehen der Pandemie sind nur ein paar der Gründe, warum langfristige Investitionssicherheit eine extrem wichtige Rolle bei der Planung von Intralogistikprojekten spielt. Darum setzt Dematic zur Ausarbeitung dieser Lösungen auf ein breit gefächertes Portfolio aus Intralogistik-Hard- und –Software zur Stabilisierung der Supply Chain, um damit eine tragfähige Grundlage für die Abwicklung der Geschäfte zu schaffen – gerade, wenn volatile Märkte wenig Spielraum für Fehler lassen.

Dank ihrer Skalierbarkeit bieten die zuverlässigen Lösungen von Dematic hohe Investitionssicherheit. Die Systeme sind allesamt so konzipiert, dass man die Abläufe nie aus den Augen verliert und trotzdem bei den Gesamtbetriebskosten spart. Dabei helfen auch Energierückgewinnungssysteme und umfassende Stand-by-Modi, wichtige Punkte im Bereich Nachhaltigkeit. Ebenso relevant: mit umfassenden After-Sales-Angebot begleitet Dematic den Anlagenbetreiber über die gesamte Lebensdauer der Lösung – bei voller Kostenkontrolle.

Automatisierung gegen Arbeitskräfte- und Platzmangel.
Ob man es möchte oder nicht, angesichts immer mehr offener Stellen im Lager- und Logistikbereich kommt man um das Thema Automatisierung nicht herum. Saisonale Spitzen tun dann ihr übriges, die Prozesse im Lager unter Druck zu setzen. Die unterschiedlichen Hard- und Softwarelösungen von Dematic helfen dabei, die Möglichkeiten gegebener Logistikinfrastrukturen besser auszuschöpfen. Ein nahtloser, sich selbst erhaltender Prozess bietet eine zuverlässige Basis für den Betrieb. Mittels Automatisierung werden im Optimalfall alle arbeitsintensiven, zeitaufwändigen manuellen Prozesse eliminiert, die Effizienz verbessert. Nicht zu vergessen: auch das Platzangebot kann maximal ausgenutzt werden. Dies ist besonders bei Projekten im Bereich City-Logistik relevant, denn bei Urban Warehouses und Micro-Hubs bedeutet jeder Zentimeter mehr auch höhere Betriebskosten. Die aufeinander abgestimmten Hard- und Softwarelösungen von Dematic lassen sich in bestehende Systeme integrieren. Micro-Fulfillment-Lösungen, wie etwa das automatische Kleinteilelager- und Kommissioniersystem Autostore (Dematic ist hier Distributionspartner) maximieren die Effizienz durch ihre hohe Lagerdichte.

Mit AMR, FTS und automatischen Kommissionierstationen schafft man die Voraussetzungen für einen vollautomatischen Materialfluss – der in wenigen Wochen geplant und umgesetzt werden kann. Biolchini: „Eine State-of-the-Art-Automatisierungslösung ist heutzutage kein Mittel zum Selbstzweck. Vielmehr bietet sie das Potenzial, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Aufgaben noch besser zu erledigen. Ein Potenzial, das darauf wartet, erschlossen zu werden; quasi der verborgene Schatz der operativen Exzellenz.“

Drohnentechnologie auf dem Vormarsch.
Auf der LogiMAT 2022 präsentierte Dematic einen neuen Service zur visuellen Inspektion intralogistischer Anlagen der Öffentlichkeit: Dematic Drone Inspection Services. Durch den Einsatz von Drohnen werden der Zeit- und Arbeitsaufwand für die Wartung stark reduziert – und das ganz ohne Qualitätsverlust. Die regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen und Sichtkontrollen können so bequem und gefahrlos vom Boden aus durchgeführt werden. Die Drohnen verfügen über hochauflösende Kameras und LED-Scheinwerfer, der Servicetechniker kann daher alles genau überprüfen – live oder im Nachhinein. Bonus: die Standzeit der Anlage wird deutlich reduziert. (AG)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


 

KNAPP präsentiert sich als Technologiepartner für intelligente Wertschöpfungsketten

Auf der Intralogistik-Leitmesse LogiMAT 2022, von 31. Mai bis 2. Juni in Stuttgart, zeigt KNAPP neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Messe-Highlights: Neueste Roboter-Technologie und Software Cloud-Services, die Besucher in Halle 3 auf Stand B05 live erleben können.

KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen.

