Intelligente effiziente Robotik-Lösung von SSI Schäfer mit IFOY Award ausgezeichnet

Flat Pack Picking ist eine einzigartige, automatisierte und schlüsselfertige Systemlösung aus einer Hand zur effizienten Palettenzusammenstellung für den Möbel Onlinehandel sowie für die Filialbelieferung. Das von SSI Schäfer gemeinsam mit Inter IKEA Group, Supply Chain Development, Intralogistics, entwickelte Konzept wurde bereits in Deutschland umgesetzt und ist erfolgreich im Betrieb.

Beitrag: Redaktion.

Die innovative Lösung überzeugt beim diesjährigen IFOY Award (International Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award) und belegt im Marktvergleich in der Kategorie „Integrated Warehouse Solution“ den 1. Platz. Im Rahmen der IFOY Award Night am 30.06.2022 wurde der begehrte IFOY Award in der BMW Welt in München feierlich übergeben.

Mit dem IFOY Award werden die besten Intralogistiklösungen des jeweiligen Jahres gekürt. Anbieter hatten die Möglichkeit, ihre Produkte und Systemlösungen in insgesamt 13 Kategorien online zum Wettbewerb anzumelden. Die von einer internationalen Jury für das Finale nominierten Produkte und Lösungen durchliefen im Rahmen der IFOY Test Days vom 18. – 23.03.2022 verschiedene Tests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende IFOY Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen IFOY Innovation Check. Insgesamt 25 Jurymitglieder aus 19 Ländern gaben basierend auf den Testergebnissen ihre Bewertung ab. Im Rahmen der IFOY Award Night am 30.06.2022 wurden schließlich die Gewinner in München bekanntgegeben.

Die prämierte Flat Pack Picking Lösung wurde gemeinsam von SSI Schäfer und Inter IKEA Group, Supply Chain Development, Intralogistics, konzeptioniert und im Dortmunder Kundenorder-Distributionszentrum erfolgreich implementiert. Dank der vollautomatisierten Systemlösung aus einer Hand profitiert IKEA nun von der effizienten Palettenzusammenstellung für die Filialbelieferung.

Insgesamt vier Portalroboter übernehmen das Handling schwerer und großer Artikel, entlasten die Mitarbeitenden von wenig ergonomischen Aufgaben und sorgen für konstante, transparente Warenflüsse. Entwickelt wurden die Portalroboter und Greifer von der RO-BER Industrieroboter GmbH, einem Tochterunternehmen von SSI Schäfer. Für die erfolgreiche Umsetzung wurde der Intralogistikspezialist mit dem IFOY Award in der Kategorie „Integrated Warehouse Solution“ ausgezeichnet.

„Das Projekt zeigt, wie wir uns den Herausforderungen unserer Kunden annehmen und gemeinsam mit ihnen innovative Logistiklösungen für eine ergonomischere Arbeitsumgebung und verbesserte Produktivität entwickeln und umsetzen“, so Notker Steigerwald, Head of Business Unit Logistics Solutions bei SSI Schäfer. „Die Auszeichnung mit dem IFOY Award freut uns besonders, denn sie bestätigt die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit unseres Konzepts im Marktvergleich.“

Von der gesteigerten Performance sowie den automatisierten Prozessen profitieren IKEA und die Mitarbeitenden unmittelbar.

„Die Zusammenarbeit mit SSI Schäfer war auch bei diesem Pilotprojekt durchweg positiv“, sagt Julien Weiß, Automation & Design Leader bei Inter IKEA Group, Supply Chain Development, Intralogistics. „Speziell der von beiden Seiten gelebte partnerschaftliche
Ansatz hat zum Gelingen beigetragen.“

Inter IKEA Group behält sich die Option vor, das innovative System auf weitere Standorte und IKEA-Märkte auszurollen. Die Flat Pack Picking Lösung ist grundsätzlich für den Möbel Onlinehandel interessant, lässt sich aber auch auf andere Branchen übertragen, in denen mit großvolumigen und sperrigen Gütern gearbeitet wird, wie beispielsweise Fenster oder Holz-/Metallzuschnitte. (RED)

 

Quelle: LOGISTIK express Journal 3/2022


LOGISTIK express Journal 3/2022

LOGISTIK express Journal 3/2022

Es wird Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen!
Angesichts der zahlreichen Sanktionen des Westens und Russlands Gasdrosselung nach Europa gehen Experten von Morgan Stanley von einer im vierten Quartal einsetzenden Rezession in der Eurozone aus. Die Ökonomen prophezeien mit Oktober vorab zwei schlechte Quartale und aufgrund der enormen Teuerung könnte eine Zinsanhebung nicht mehr ausreichend sein. Wir gehen so zusagen bewegten Zeiten entgegen. Wir wünschen Ihnen mit unseren zahlreichen Beiträgen und Interviews anregende Diskussionsrunden, inspirierende Ideen und Lösungsansätze.

 

INHALTE
LE 3/2022

03  Inhalt / Editorial / Impressum
04  Umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben
06  eCommerce & Logistik on tour
10  Teuerung: Inflation erreicht im Juni mit +8,7% neuen Höchststand
12  ORI: 60% empfinden Online-Shopping inspirierend
16  Ukraine-Krieg und Inflation lassen Handelsumsätze einbrechen
18  eCommerce Day versammelte Retail Rockstars & Gamechanger
20  Ausgaben im Onlinehandel wachsen und knacken 10 Mrd. Euro
24  Sektorspezifischer Datenschutz für Warenzustellung
26  Messbarer ökologischer Fußabdruck
28  Digitalisierung macht die Lieferketten fit
32  Mit Qualität und Individualität gegen den Einheitsbrei
34  Ein Unternehmen kann man nicht allein mit Technologie führen
38  SmartWatch: Die Hands-free Lösung fürs Lager
40  KNAPP präsentiert sich auf der LogiMAT als Technologiepartner
44  LogiMAT: Anschluss an frühere Erfolge
48  Robotik-Lösung von SSI Schäfer mit IFOY Award ausgezeichnet
50  Starkes Team: ek robotics unterstützt die BMW Group
52  Metaverse schafft neue Möglichkeiten und Anwendungen
56  Es wird Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen
60  Wenn’s wirklich wichtig ist… Post investiert in e-fulfilment
62  Logistikdienstleister als verlängerter Arm des Onlinehandels
64  „Grün“ transportieren kostet Geld
66  Politik verhindert Alternativen
68  Globalisierung: Lieferketten müssen resilienter werden
70  LogParship – Die europäische Verkehrspolitik
74  Internationaler Transport von Gefahrgütern: Dos and Don‘ts
78  Sechs Fehlannahmen zur Cybersecurity im Unternehmen
82  EZB ohne Überzeugung, ohne Mut und ohne Plan
86  Berufsbegleitendes Mentoring: Krisenfester Einkauf
88  Das bringt die Zukunft: Logistik-Jobs 2030
90  Menschen in Bewegung

 


LogiMAT 2022 Fachmesse mit Vorlauf: Intralogistik aus erster Hand

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Start der Intralogistikmesse LogiMAT, die vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart stattfindet. Auch im zweiten Teil der dreiteiligen Serie präsentiert Logistik Express vorab die interessantesten Exponate aus zentralen Ausstellungsbereichen.

Die langjährigen Besucher der LogiMAT werden in diesem Jahr feststellen, dass sich der Charakter des Branchen-Events leicht verändert hat. Anders als früher finden die beliebten Foren nicht mehr in den Hallen, sondern ausschließlich im Eingangsbereich statt. Diese Corona-Schutzmaßnahme hat zur Folge, dass die Zahl der Fachvorträge während der drei Messetage deutlich gesunken ist.