Innovative Roboter und Software-Tools.
KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Pick-it-Easy Robot: Einer der alles kann Pick-it-Easy Robot bietet nicht nur die automatische Einzelstück-Kommissionierung, sondern auch das Umpacken vorkommissionierter Artikel aus Batch-Behältern in Hängefördertechnik- und Sorter-Systeme. Verschiedene Greifer kombiniert mit auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierter Objekterkennung und Greifpunktbestimmung machen eine zuverlässige Handhabung von Artikeln mit unterschiedlichen Eigenschaften möglich. Höchstleistung im Team mit dem Taschensorter-System: Pick-it-Easy Robot übernimmt die vollautomatische Befüllung von Sortertaschen und eröffnet neue Möglichkeiten zur Gestaltung von intralogistischen Prozessen. Aus der Kombination von KI-gesteuertem Roboter, schneller Sortertasche und effizienten Lagersystem entsteht eine innovative Automatisierungslösung für E-Commerce- und Omnichannel-Anwendungen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Breites Artikelspektrum und automatische Artikelcode-Identifikation, hohe Leistung und das 24/7, sowie Kosteneffizienz und geringe Fehlerkosten.

AutoPocket: Taschensorter System für Hochleistungsbetrieb.
Das neue Taschensorter-System kann an jeder beliebigen Stelle im Lager Waren automatisch und punktgenau abgeben, ohne dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren oder anzuhalten. RFID-Technoloige ermöglicht eine 100-prozentige Verfolgbarkeit, eindeutige Identifizierung und jederzeit Zugriff auf jeden Artikel im System. Im Zusammenspiel mit dem vollautomatischen Kommissionier-Roboter Pick-it-Easy Robot bietet AutoPocket intelligentes Zero-Touch-Handling für Hochleistungsanwendungen.

Open Shuttle: autonome mobile Roboter für mehr Flexibilität im Lager Open Shuttles sind autonome mobile Roboter (AMR), die Unternehmensbereiche schnell und einfach miteinander verbinden und mit Waren, Rohstoffen und Komponenten versorgen. Die VDA 5050-fähigen Open Shuttles transportieren unterschiedlichste Ladungsträger. Dabei werden Aufträge intelligent auf die Flotte verteilt. Neu im Produktportfolio ist das Open Shuttle Fork, ein Transportroboter für den automatisierten Paletten-Transport.

Dank der speziellen Kinematik des Fahrzeugs ist ein besonders platzsparender Einsatz möglich. Open Shuttle Fork kann einfach in bestehenden und auch herstellunabhängigen Mischflotten eingesetzt werden. Eine weitere Neuheit aus diesem Bereich ist der Open Shuttle Store. Open Shuttle Store ist ein besonders flexibles und schnell einsetzbares automatisches Lagersystem mit mobilen Robotern. Durch das intelligente Systemdesign und die Modul-Bauweise ist das Lagersystem jederzeit in Bezug auf Stellplätze oder Leistung skalierbar, anpassbar und erweiterbar. Es ist schnell einsetzbar und kann einfach in Betrieb genommen werden. Gesteuert werden die autonomen mobilen Roboter mit dem intelligenten Flottenkontrollsystem KiSoft FCS. Mit dem Digital Twin können Anpassungen und Anwendungen vorab einfach simuliert und per Mausklick ins Echtsystem übertragen werden.

KiSoft Cloud: Cloud-basierte Serviceplattform für Big Data-Anwendungen.
Mit KiSoft Cloud bietet KNAPP eine umfassende Serviceplattform für einen zukunftsweisenden Logistikbetrieb. Sie stellt Kunden alle Daten und ausgewählte Services in nur einer Infrastruktur gebündelt zur Verfügung. So sind alle Betriebsdaten einer oder mehrerer Anlagen zentral gespeichert und jederzeit bereit für die Weiterverarbeitung. Daten können für unterschiedlichste Anwendungen einfach genutzt werden. Zudem unterstützt KiSoft Cloud vielfältige KI-Anwendungen wie maschinelles Lernen, insbesondere Deep Learning zum Trainieren von neuronalen Netzen. Hardware- und Software-Support, IT-Security, Datensicherheit sowie Schnittstellen zwischen Anwendungen sind out oft the box sichergestellt, unabhängig vom Anbieter der Software oder der Automatisierung.