Aus dieser Not machte der Veranstalter, die Münchner Euroexpo GmbH, eine Tugend.
Etliche Vorträge finden nun im Vorfeld der LogiMAT auf der digitalen Plattform LogiMAT.digital statt, die damit spürbar an Attraktivität gewonnen hat. Am 5. April stand zum Beispiel der LogPR-Thementag auf dem Programm. Hier ging es in zwölf moderierten Vorträgen um die Themen Automatisierung, Warehousemanagement und Disposition. Für potenzielle Besucher war das eine von vielen Möglichkeiten, sich gezielt auf die Messe vorzubereiten und einige der Top-Lösungen im Vorfeld zu betrachten. Apropos Top-Lösungen: Auch im zweiten Teil des Vorberichts stellen wir einige der herausragenden Exponate vor.

Handheld Germany stellt den neuen SP500X ScanPrinter vor. Die tragbare Scan-und-Druck-Lösung vereint 2D-Imaging, Tintenstrahldruck und drahtlose Kommunikation in einem Gerät. Der SP500X wurde für Logistikanwendungen mit hohen Volumina entwickelt, bei denen bei der Sortierung von Paketen manuell gescannt und etikettiert wird. Mit dem integrierten Drucker und Wi-Fi ist der SP500X echt mobil. Der SP500X verwendet eine patentierte Technologie von HP und druckt direkt auf Pakete und andere Oberflächen. Der leichte SP500X kann über 1.250 Scans und Ausdrucke pro Stunde erstellen. Er hat eine Lithium-Ionen-Batterie, die bis zu 5.000 Scans und Ausdrucke pro Ladung schafft. Die Druckerpatronen reichen für Tausende Ausdrucke. Die Batterie kann im laufenden Betrieb gewechselt werden, sodass Ausfallzeiten minimiert werden können. Durch die Wi-Fi-Kompatibilität lässt sich der SP500X ScanPrinter nahtlos in bestehende IT-Umgebungen integrieren und kommuniziert direkt mit den vorhandenen Back-End-System.

Das Supply Chain Technologieunternehmen Zetes präsentiert auf der LogiMAT in Halle 8, Stand A41 Innovationen für eine digitalisierte, vernetzte Lieferkette. Messebesucher erleben anhand von praxisnahen Anwendungsszenarien Supply Chain Management 4.0 zum Anfassen. So wird die Logistic Execution-Lösung ZetesMedea zur Digitalisierung von Lagerprozessen inklusive Voice-Kommissionierung und das RFID-/ImageID-Gate für eine kamerabasierte Palettenprüfung des Wareinein- und ausgangs zu sehen sein. Darüber hinaus sind Live-Demos des druckluftfreien Hochleistungs-Applikators MD 5000E zum ein-, zwei- oder dreiseitigen Etikettieren von Paletten in Kombination mit dem Packaging Execution System (PES) ZetesAtlas, des IND-Staplerterminals sowie der topaktuellen Mobilcomputer und Wearables führender Hersteller geplant.

Der Pick-by-Light-Spezialist KBS Industrieelektronik GmbH präsentiert ein neu entwickeltes Modul für die elektronische Füllstandüberwachung. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten des KBS Systems um die elektronische Nachfüllsteuerung von Bereitstellregalen (e-Kanban) erweitert. Um die elektronische Nachschubermittlung zu erleichtern hat KBS einen Sensor entwickelt, der eine automatische Füllstanderfassung nahtlos in bestehende oder neue Pick-by-Light-Systeme integrieren kann. Die hierbei eingesetzte Technologie ermöglicht es, dass nur noch ein Sensor je Durchlaufkanal zur Füllstanderfassung erforderlich ist und Kabelführungen innerhalb des Durchlaufkanals entfallen. Der Behälter-Füllstand wird dabei durch den Sensor kontinuierlich berührungslos überwacht. Sobald sich nur noch eine definierbare Mindestanzahl an Behältern im Regal befindet, meldet dies der Sensor an die Nachschubsteuerung. In Kombination mit einem Put-to-Light-Modul kann der aktuelle Status angezeigt und der Nachfüllprozess optimiert werden, indem die leucht-
starke Blickfangleuchte visuell unterstützt und so den Nachfüllprozess beschleunigt und
Beschickungsfehlern vorbeugt.

Das Schweizer Familienunternehmen Kern AG hat sich dem leidigen Thema der übergroßen Pakete und dem Füllmaterial aus Plastik im Onlinehandel gewidmet und ein umweltschonendes Verpackungssystem entwickelt: PackOnTime 2box stellt maßgeschneiderte Pakete her, die ganz ohne Verpackungsmaterial auskommen. In einem vollautomatisierten Prozess wird die Ware ausgemessen und die Daten weitergeleitet. Aus recycelter Wellpappe stellt die Maschine ein passendes Paket her – und das im Sieben-Sekunden-Takt. Der nachhaltige Nutzen liegt auf der Hand: kleinere Pakete, weniger Volumen, weniger Lastwagen auf der Straße.

Das Robotikunternehmen Magazino zeigt erstmals öffentlich die serienreife Version des mobilen Roboters SOTO. Der vollständig autonom arbeitende Roboter automatisiert die Materialversorgung in der produzierenden Industrie und bringt Kleinladungsträger (KLT) vom Lager bis zur Montagelinie – ganz ohne manuelle Zwischenschritte. Der Roboter ist bereits in mehreren Pilotprojekten im Einsatz. SOTO kombiniert die elementaren Prozessschritte in einer einzigen, vollständig autonomen Lösung: die Aufnahme von unterschiedlich großen KLT, der autonome Transport von mehreren KLT von Quelle zu Senke sowie die Abgabe in Durchlaufregale auf unterschiedlichen Höhen. Das Einsammeln von Leergut sowie die Rotation von Kleinladungsträgern um 90° bis 180° gehören ebenfalls zum Fähigkeiten-Repertoire des neuen Roboters.

Mettler Toledo stellt erstmalig in Deutschland die Lösung TLD970 vor, mit der während der Fahrt die Abmaße von Paletten am Gabelstapler gemessen werden können. In Kombination mit der Waage TLF820, welche am Gabelstapler angebaut wird, entsteht so eine dynamische Messlösung für Volumen, Gewicht und ID. Damit können Spediteure ohne Zeitverlust während der Lagerumschlags prüfen, ob die vom Kunden angegebenen Maße und Gewichte stimmen. Denn mit jeder Palette, die ohne Kontrolle transportiert wird, können Umsatzverluste entstehen. Selbst kleinste Übermaße von Paletten können bei der Beladung von LKWs große Probleme hervorrufen und die gesamte Lade- und Routenplanung gefährden.

Das TLD970 von Mettler Toledo ist ein an der Hallendecke montiertes Messystem, dass die Abmaße von Paletten am Gabelstapler mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h messen kann. Die Lösung ist so unauffällig integriert, dass man sie kaum bemerkt. Eine am Gabelträger montierte Waage vom Typ TLF820 und das Handscannersystem liefern zur Vervollständigung des Datensatzes das Gewicht und die ID der Palette. Ein optionales Staplerterminal führt den Fahrer durch den Messprozess und überträgt den Datensatz per WLAN an das übergeordnete IT-System des Anwenders.

Der Pick-by-Vision-Spezialist Picavi stellt den Lager-Mitarbeiter in den Fokus. Kernthema am Messestand ist neben neuen Funktionalitäten im Picavi-Ökosystem die Entwicklung einer intelligenten Analytik mit Hilfe neuronaler Netze zur Echtzeit-Optimierung im Lager. Die Lösung basiert auf einer Echtzeit-Datenerfassung mittels Datenbrille und der Nutzung dieser Daten zur Optimierung von Lagerprozessen und der Arbeitsplatzergonomie der Mitarbeiter. Picavi führt die Auswertung mit neuronalen Netzen durch. Auf dieser Basis erkennt das System eigenständig Optimierungspotenziale und schlägt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erfassung von Bewegungsmustern und deren Optimierung für eine bessere Ergonomie im Lager. So können beispielsweise wiederkehrende Bewegungen, wie z.B. häufiges Bücken, erkannt und anschließend Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Optimierung ergriffen werden.

Die KNAPP AG (Halle 3 auf Stand B05) zeigt neueste Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. KNAPP-Lösungen sind auf den jeweiligen Bedarf maßgeschneidert und basieren auf innovativen Technologien und modernster Software. Damit hilft KNAPP ihren Kunden, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. KNAPP versteht sich als Technologiepartner und bietet für jeden Schritt in der Wertschöpfungskette die richtige Automatisierung, Informationen und Serviceleistungen. Innovative Roboter und Software-Tools: KNAPP zeigt die neueste Generation seines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Kommissionier-Roboters Pick-it-Easy Robot, Neuheiten rund um die autonomen mobilen Roboter Open Shuttles und das völlig neuartige Taschensorter-System AutoPocket, das erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wird. KNAPP-Software, die die Technologien zu intelligenten Systemen verbindet, und innovative Software-Tools zur Analyse und Optimierung des Anlagenbetriebs runden den Messeauftritt ab.

Seit September 2021 trägt BITO-Lagertechnik (Halle 6 / Stand C31) die TÜV-Zertifizierung „Klimaneutralen Unternehmen“ und stellt auf der LogiMAT ihre hohen Grundsätze hinsichtlich Umweltschutz bzw. nachhaltiger Ressourcenschonung vor. Mit dem Fahrerlosen Behältertransporter LEO Locative ermöglicht BITO-Lagertechnik den Anwendern, den innerbetrieblichen Transport von Behältern oder Waren auf ganz einfache Art und Weise zu automatisieren, ohne dafür die komplette Infrastruktur verändern zu müssen. Die LEO-Produktfamilie wächst und passt sich den verschiedenen Marktrends an. LEO custom beispielsweise eignet sich als variable FTS-Lösung für die einfache Automatisierung des Materialtransports in der Produktion und lässt sich je nach Einsatz um individuelle Aufbauten ergänzen. Das LEO-System ist in allen Ausführungen ein unkomplizierter Schritt in Richtung Industrie 4.0. Es funktioniert ohne W-LAN und IT und kann vom Nutzer problemlos selbst installiert und in Betrieb genommen werden. Auf der LogiMAT 2022 stellt BITO-Lagertechnik die neuesten Weiterentwicklungen der LEO-Familie vor und zeigt, wie sich das System unkompliziert in unterschiedliche Prozesse einbinden lässt.

Die TGW Logistics Group (Halle 5 / Stand C13) hat sich für das digitale Zeitalter mit modernen Technologien aufgestellt und zeigt als Systemintegrator das Spektrum seiner digitalen Services. Es umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage: von der Planung über die Realisierung bis zum laufenden Betrieb. Dabei stehen Innovationen im Fokus, die Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden.Der TGW-Stand setzt auf ein offenes Kommunikationskonzept. Neben Modulen, Systemen und Lösungen rücken auch Referenzprojekte mit namhaften Kunden in den Fokus, bspw. Coop, PUMA, Fource, Engelbert Strauss.

SSI Schäfer deckt diese komplexe Bandbreite ab und präsentiert auf der LogiMAT 2022, wie seine Kunden mit zukunftsfähiger Intralogistik einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Auf dem Messestand in Halle 1 zeigt SSI Schäfer, wie kleinere und mittelständische Unternehmen Abläufe teilautomatisieren können – auf einfache Weise im Sinne von „Plug & Play“ und zu attraktiven Kosten. Im Ergebnis werden die Lager-, Transport- und Kommissionierprozesse beschleunigt, der vorhandene Raum effektiver genutzt und ergonomische Arbeitsabläufe garantiert. Bausteine dieser Lösungen sind unter anderem Fahrerlose Transportsysteme, Verschieberegalsysteme, Kanallager- Applikationen mit dem SSI ORBITER® und der Lagerlift SSI LOGIMAT®, die auf der Messe ausgestellt werden. Ein besonderes Highlight auf dem Messestand ist das Exponat zur Vertical Farming Lösung, die SSI Schäfer (Halle 1 D21) als offizieller Partner des Konsortiums des Deutschen Pavillons gerade erst auf der Expo 2020 in Dubai vorstellte. Die innovative wie nachhaltige Lösung wurde in Zusammenarbeit mit Infarm, dem schnell wachsenden Urban Farming Unternehmen mit weltweiter Präsenz, entwickelt und wird nun in Europa präsentiert.

Innovation ist nicht länger eine Option. Es ist eine Notwendigkeit, BEYOND zu gehen. Wir als Dematic freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch in diesem Jahr wieder an der führenden EMEA-Messe Logimat 2022 teilnehmen werden, die vom 1. März bis zum 2. Juni in Stuttgart, Deutschland, stattfindet. Zusammen mit einem neuen Standkonzept und spannenden Showcases werden wir in Halle 1, Stand 1B37 zu finden sein. Als Unternehmen mit einem starken sustainable und sehr digitalen Mind-Set, werden wir uns im Jahr 2022 auf den ganzheitlichen Ansatz unserer Lösungen > Services > Software konzentrieren, um die Zukunftsmärkte F&B, Grocery, General Merchandise, e-Com/e-Grocery und Durable Manufacturing fokussieren.

Seit 2003 ist Element Logic (Halle 1, Stand 1H21) AutoStore-Partner. Als weltweit erster offizieller AutoStore-Integrator hat Element Logic seither mehr als 150 AutoStore-Lager installiert und ist europaweit Marktführer für AutoStore-Lösungen in Europa. Element Logic, der weltweit erfolgreichste AutoStore-Distributor des vergangenen Jahres, präsentiert innovative Neuentwicklungen auf Basis bewährter Standards mit individuellem Zuschnitt. Das in Stuttgart vorgestellte Produkt- und Leistungsspektrum reicht ausgehend von einer kompletten AutoStore-Anlage mit automatisierter Behälterandienung über integrierte Einzelstückkommissionierung per Roboter bis hin zu Peripheriegeräten, Lagerverwaltungs- und Steuerungssoftware sowie umfassenden After-Sales-Services.

Das Unternehmen AM Logistic Solutions GmbH (Halle 1 / Stand B31) konzipiert und realisiert als Generalunternehmer Logistikprojekte, die sämtliche am Markt verfügbaren Intralogistiksysteme integrieren: Automatische Kleinteilelager (AKL), AutoStore, Co-Bots, autonome mobile Roboter (AMR), Regalbediengeräte und Shuttle. Fördertechnik, IT-Lösungen, Retrofit-Sanierungen sowie 24/7-Anlagenservice und Wartung runden das Leistungsportfolio ab. Die AM Logistic Solutions ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Royal Reesink Gruppe und Teil der Reesink Logistic Solutions Division.