KiSoft Analytics: Mit smarter Software die richtigen Entscheidungen für Lager und Supply Chain treffen.
KiSoft Analytics ist ein strategisches Tool zur Analyse und Visualisierung von Daten in der Supply Chain. Langzeitstatistiken, Prognosen und Benchmarkings helfen, gezielte Entscheidungen bei komplexen Abläufen zu treffen, Veränderungen im Business früh zu erkennen oder die Supply Chain zu optimieren. Die Logistik-App für Smartphone und Desktop eignet sich ideal für Executives, Logistik Manager, Supply Chain Manager oder Operations Teams.

redPILOT: Effizientes Ressourcen-Management.
Die redPILOT Operational Excellence Solution ist eine modulare Software-Lösung, die Logistikbetreiber dabei unterstützt, ihre Logistiksysteme zu jeder Betriebsstunde am optimalen Limit zu betreiben. Der Einsatz zum nachhaltigen Ressourcen-Management ist vielseitig – einerseits unterstützt das Software-Modul CMMS (kurz für Operational Maintenance Modul) die strukturierte und planmäßige Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen im technischen Anlagenbetrieb. Andererseits optimieren die weiteren Module den operativen Betrieb der Logistikanlage, unter anderem durch die automatisierte Mitarbeitereinsatzplanung und Optimierung basierend auf dynamischer Engpasserkennung. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge

Am 2. Juni endete die mit Spannung erwartete Intralogistikmesse LogiMAT, die nahtlos an „alte Zeiten“ anknüpfen konnte. Auch im dritten und letzten Teil der Serie präsentiert Logistik Express interessante Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Redaktion: Markus Walter.

Für die 1.571 Aussteller und den Veranstalter war es spannend bis zuletzt: Niemand wusste, wie viele Menschen die erste LogiMAT nach Ausbruch der Corona-Pandemie besuchen würden. Doch die Ängste vor einem Flop mit leeren Hallen waren unbegründet. Am Ende des Events konnte Messechef Michael Ruchty solide Zahlen verkünden, die fast auf dem Rekord-Niveau von 2019 lagen. „Bereinigt um die pandemiebedingten Einschränkungen kann man dieses Ergebnis in allen Kategorien als Fortsetzung der LogiMAT-Erfolgsstory bezeichnen“, erklärte Ruchty,

In Zahlen ausgedrückt: Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 125.000 Quadratmetern in allen zehn Hallen war das Stuttgarter Messegelände komplett ausgebucht. Die weltweit größte Intralogistik-Messe zog wieder rund 50.000 Besucher an und erwies sich erneut als Publikums-Magnet. Das lag zu einem Großteil an den zahlreichen Produktpremieren und Weltneuheiten – darunter zwei neuartige automatische Kleinteilelager, die AutoStore die Stirn bieten wollen. Diese waren mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Jungheinrich und Körber zu finden.

Die von Jungheinrich entwickelte Alternative zu AutoStore heißt PowerCube. Damit wollen die Hamburger „neue Maßstäbe im Bereich der automatisierten Lagersysteme“ setzen. Der PowerCube ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut. Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu 12 m hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche.

Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist. Das automatische Behälter-Kompaktlager kann auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden und lässt sich deshalb problemlos in bestehende Lagerhallen integrieren.

Die PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s und einer Beschleunigung von bis zu 2 m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 kg Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden.

Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Da die Shuttles zu Wartungsarbeiten aus dem PowerCube auf Bodenniveau entnommen werden können, ist keine Wartungsbühne nötig. Auch der internationale Technologiekonzern Körber bietet mit Attabotics eine neuartige Lagerlösung für Kleinbehälter, die bei einer Stapelhöhe von bis zu 10 Metern eine extrem hohe Speicherdichte mit einem schnellen und direkten Zugriff ermöglicht.

Die Attabotics-Lösung basiert auf einer vertikalen, sehr platzsparenden Gitterstruktur. Produkte werden in quadratischen Behältern mit einem Innenmaß von 571 x 571 mm gelagert. Die „Attabots“ genannten Roboter können auf dem Gitter, unter dem Gitter und vertikal durch die Abwärtsschächte fahren, um Behälter einzulagern oder zu entnehmen und zu den integrierten Entnahmeöffnungen zu transportieren.

Attabottics ermöglicht damit auf einer extrem verdichteten Lagerfläche eine effiziente Kommissionierung, einschließlich Sequenzierung und Pufferung. In den USA und Kanada wurde die Technologie bereits bei zahlreichen Unternehmen der E-Commerce-Branche implementiert. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft vertritt das Körber Geschäftsfeld Supply Chain Automation das kanadische Robotikunternehmen Attabotics in fast allen europäischen Ländern und in weiten Teilen Asiens.