Wir bei Vanderlande kennen die Lagerautomatisierung in- und auswendig. Unser Fachwissen und unsere Erfahrung, die wir in den letzten 70 Jahren gesammelt haben, sind schlichtweg unübertroffen. Und all dieses Know-how steht Ihnen zur Verfügung. Lassen Sie sich von unseren Ingenieuren auf der LogiMAT von unseren Robotik- und autonomen Fahrzeuglösungen inspirieren und finden Sie heraus, warum wir der Meinung sind, dass diese innovative Technologie nicht isoliert funktionieren sollte, sondern wirklich in den Lagerfluss eingebettet werden muss. Entdecken Sie die neuesten Erkenntnisse über die einzigartige ADAPTO-Shuttle-Technologie von Vanderlande – unser automatisches 3D-Ein-/Auslagersystem mit integrierten Sortier- und Sequenzierungsfunktionen. Oder erfahren Sie, warum unsere adaptiven Taschensysteme, wie AIRPICK, die beste Lösung für Ihre Anforderungen sein könnten.

Die Fluxus Solutions GmbH (Halle 5, Stand C01) präsentiert auf der LogiMat 2022 zum ersten mal Lösungen und Dienstleistungen rund um die Themen Intralogisitk und Materialfluss. Zum Produktportfolio gehören das Paletten-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics PFS, Paletten-Einschubregalsysteme FXS Dynamics PPS & FXS Dynamics TSS, Gefällerollenbahnen FXS Dynamics GRC, Karton-Durchlaufregalsystem FXS Dynamics CFS sowie das Shuttleregalsystem FXS Automation GRC und ein automatisches Palettenregalsystem FXS Automation APS.

Die IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH untermauern ihre Intralogistik-Kompetenz für hochautomatisierte SAP-gesteuerte Intralogistik-Anlagen. So beteiligt sich IGZ an dem „LogiMAT Digital“-Event am 12. Mai mit dem Vortrag „Logistikplanung mit SAP Fokus“. Ebenso sind die SAP Ingenieure in Stuttgart vertreten in Halle 1 (Stand B25) und Halle 8 (Stand B47).  (RED)

 


Quelle: LOGISTIK express Journal 2/2022

Schwerlastverschieberegalanlage mit 41.000 Paletten-Stellplätzen geht an Offergeld Logistik

Das im Hinblick auf Kapazität und Lagerdichte außergewöhnliche Verschieberegalsystem wird in eine Halle integriert, die der Logistikdienstleister in Dormagen neu errichtet hat, um mehrere Lager zu zentralisieren sowie die Prozesse bei steigender Durchsatzleistung zu straffen und effizienter auszurichten. Als Intralogistikpartner unterstützt SSI Schäfer Offergeld bei dieser Neuausrichtung und überzeugte mit einem exakt auf die Vorgaben und baulichen Gegebenheiten zugeschnittenen Lösungskonzept.

Beitrag: Redaktion.

Seit Gründung im Jahr 1924 ist die Offergeld-Gruppe parallel zu den Anforderungen der Kunden kontinuierlich gewachsen und heute europaweit mit 15 Niederlassungen vertreten. In optimierten Liefer- und Wertschöpfungsketten übernimmt der Logistikdienstleister Verantwortung für die oftmals hochsensiblen Prozesse seiner Kunden in den Bereichen Beschaffung, Lagerhaltung, Transport, Mehrwertdienstleistungen (VAS) und Distribution.

Langfristige Partnerschaft – perspektivisch geplant.
Minimierte Kosten, kurze Durchlaufzeiten, schlanke Prozesse und durchgängige Transparenz entlang der Lieferkette sind entscheidende Faktoren, die in die jeweils individuell konzipierten Logistiklösungen von Offergeld einfließen. Um die Abläufe in Zeiten wachsenden Kostendrucks und sich dynamisch verändernder Marktbedingungen weiter zu optimieren, zentralisiert der Dienstleister nun mehrere Lager am Standort Dormagen in einem 9.600 m² umfassenden Neubau. Die schnelle Reaktion auf die Anfrage und das vorgestellte Lösungskonzept waren unter anderem ausschlaggebend, SSI Schäfer mit der Lieferung und Installation der Schwerlast-Verschieberegalanlage zu beauftragen. „Als familiengeführtes Unternehmen bieten wir moderne Dienstleistungen aus einer Hand und punkten mit festen Werten und kurzen Entscheidungswegen. Diese Ausrichtung kennzeichnet auch SSI Schäfer, sodass beste Voraussetzungen für eine langfristig angelegte Partnerschaft gegeben sind“, sagt Philipp Kreuer, Prokurist der Offergeld Zentralverwaltung (OVZ) GmbH & Co. KG, Würselen. André Schmidt, Projektvertrieb SSI Schäfer, ergänzt: „Wir freuen uns, die weitere Expansion von Offergeld auf dieser Basis zunächst mit einem auf die aktuellen Erfordernisse zugeschnittenen Leistungsmodul unterstützen zu können, das bei gesteigerter Performance dazu beiträgt, Prozess- und Betriebskosten nachhaltig zu senken.“

Flexible Lösung mit hoher Lagerdichte – auf minimaler Fläche.
In einem ersten Schritt installiert SSI Schäfer in dem neuen Logistikzentrum eine Schwerlast-Verschieberegalanlage mit 41.000 Paletten-Stellplätzen für variierende Produkte, unter anderem aus der Industrie und dem Automotive-Sektor. Diese Lösung bietet im Vergleich zu stationär angeordneten Regalzeilen eine Platzersparnis von bis zu 45 %. Gleichzeitig wird durch den Einsatz der Verschieberegalanlage die Lagerkapazität um bis zu 90 % erhöht, da bedeutend weniger Verkehrsflächen erforderlich sind. Das System besteht aus fünf Blöcken, ist rund 125 m lang und 67 m breit. Die oberste Palette wird in einer Höhe von ca. 11 m abgesetzt. Auf diese Weise lässt sich eine besonders hohe Lagerdichte erzielen, die angesichts des begrenzt zur Verfügung stehenden Hallenvolumens auf Basis stationärer Regalzeilen nicht realisierbar ist. Auch die Prozess- und Energiekosten fallen moderater aus. Das modular aufgebaute Verschieberegalsystem ist skalierbar und lässt sich bei steigenden Kapazitätsanforderungen in Verbindung mit einem Anbau jederzeit erweitern.

Kurze Realisierungsdauer -dank Modulbauweise.
Mit der Schienenmontage und der Regaleinbringung wurde begonnen, die Inbetriebnahme ist im Oktober 2021 erfolgt. Im Rahmen  des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses prüft Offergeld Logistik parallel die Option, am Standort Dormagen ergänzend ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) für Großladungsträger einzusetzen, das SSI Schäfer in Kombination mit einer Verschieberegalanlage exklusiv aus einer Hand anbietet. Auch die Zahl der autonom im Verbund agierenden Fahrzeuge kann bei steigenden Leistungsanforderungen flexibel aufgestockt werden. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 5/2021

LOGISTIK express Journal 5/2021

Nun ist es soweit, wir haben den nächsten und vierten Lockdown und bekommen demnächst eine Impfpflicht, dank unfähiger Regierung. Doch sollten wir uns jetzt von Politik / Medien nicht spalten lassen und im nächsten Jahr besonders darauf achten. Denn die kommenden Monate werden nicht einfacher… Lesen Sie jetzt über aktuelle wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Lösungsansätze von Unternehmen zu Industrie/Handel, Umwelt und Logistik.

Wir würden uns freuen, Ihr Unternehmen promoten zu dürfen. 40.000 LeserInnen informieren sich monatlich crossmedial zu Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen. Holen Sie sich Ihren Informations- und Wettbewerbsvorsprung. Bleiben Sie mit Ihrer App – MJR Media World – allzeit bestens informiert.

INHALT

03 Inhalt / Editorial / Impressum
04 Setzt der Erpressbarkeit ein Ende!
06 Und wieder ein Lockdown. Ist der Handel noch zu retten?
12 TECH DAY 2021
14 Paketversand mit Öko-Touch
18 Smarte Logistik 4.0.
28 Neue Erwartungen an die Intralogistik
30 55.000 Paar Laufschuhe pro Tag
34 Mehr Platz für Onlineshop bei Gebrüder LIMMERT
36 Schwerlastverschieberegalanlage mit 41.000 Paletten-Stellplätzen
38 Die Zukunft des (E)Commerce als Game-Changer
42 A1 Promotion (Coming soon)
44 Neues Einkaufserlebnis dank Augmented Reality
48 Darum bleibt der Mensch für die Industrie 4.0 unentbehrlich
50 Fly.Bot – Drohnen in der Logistik
54 Künstliche Intelligenz trifft proaktive Aussagen über Logistikprozesse
58 Klimawandel: Nachhaltige Logistik
62 Renaturierung oder aquatischer Exorzismus?
66 Die Inflation ist da und bleibt!
70 Aktionscode

 

LOGISTIK express Journal 5/2021

Die Königsdisziplin des E-Commerce: Intralogistiklösungen für den Lebensmittelhandel

Frische, Tempo und Service-Qualität sind die Herausforderungen im klassischen, stationären Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Mit dem veränderten Konsumverhalten und dem Online-Boom im LEH entstehen zusätzliche Anforderungen, die nur mit modernster Software gelöst werden können.

Beitrag: Redaktion.

Im deutschsprachigen Markt sind die ersten E-Grocery-Geschäftskonzepte (Electronic Grocery/Online Lebensmittelhandel) mit Vollsortiment bereits vor über 10 Jahren an den Start gegangen. Nicht selten belächelt und noch öfter kritisch hinterfragt: Kann man im Internet auch Lebensmittel bestellen und nach Hause liefern lassen? Und, braucht es diese Möglichkeit wirklich?

Die rasante Entwicklung im Laufe des vergangenen Jahrzehnts liefert eine klare Antwort: mittlerweile erfährt die Online-Nachfrage nach Lebensmitteln einen wahren Boom. Die Corona-Krise in 2020 beschleunigte diese Entwicklung zusätzlich. Doch auch ohne den disruptiven Schub im Zuge der COVID-19-Pandemie ist die Bedeutung und Akzeptanz von E-Grocery stark gestiegen.  Im Zuge der Corona-Pandemie stiegen die Online-Umsätze und sowohl die Bedeutung als auch die Vorzüge der Digitalisierung auch im Lebensmitteleinzelhandel wurden zunehmend in den Vordergrund gerückt. Ein Trend, der die gesamte Branche dauerhaft und nachhaltig verändern wird – da sind sich die Experten einig. Denn die Verbraucher haben sich zum Teil an ihr Nutzungsverhalten während der Krise gewöhnt. Momentan liegt der Marktanteil von Lieferservices im deutschsprachigen Raum bei etwa 1 %. Bis 2023 wird er laut PricewaterhouseCoopers auf beachtliche 3-4 % wachsen. In der Schweiz ist der Anteil von E-Grocery mit 2-3 % bereits vergleichsweise hoch.

Die Königsdisziplin des E-Commerce.
Das E-Grocery-Geschäft gilt als Königsdisziplin des E-Commerce. Die Anforderungen an Liefer- und Wertschöpfungsketten erreichen durch die Aspekte Frische, Tempo und Service-Qualität eine neue Dimension. Schließlich geht es in erster Linie darum, Lieferketten nahtlos und agil zu halten. Neben reinen Online-Lebensmittel-Einzelhändlern, die sich als Pure Player des E-Grocery-Markts bedienen, nehmen auch E-Marketplace-Betreiber – wie zum Beispiel Amazon – Lebensmittel in ihr Sortiment auf. Zudem weiten die traditionellen Filialisten ihr Angebot verstärkt auf den Online-Absatzkanal aus und werden so zu Multi-Channel-Anbietern – online und offline. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Lebensmittelhändler flexibel aufstellen und mehrere Vertriebskanäle gleichzeitig bedienen. Für den stationären Handel bedeutet dies ein Umdenken in der Geschäftsstruktur auf eine Kombination aus Online-Shops und Ladengeschäften, welche großes Potenzial mit sich bringt. Im Idealfall können sich die Vertriebswege gewinnbringend ergänzen. Doch lässt sich das in der Praxis tatsächlich umsetzen?

Multi-Channel – wie geht das?
Moderne Softwaresysteme schaffen die Basis, um allen logistischen Anforderungen der Lieferkette gerecht zu werden:

  • Durchgehende Prozessketten über die diversen Systeme hinweg: vom Online-Shop über das ERP-System, dem Warehouse Management System (WMS) bis hin zur optimalen Tourenplanung.
  • Sicherstellung des Lager- und Bestandsmanagements, denn die im Shop angezeigte Menge muss zu 100% verfügbar sein.
  • In den Warenprozessen und über alle Systeme ist das Management von Gewichtsartikeln und Preisauszeichnungen zu gewährleisten.
  • Konsequente Verfallsdaten und Chargennummernverfolgung.
  • Schonendes Handling der Waren und Konsolidierung von Artikeln unterschiedlicher Temperaturzonen.
  • Die Softwaresysteme müssen zusätzliche Servicedienstleistungen abbilden können. Das sind Mehrwertdienste für den Kunden wie beispielsweise Gratisartikel oder die Abbildung kurzfristiger bzw. temporärer Aktionen.

Wie Traditionsunternehmen auf den E-Food Trend reagieren: Coop.ch
Viele renommierte Supermarktketten scheuen den Schritt zu Digitalisierung und E-Commerce – nicht so Coop. Was als kleine Konsumgenossenschaft begann, ist heute ein international tätiges Einzel- und Großhandelsunternehmen mit rund 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bereits 2001 startete der erfolgreiche Online-Shop coop.ch. Mit über 150 Millionen CHF Umsatz trug die Online-Sparte des Schweizer Supermarkt-Riesen 2019 bereits 1,5 % zum Gesamtumsatz der Coop-Supermärkte (10.452 Millionen CHF) bei. Im Normalbetrieb belieferte Coop die E-Commerce Kunden von coop.ch von zwei Haupt- und zwei Neben-Lagerstandorten aus. Durch den sprunghaften Anstieg der Nachfrage während des COVID-19-Lockdowns im Frühjahr 2020 gelangte man an die Kapazitätsgrenzen. Um Lieferengpässe zu vermeiden, musste eine rasche Lösung gefunden werden.

Coop setzte auf eine 2-Säulen-Strategie.
Als erste Säule definierte Coop für den E-Commerce Bereich ein eigenes Top-100-Sortiment mit den 100 wichtigsten Produkten eines durchschnittlichen Schweizer Haushalts. Mit dieser Maßnahme konnte Coop in kurzer Zeit die Komplexität aus dem im Normalbetrieb 11.000 Artikel umfassenden Online-Sortiment nehmen – ohne besondere Abstriche für den Kunden. Darüber hinaus wirkte sich die Sortimentsreduktion auch positiv auf das Einkaufserlebnis der Kunden aus, da sie beispielsweise die Auswahl vereinfachte.

Als zweite Säule plante Coop einen neuen Lagerstandort für das Top-100 Sortiment. Zeitspanne bis zur Inbetriebnahme: lediglich 14 Tage! Für diesen Kraftakt unter enormem Zeitdruck mietete Coop eine 6.000 m² große Lagerhalle an. SSI Schäfer unterstützte Coop und implementierte die SSI Schäfer Logistiksoftware WAMAS®.