Das Startup Rocketsolution zeigte sich erstmals auf der LogiMAT und stellte dort sein Shuttle-System RSX1 vor. Das hochverdichtende Kleinteilelagersystem RSX1 für Ladegüter bis zu 50 Kilogramm bietet maximale Verdichtung der Lagerplätze, flexible Skalierbarkeit sowie einfache Integrationsfähigkeit. Verglichen mit herkömmlichen Shuttle-Systemen reduziert das RSX1 den benötigten Raum deutlich und sorgt für Effizienz- und Rentabilitätssteigerung in der Kleinteillagerung. Mit einer Höhe von bis zu 30 Meter nutzt das RSX1 auch den Luftraum optimal. Selbst sehr flache Güter lassen sich innerhalb des RSX1 hochverdichtet lagern, bereits ab einer Behälterhöhe von 100 Millimeter arbeitet das RSX1 ohne jeglichen Raumverlust in der Höhe.

Die Automatisierung spielte auch an vielen anderen Ständen der Messe eine wichtige Rolle. Die Pixel Robotics GmbH präsentierte als Mitaussteller der Logivations GmbH erstmalig Roboter, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Pixel Robotics kombinierte hierfür KI, Computer Vision und Robotik, um innerbetriebliche Palettentransporte zu automatisieren. Der von Grund auf neu entwickelte Roboter PIXEL PT arbeitet kooperativ mit den menschlichen Kollegen zusammen und passt sich dynamisch an bestehende Prozesse in der Intralogistik an. Die Roboter sind modular und robust konstruiert, sodass sie für raue Logistikumgebungen geeignet sein sollen. Der Hersteller verspricht zudem eine Amortisationszeit von unter 1,5 Jahren.

Ein weiteres Highlight präsentierte das Technologieunternehmen TeamViewer: Gezeigt wurde die mehrfach ausgezeichnete Vision-Picking-Lösung xPick. Die Augmented-Reality-Lösung, die seit der Übernahme des Wearable-Computing-Unternehmens Ubimax Teil des TeamViewer Portfolios ist, ermöglicht Kunden ein hocheffizientes und nahezu fehlerfreies Kommissionieren. Neu sind Gamification-Elemente, die für eine höhere Einsatzbereitschaft und eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeitenden sorgen und gleichzeitig monotone Kommissionierprozesse auflockern.

Bei Unternehmen wie DHL, Schnellecke Logistics und Coca-Cola HBC ist TeamViewer xPick etablierter Standard und bei vielzähligen Großkunden bereits seit Jahren im Einsatz. Durch die Verwendung von Wearables wie Smart Glasses lässt sich die Lösung ohne großen Aufwand leicht in bestehende Infrastrukturen von Unternehmen integrieren. Dies unterstützt die einfache Skalierbarkeit der Lösung – auch standortübergreifend.

Neben Hardware sah man auf der LogiMAT wieder jede Menge Software: Zum Beispiel die neue Logistikplattform CargoON der Technologiefirma Trans.eu Group. Diese vereint verschiedene Funktionen, um neben Auftragsverwaltung und Frachtmonitoring beispielsweise auch die Rampenbelegung digital zu steuern und so die Prozesseffizienz zu erhöhen. Durch die Anbindung an das europaweite Trans.eu-Netzwerk mit über 30.000 Logistikdienstleistern wird zudem die flexible Beschaffung von Transportressourcen gewährleistet.

Die größte ausländische Ausstellergruppe kam übrigens aus Italien, vertreten durch Unternehmen wie Ubiquicom. Die Firma wurde 2021 als einziges italienisches Unternehmen in den „Magic Quadrant for Indoor Location Services, Global“ von Gartner, Inc.* aufgenommen und präsentierte auf der LogiMAT die Prozesssteuerungs-Lösung Synchro. Durch die Standorterfassung der Flurförderzeuge in Echtzeit werden ihre Einsätze auf optimale Art und Weise organisiert. Dabei wird die RTLS-Technologie (Real-Time Locating System) mit Algorithmen künstlicher Intelligenz kombiniert.

Die in diesem Artikel und den beiden vorausgegangenen Vorberichten genannten Neuheiten bilden natürlich nur die Spitze des Eisbergs und können einen Besuch der realen Messe nicht ersetzen. Apropos: Die nächste LogiMAT findet statt vom 25. bis 27. April 2023. Eine Rückkehr in den gewohnten Messe-Rhythmus mit einem Termin im Februar erschien dem Veranstalter EuroExpo noch zu früh. Die Zeitspanne zwischen den beiden LogiMAT-Events hätte dann nur acht Monate betragen. Außerdem birgt Corona nach wie vor große Sprengkraft. Der Winter könnte neue Beschränkungen bringen. Einziger Schönheitsfehler am April-Termin ist jedoch die große Nähe zur transport logistic, die 2023 vom 9. bis 12. Mai im Kalender steht. Da wird sich mancher Aussteller entscheiden müssen. Wir werden sehen. (MW)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022