Der neue Standort musste von Grund auf mit einer IT- und Logistikinfrastruktur ausgerüstet und ans Coop Netzwerk angeschlossen werden. Die Logistikprozesse des neuen Standorts wurden bewusst möglichst einfach gehalten. Zum Beispiel entschied man sich, den Wareneingang direkt zum Kommissionierbereich zu leiten. So konnte aufgrund der schnellen Lagerdrehung auf separate Reserveflächen verzichtet werden.

Nur 14 Tage nachdem Coop bei SSI Schäfer nach Unterstützung angefragt hatte, fertigten mehr als 100 Kommissionierer die täglichen Onlinebestellungen ab. Die Tatsache, dass die meisten Mitarbeiter zuvor noch nie mit WAMAS gearbeitet hatten, unterstreicht die besonders nutzerfreundliche und sehr einfache Bedienbarkeit der Software und die unkomplizierte Einarbeitungsphase.

Der E-Commerce Boom stellte den Lebensmittelhandel im Jahr 2020 vor ganz besondere Herausforderungen. Bei der Bewältigung und unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen kristallisierte sich immer stärker heraus, dass die Digitalisierung ganz entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen kann. Saisonale Nachfrage-Schwankungen sind in sehr vielen Branchen zu beobachten.

Die Unternehmen kennen die Spitzenzeiten und bereiten sich oft über Monate darauf vor. Doch manchmal ist die Schwankung in Zeitpunkt und Intensität nicht vorhersehbar. In diesem Fall sind schnelle Lösungen, maximale Flexibilität sowie Umsetzungsstärke gefragt – und natürlich ein kompetenter Software-Partner, der sowohl die Branche als auch die kundenspezifischen Bedürfnisse versteht. (RED)

 

LOGISTIK express Journal 4/2021

SSI Schäfer liefert automatisierte Lösung für Sicherheitsschuh-Hersteller Sievi

Sievi, führender Hersteller von Sicherheitsschuhen in Nordeuropa, investiert in eine skalierbare wie nachhaltige Lösung von SSI Schäfer zur Lagerung von Rohmaterialien und Fertigprodukten.

Beitrag: Redaktion.

Der führende Hersteller von Sicherheitsschuhen in Nordeuropa, Sievi, beauftragte SSI Schäfer in diesem Jahr mit der Erweiterung des bestehenden Warenlagers im gleichnamigen Ort Sievi in Finnland. Das Unternehmen beliefert mit seinen Produkten den lokalen Markt, exportiert aber auch in mehr als 40 Länder weltweit. Stets auf der Suche nach zukunftssicheren Lösungen und Innovationen sowie angetrieben vom Branchenwachstum sah Sievi die Notwendigkeit, in eine Lagerautomatisierung zu investieren. Das Hauptziel von Sievi ist es, eine schnelle und nahtlose Lieferung der 200 SKUs (Stock Keeping Units bzw. Bestandseinheiten) an die Kunden zu ermöglichen und zukünftigen Entwicklungsplänen zur Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten gerecht zu werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird SSI Schäfer das bestehende System von Sievi nachhaltig erweitern, sodass die Gesamtleistung pro Stunde verdoppelt und über 60 % mehr Lagerplätze geschaffen werden können.

Die bestehende Anlage von Sievi wurde von SSI Schäfer bereits 2009 realisiert. Das gemeinsame Projekt, die Skalierbarkeit der bestehenden Lösung und die flexibel einsetzbare Software WAMAS® von SSI Schäfer legten den Grundstein für diese fortlaufende Partnerschaft.

„Sievi ist ein Marktführer in dieser Branche und eine der bekanntesten Marken in Finnland. Es ist großartig, die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen weiterzuführen, das starke Werte vertritt und, so wie wir, ein familiengeführtes Unternehmen ist. Wir freuen uns darauf, Teil dieser zukünftigen Erweiterung von Sievi zu sein“, so Michael Hillström, General Manager bei SSI Schäfer in Finnland und Schweden.

Nachhaltige Erweiterung für maximale Leistung und Lagerkapazität.
Um die Leistungsanforderungen zu erfüllen, realisiert SSI Schäfer eine Lösung für eine effizientere Sequenzierung zwischen dem automatischen Kleinteilelager und den Packstationen. Die sechs bestehenden Packstrecken werden demontiert und sechs neue Packstrecken an anderer Stelle integriert. Zudem werden vor den Packstationen insgesamt sechs Sequence-Tower installiert, die zahlreiche Puffer-Lagerplätze bieten, welche durch Heber verbunden sind.

Behälter und Kartons, die aus dem automatischen Kleinteilelager ausgelagert werden, können somit effizient gepuffert und in der richtigen Reihenfolge zu den Packstationen transportiert werden. Mögliche Lagerengpässe sollen durch ein neues Hochregallager mit vier SSI Exyz Regalbediengeräten vermieden werden. Die SSI Exyz Regalbediengeräte werden sowohl Paletten mit Rohmaterialien als auch mit halbfertigen Produkten bearbeiten. Auch das automatische Kleinteilelager, in dem Schuhkartons gelagert werden, wird um drei Gassen erweitert. Die skalierbare und nachhaltige Lösung ermöglicht es Sievi Rohmaterialien und fertige Produkte in einem einzigen Warenlager an nur einem Produktionsstandort zu lagern.

Nach dem Wareneingang werden Rohmaterialien und halbfertige Produkte im neuen Hochregallager zwischengelagert und nach Bedarf in den Produktionsbereich transportiert. Die fertigen Produkte werden danach im automatischen Kleinteilelager untergebracht. Schuhkartons werden zu den Sequence-Towern transportiert, wo sie gepuffert und anschließend mithilfe von Hebern und Fördertechnik in der richtigen Reihenfolge zu den Packstationen gebracht werden. An diesen Stationen werden die Schuhkartons auftragsgemäß gepackt. Nach der Etikettierung werden sie zum Warenausgangsbereich transportiert und schließlich an die Händler geliefert. Die Auftragsgröße reicht dabei von einem bis 2.000 Kartons.

Die Lösung wird durch flexibel einsetzbare, leistungsfähige Logistiksoftware WAMAS® von SSI Schäfer und Fördertechnik abgerundet. SSI Schäfer bietet modulare, skalierbare Lösungen für die speziellen Anforderungen der Fashionbranche aus einer Hand Die Inbetriebnahme ist Ende 2022 geplant. (RED)

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

LOGISTIK express Journal 3/2021

INHALT 3/2021

02 Werbefenster [U2)
05 Inhalt / Editorial / Impressum
06 Die Zukunft Europas: nach der Krise ist vor der Krise
08 Die Logistik geht gestärkt aus der Krise hervor
10 Der Weg zurück wird für viele Unternehmer ein steiniger werden
12 Österreichs Handel: Jahresbilanz 2020 & Corona-Prognose 2021
16 Omnichannel Readiness Index 2021: Handel rüstet digital massiv auf
20 Kontrollen der Online-Giganten sind entscheidend für fairen Wettbewerb
22 Handel leidet, doch kein Ende in Sicht beim E-Commerce-Trend
29 Gelber Riese mit grünem Herzen
36 China Elektromobilität: Aufholjagd deutscher Hersteller im Land der Mitte
40 Datengesteuerte Warenzustellung wird mit 1 Juli 2021 Realität
44 ECOMLOG21 – Pandemie als Entwicklungs-Motor für die Logistik
46 Unermüdlich im Einsatz für Obeta – der AI-gesteuerte Roboter von KNAPP
50 SSI Schäfer liefert automatisierte Lösung für Sicherheitsschuh-Hersteller Sievi
52 DEMATIC – Aus dem richtigen Holz geschnitzt
56 Online-Shop und Ladengeschäft versorgt von einem AutoStore-System
60 Das kolossale Versagen der Politik
62 Impfreaktionen…

QUELLE: LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

 

SSI SCHÄFER: Neues FTS als Plug-and-Play Lösung

Mit dem neuen WEASEL® Lite bringt SSI Schäfer ein FTS auf den Markt, welches Unternehmen eigenständig und ohne aufwendige Installation in Betrieb nehmen können.

Beitrag: Redaktion.

Interne Produktions- und Logistikbereiche einfach vernetzen und Bedarfsstellen effizient mit Nachschub von Kleinladungsträgern versorgen. Mit dem neuen Fahrerlosen Transportsystem WEASEL® Lite von SSI Schäfer gelingt dies ohne aufwendige Installation. Das WEASEL Lite ist branchenübergreifend flexibel einsetzbar, wirtschaftlich und funktioniert durch eine einfache Plug-and-Play-Inbetriebnahme dank dezentraler Steuerung. So gelingt ein reibungsloser Materialfluss, den die Anwender jederzeit eigenständig an ihre Bedürfnisse anpassen oder erweitern können.

Bereiche vernetzen für einen effizienten Materialfluss.
Angesichts der Forderung nach kurzen Durchlaufzeiten, geringen Beständen, optimierten Taktzeiten und hoher Flexibilität gerät der innerbetriebliche Materialfluss in den Fokus, denn er birgt meist nicht nur an einer Stelle ein Optimierungspotenzial. Bei repetitiven und standardisierten Logistikaufgaben setzen Unternehmen häufig auf eine automatisierte Vernetzung von Prozessen, um die flexible und pünktliche Versorgung der Bedarfsstellen zu gewährleisten. Die begrenzte Verfügbarkeit von Arbeitskräften wird dabei zu einer kritischen Größe. Es wird zunehmend schwieriger, verlässlich und konstant Lagerpersonal für die einfachen logistischen Aufgaben zu rekrutieren. Mit modernen teil- bis vollautomatisierten Lösungen, wie z.B. Fahrerlosen Transportsystemen, kann der Materialfluss mit dem vorhandenen Lagerpersonal effizient strukturiert werden, ohne große initiale Investmentsummen in die Hand nehmen zu müssen.

WEASEL Lite, die Plug-and-Play-Variante des bewährten WEASEL.
Um in Lager und Produktion einzelne, stark vernetze Arbeitsschritte zu verbinden und Bedarfsstellen ohne große Materialpuffer zwischen den Arbeitsbereichen mit Nachschub zu versorgen, hat SSI Schäfer das Fahrerlose Transportsystem (FTS) WEASEL entwickelt. Die neue Variante des bewährten FTS heißt WEASEL Lite.

Der Zusatz “Lite“ steht hierbei für die einfache Integration des FTS in die bestehenden Räumlichkeiten und Prozesse, welche die Unternehmen selbständig durchführen können – ohne Flottencontroller, ohne Techniker Know-how und übergeordnete IT-Installation. Das FTS übernimmt den innerbetrieblichen Transport von Kleinladungsträgern, wie Behälter, Kartons und vergleichbare Güter, bis zu einem Gewicht von 35 kg und verknüpft so Bereiche wie z.B. Wareneingang, Wareneingangskontrolle, Kommissionierung und Versand oder Produktion und Montage. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen erhalten mit dem WEASEL Lite einen einfachen und kostengünstigen Einstieg in die (erste) Automation, und dies über eine Investition, die sich in kurzer Zeit amortisiert und wachstumsfähig ist.

Kommunikation über Bluetooth und Tablet.
Die beiden WEASEL Varianten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Steuerung und Kommunikation: Während das klassische WEASEL über einen Flottencontroller in Verbindung mit WLAN gesteuert wird, kommunizieren die FTS vom Typ WEASEL Lite über Bluetooth. Letztere erhalten die Transportaufträge via Tablet von einer Person an der jeweiligen Bedarfsstelle. Dank der dezentralen Steuerung ist weder für die Materialflussplanung noch für die Inbetriebnahme bestimmtes IT-Wissen oder spezifisches technisches Know-how erforderlich.

Plug-and-Play-Inbetriebnahme der „Lite“-Variante.
Das WEASEL Lite lässt sich auf leichte Weise in bestehende Räumlichkeiten und Prozesse integrieren. Dazu sind nur wenige Vorbereitungen nötig: die Festlegung und Vorbereitung des Fahrkurses, die Einrichtung des Tablets oder Smartphones mit der entsprechenden App zur Steuerung der FTS und das Anschalten der Fahrzeuge. Zur Materialflussplanung steht der WEASEL Lite Designer kostenfrei zur Verfügung, alternativ funktioniert die Planung aber auch nur mit Bleistift und Papier. Die Bereitstellung von IT wie Server und WLAN ist aufgrund der dezentralen Steuerung nicht nötig.

Kurzfristige Lieferung.
Der Zeitraum von der Bestellung bis zur Inbetriebnahme beträgt in der Regel nur etwa ein bis zwei Wochen innerhalb Deutschlands.

Mitwachsende Lösung für automatisierte Prozesse.
Der Einsatz einer WEASEL Lite Flotte mit mehreren Fahrzeugen wächst beliebig mit den dynamischen Marktanforderungen und der Unternehmensentwicklung. Die Geräteflotten folgen einer optischen Fahrspur, die entsprechend des gewünschten Fahrkurses auf den Boden geklebt wird. Dies hat den Vorteil, dass die Fahrwege ganz einfach definiert werden können und sich ihr Einsatz jederzeit flexibel und eigenständig vom Betreiber anpassen lässt.

Im Fall erhöhter Dursatzsteigerungen ist eine Erweiterung der Lösung mit zusätzlichen Fahrzeugen schnell umsetzbar. Darüber hinaus kann jederzeit das Upgrade zu einer komplexeren, klassischen WEASEL-Lösung erfolgen. Mit der Integration einer zusätzlichen Leitsteuerung in die existierende WEASEL-Flotte gewinnen die Betreiber weitere Effizienz- und Schnittstellenvorteile, wie die Kommunikation mit Fördertechnik, Rolltoren, Brandschutzmeldesystemen oder Andon-Leuchten.

Kostengünstige Automatisierung.
Das WEASEL Lite ist ein kostengünstiges, barrierefreies Indoor FTS für den Einstieg in die Automatisierung von innerbetrieblichen Transporten. Es zeichnet sich durch geringe Anschaffungskosten im Vergleich zu herkömmlichen, stationären Fördersystemen aus, da die aufwendige Einrichtung einer IT-Infrastruktur sowie eine komplexe Layoutplanung entfallen. Die FTS sorgen für eine gleichbleibende Arbeitsauslastung und führen damit zu kurzfristigen Produktivitätssteigerungen. Ergänzend profitieren Anwender von einer kurzen Realisierungszeit und einer schnellen Amortisation ihrer Investition. Informationen und Bestellmöglichkeiten dazu finden interessierte Unternehmen auf der SSI Schäfer Website. Sollten darüber hinaus weitere Schritte in Richtung Automation gewünscht sein, steht SSI Schäfer als Intralogistik-Spezialist beratend zur Seite. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 2/2021

 

Nachhaltige Intralogistik für widerstandsfähige Unternehmen

Steffen Bersch, CEO der SSI Schäfer Gruppe, erläutert die steigende Bedeutung einer nachhaltigen Logistikorganisation. Als Intralogistik-Experte unterstützt SSI Schäfer Unternehmen, ihre wirtschaftlichen und nachhaltigen Ziele zu verfolgen und ihre Logistikstruktur effizient und widerstandsfähig zu gestalten.

Beitrag: Redaktion.

Herr Bersch, wie relevant ist das Thema Nachhaltigkeit in der Logistik?

Die Logistik ist das Rückgrat fast jeden Sektors und die entsprechenden Leistungen und Lösungen unverzichtbar für eine moderne Gesellschaft. Intralogistik ermöglicht es Unternehmen, in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, sowohl lokal als auch in einem globalen Umfeld, zu agieren. Eine funktionierende und nachhaltige Lieferkette ist dabei einer der Erfolgsfaktoren für die meisten Unternehmen. Denn Ressourcen sind endlich und müssen vernünftig eingesetzt werden.

Digitale Transformation, Klimawandel, Corona-Pandemie – warum sollten Unternehmen in diesen dynamischen Zeiten in das Thema Nachhaltigkeit investieren?

Die Corona-Krise mit den Lockdowns und den vielen Beschränkungen steht in scharfem Kontrast zu dem „Höher, schneller, weiter“, das unseren Alltag bisher prägte. Im Laufe der Jahre lag der Schwerpunkt oft auf der Steigerung der Rentabilität. Inzwischen wird Nachhaltigkeit mehr und mehr zu einem Schlüsselfaktor für den künftigen Geschäftserfolg. Nachhaltig ausgerichtete Unternehmen erweisen sich oft als widerstandsfähiger und können Herausforderungen wie die Corona-Pandemie besser bewältigen.

Im August ist SSI Schäfer der Initiative der „50 Sustainability and Climate Leaders“ beigetreten. Möchten Sie aufmerksam machen auf den sich ändernden Fokus in den Unternehmen?

Die Initiative, der wir beigetreten sind, orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Wir als Unternehmen SSI Schäfer fühlen uns diesen Zielen verpflichtet. Als international führender Anbieter von Lager- und Logistiksystemen beschäftigen wir uns schon lange mit nachhaltigen Lösungen. Wir wollen vor allem den Wandel zu einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Intralogistik fördern und Diskussionen in den Unternehmen anregen. Die “50 Sustainability and Climate Leaders“ bieten eine gute Plattform, um unser Anliegen darzustellen und weiterzuentwickeln.

Wie sieht nachhaltige Logistik von SSI Schäfer aus bzw. welche Systeme und Bereiche betrifft es?

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Intralogistiklösungen sind wir ein idealer Partner für Unternehmen, die wirtschaftlich tragfähige und zukunftsorientierte, nachhaltige Ziele verfolgen. Wir verfügen über ein breites Portfolio an innovativen Produkten und Lösungen, die wir für die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden kombinieren.

Dazu zählen vor allem: Energieeffizienz sowie das umweltfreundliche Betreiben von Lager- und Logistikprozessen, ökologische Bauweisen, kurze Lieferketten, vorausschauende Wartung und Fernwartung, gesunde Arbeitsbedingungen und eine sauberere Umwelt sowie weniger Abfall und die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.

Können Sie Beispiele aus Ihrem Kundenkreis nennen?

Im Rahmen unserer Beteiligung an der Initiative der „50 Sustainability and Climate Leaders“ heben wir drei aktuelle Kundenprojekte besonders hervor, da sie die Facetten einer nachhaltigen Logistik beispielhaft aufzeigen:

1. Nachhaltige Innovation zur Schaffung einer skalierbaren Lösung für ein neues, lokales Lebensmittelsystem mit Infarm (Europa)

2. Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und unvorhersehbare Ereignisse wie die COVID-19-Pandemie mit ORCA Cold Chain Solutions (Asien)

3. Ein digitales Distributionszentrum mit energieeffizienter Hardware und einer intelligenten Softwarelösung für die vorausschauende Wartung mit Pepperl+Fuchs (Nordamerika). Entsprechend der UNO-Prognose, dass bis 2030 80% der Bevölkerung in Städten leben werden, wird, zusammen mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum, die Nachfrage nach der Lebensmittelproduktion unsere wertvollsten Ressourcen übersteigen.

Infarm und SSI Schäfer arbeiteten zusammen, um den Schritt von der traditionellen Landwirtschaft zur automatisierten „vertikalen“ Landwirtschaft zu ermöglichen. Vertical Farms haben eine entscheidende Bedeutung erlangt, um Städte und Siedlungsgebiete integrativ, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Im Vergleich zu traditionellem Ackerbau ist die innovative Lösung bis zu 400 Mal effizienter (d.h. auf 25 m² können Landwirte das Äquivalent von fast 2 Hektar Ackerland produzieren), sie benötigt 95% weniger Wasser, 75% weniger Dünger und kommt ganz ohne chemische Pestizide aus.

Aber auch Lebensmittelsicherheit sowie hohe Leistungserbringung ist ein weiterer Bereich, in dem SSI Schäfer einen Unterschied macht. Sehen Sie sich zum Beispiel die energieeffiziente, aber hochautomatisierte Logistiklösung an, die für Orca Cold Chain Solutions auf den Philippinen eingeführt wurde. Sie steht vor den Herausforderungen der Lebensmittelindustrie, dass bis zu 37% der weltweit hergestellten Lebensmittel aufgrund schlechter Verpackung, schlechter Lagerung und schlechter Handhabung verloren gehen.

Zudem konnten die Partner mit der Lösung die Stromkosten um fast 35% senken und menschliche Eingriffe minimieren. So kann die Integrität aller Waren gewährleistet und die Verantwortlichkeit sowie 100%ige Rückverfolgbarkeit der Waren erhöht werden (d.h. mit der Automatisierungslösung von SSI Schäfer können bis zu 4.800 Paletten an einem einzigen Tag bewegt werden).

Mit einem innovativen Ansatz und Technologieeinsatz realisierte SSI Schäfer für Pepperl-Fuchs ein zuverlässiges und zukunftssicheres Distributionszentrum mit ca. 28.000 Lagerplätzen. Ausgestattet mit energieeffizienter Hardware und mit dem Ziel, den Platzbedarf zu reduzieren, nutzt die automatisierte Lösung die Leistungsfähigkeit der Pepperl+Fuchs-Sensorik in Verbindung mit der SSI Schäfer Logistiksoftware für eine innovative und maßgeschneiderte Lösung zur vorausschauenden Instandhaltung.

Welche Visionen haben Sie für SSI Schäfer?

Wir befinden uns inmitten einer langen Reise. Das Ziel ist es, einen aktiven Austausch mit Kunden, Partnern und interessierten Unternehmen zu initiieren, um gemeinsam die Entwicklung nachhaltiger Lösungen in der Logistikbranche voranzutreiben. Wir brauchen eine wirtschaftlich effiziente wie nachhaltige Logistikorganisation, um den Energieverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kosten zu senken und gleichzeitig kurze Lieferketten und gesunde Arbeitsbedingungen zu fördern

Welche Empfehlung geben Sie Unternehmen, die aktuell über eine Optimierung ihrer Prozesse nachdenken?

Ganz klar, wir empfehlen uns als Partner. Wir haben bei allen Unternehmen, egal welche Branche und Größe, den Anspruch, die optimale Logistikstruktur zu erarbeiten und das Unternehmen dadurch nicht nur effizient und nachhaltig aufzustellen, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dabei schöpfen wir aus einem sehr breiten Programm an innovativen Systemen und Technologien, sind weltweit präsent und profitieren von unserer jahrzehntelangen Erfahrung aus den unterschiedlichen Branchen. (RED)